CDU trägt auch anderen Spitzenkandidaten mit: „Wichtig ist Erfolgsaussicht“

Die SPD Holzwickede wird morgen (25. November) ab 19 Uhr in einer Mitgliederversammlung im Weinhaus Siegel an der Schäferkampstraße ihren Bürgermeisterkandidaten wählen. Dass die SPD-Basis ihren Fraktionsvorsitzende Michael Klimziak zum Spitzenkandidaten wählen wird, gilt als Formsache. Ganz und gar keine Formsache ist dagegen, wer Bürgermeister Jenz Rother (SPD) ins Amt folgen wird, wenn dessen Amtszeit im Oktober nächsten Jahres endet.

Frank Lausmann, CDU-Vorsitzender. (Foto: CDU Holzwickede)

Frank Lausmann, CDU-Vorsitzender. (Foto: CDU Holzwickede)

Wer dann gegen den SPD-Spitzenkandidaten antreten soll, ist zurzeit noch offen. Noch keine der anderen Fraktionen hat sich dazu geäußert. Die CDU als zweitstärkste politische Kraft in der Emschergemeinde hat sich in ihren Klausurberatungen am vergangenen Wochenende selbstverständlich auch über die  Frage ihres Spitzenkandidaten beraten.  Der CDU-Vorsitzende Frank Lausmann hatte bereits vorher schon erklärt, dass er nicht wieder für das Bürgermeisteramt  kandidieren will. Doch auch sonst drängen sich keine Namen aus den Reihen der Holzwickeder Christdemokraten auf. Und nach dem Schiffbruch, den die CDU bei der Bürgermeisterwahl 2004 mit Helmut Krause erlitten hat, wollen die Holzwickeder auch keinen mehr oder weniger prominenten Parteigänger von außerhalb benennen – so es ihn denn überhaupt geben würde.

Nach der Klausur erklärte CDU-Chef Frank Lausmann jetzt trotzdem für viele einigermaßen überraschend: „Wir müssen nicht unbedingt einen eigenen Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeisteramt nächstes  Jahr aufstellen.“ Ohne einen Namen zu nennen fügt der CDU-Chef hinzu: „Wir wären auch bereit, einen Kandidaten der anderen Fraktionen mitzutragen.  Entscheidend ist für uns, welche Chancen der Kandidat hat, die Wahl zu gewinnen.“

„Es macht ja wenig Sinn, dass jede Fraktion ihren eigenen Kandidaten aufstellt.“
Frank Lausmann, CDU-Fraktionsvorsitzender

Wichtiger als das eigene Parteibuch seien für die  CDU die Erfolgsaussichten des Kandidaten.  „Es macht ja wenig Sinn, dass jede Fraktion ihren eigenen Kandidaten aufstellt.  Das haben wir so auch den kleineren anderen Fraktionen mitgeteilt und das Angebot gemacht, vielleicht gemeinsam einen geeigneten Kandidaten zu finden.“  Unter Zeitdruck sieht sich die CDU  bei diesen Gesprächen nicht.  „Ausdrücklich wollen wir mit unserem Angebot auch überparteilichen Kandidaten eine Chance einräumen“, betont CDU-Chef Lausmann. „Wir sehen es auch als einmalige Chance an, weil die Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr nicht gemeinsam mit einer Kommunalwahl stattfindet.“

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Dipl.-Journalist

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