Drama im Frankfurter Weg: Mutter lässt Kinder in brennender Wohnung zurück

Die Holzwickeder Feu­er­wehr hat zwei kleine Kinder bei einem Woh­nungs­brand im Frank­furter Weg gerettet. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Dra­ma­ti­scher Feu­er­wehr­ein­satz im Frank­furter Weg: Es besteht der drin­gend Ver­dacht, dass eine Mutter ihre beiden Kinder in ihrer bren­nenden Woh­nung zurück­ge­lassen hat, die sie selbst in Brand gesteckt hat.

Am späten Sams­tag­abend (18.5.) gegen 23.45 wurde die Feu­er­wehr der Gemeinde alar­miert: Zim­mer­brand im Frank­furter Weg 6. Beim Ein­treffen am Ein­satzort, so Feu­er­wehr­chef Enrico Bir­ken­feld, konnten die Ein­satz­kräfte schon einen Feu­er­schein im 3. Ober­ge­schoss des Mehr­fa­mi­li­en­hauses erkennen. Über die Leit­stelle wurde dann nach­in­for­miert, dass auch Per­sonen ver­misst werden. Sofort machten sich die Atem­schutz­trupps durch das Trep­pen­haus auf den Weg nach oben. „Unter­wegs kamen unseren Ein­satz­kräften dann zunächst die Woh­nungs­in­ha­berin und kurz darauf auch noch ein Mann im Trep­pen­haus ent­gegen“, so Bir­ken­feld. Beide Per­sonen wurden mit dem RTW ins Kran­ken­haus gebracht.

Nachbar bei Rettungsversuch schwer verletzt

In der Woh­nung brannte es im vor­deren Bereich. In hin­teren Bereich ent­deckten die Feu­er­wehr­leute in einem nicht ver­schlos­senen Zimmer zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren. Beide Kinder trugen schwere Rauch­ver­gif­tung davon und wurden eben­falls ins Kran­ken­haus gebracht. Ins­ge­samt ret­tete die Feu­er­wehr sechs Persnen aus dem Haus, die alle mit RTW in umlie­gende Kran­ken­häuser ver­bracht wurden.

Nach der Men­schen­ret­tung haben wir das Feuer dann relativ schnell unter Kon­trolle bringen können“, so der Feu­er­wehr­chef Enrico Bir­ken­feld weiter. Der Ein­satz war aller­dings auch in psy­cho­lo­gi­scher Hin­sicht anstren­gend für die Ein­satz­kräfte. Einige Feu­er­wehr­ka­me­raden mussten des­halb nach dem Ein­satz auch psy­cho­lo­gisch betreut werden. 

Die wei­teren Ermitt­lungen hat inzwi­schen das zustän­dige Dezernat der Staats­an­walt­schaft Dort­mund über­nommen. Wie Staats­an­walt Felix Gie­sen­regen bestä­tigt, besteht nach ersten Ermitt­lungen der „Ver­dacht eines ver­suchten Tötungs­de­liktes“. Die beiden Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren sowie ein Nachbar sind bei dem Brand schwer ver­letzt worden. Der Nachbar hatte zuvor zweimal ver­geb­lich ver­sucht, die Kinder zu retten.

Mutter festgenmmen: Mordkommission eingesetzt

Der Brand ist offen­sicht­lich vor­sätz­lich von der Mutter gelegt worden“, bestä­tigt Felix Gie­sen­regen. „Die 26-jäh­rige Frau wurde unter drin­gendem Tat­ver­dacht fest­ge­nommen. Eine Mord­kom­mis­sion wurde ein­ge­setzt.“ Morgen wird die Mutter dann im Laufe des Tages dem Haft­richter vor­ge­führt.

Zur genauen Brand­ur­sache und den näheren Umständen der Tat kann die Staats­an­walt­schaft der­zeit noch nichts sagen. Die Ermitt­lungen, bei denen etwa auch noch ein Spür­hund am Tatort ein­ge­setzt werden soll, sind noch nicht abge­schlossen. 

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