Weltwassertag: Emscher-Umbau kostet allein in Holzwickede 22 Mio. Euro

Rund eine Mil­lionen Euro hat die Emscher­ge­nos­sen­schaft in den Jahren 2009 bis 2010 allein in die Rena­tu­rie­rung des Emscher­parks in Holzwickede inve­stiert. Im Rahmen des Emscher-Umbau inve­stiert die Genos­sen­schaft ins­ge­samt 22 Mil­lionen Euro in Holzwickede. (Foto: EG

Jedes Jahr am 22. März feiern die Ver­einten Nationen den Welt­was­sertag. In diesem Jahr lautet das Motto „Natur­ba­sierte Lösungen für Wasser“ und rückt damit das Thema Natur und Gewässer in den Mit­tel­punkt. Die Emscher­ge­nos­sen­schaft lei­stet hier einen großen Bei­trag für unsere Region: In allen Emscher­städten ent­stehen im Zuge des Emscher-Umbaus natur­nahe Gewässer, wo früher Abwas­ser­läufe in Beton­rinnen flossen.

Holzwickede ist eine beson­dere Emscher-Kom­mune – und zwar die Quell­ge­meinde. Hier hat die Em-scher­ge­nos­sen­schaft von 2009 bis 2010 unter anderem die Emscher in dem nach ihr benannten Gemein­de­park erheb­lich auf­ge­wertet – rund eine Mil­lion Euro wurde allein hierfür inve­stiert. In der Gemeinde Holzwickede plant die Emscher­ge­nos­sen­schaft im Rahmen des Emscher-Umbaus Inve­sti­tionen in Höhe von ins­ge­samt 22 Mil­lionen Euro. Dafür wurden unter­ir­di­sche Abwas­ser­ka­näle ver­legt und fünf Kilo­meter Emsch­er­lauf in Holzwickede umge­staltet.

Emscherquellhof ist das Aushängeschild

Aus­hän­ge­schilde der Emscher­ge­nos­sen­schaft in Holzwickede ist der Emscher­quellhof, der seit kurzem mit der Stif­tung „wewole“ einen neuen Pächter hat. (Foto: P. Gräber – Emscher­quellhof)

Das Aus­hän­ge­schild der Emscher­ge­nos­sen­schaft in Holzwickede ist der Emscher­quellhof, der seit kurzem mit der Stif­tung „Wewole“ einen lei­stungs­fä­higen und enga­gierten Pächter hat, der mehr Leben in den Quellhof bringen wird. Zugleich ist der Quellhof Start- bzw. End­punkt des Emscher-Rad­weges.

Der Bau neuer Rad­we­ge­ver­bin­dungen zur bes­seren Erleb­bar­keit des neuen Emsch­er­landes war zu Beginn des Emscher-Umbaus noch gar nicht mit ein­ge­plant. Sie sind mitt­ler­weile jedoch ein erheb­li­cher Mehr­wert-Faktor. So sind im Rahmen des Emscher-Umbaus bisher 128 Kilo­meter an neuen Rad­wegen in dieser Region ent­standen.

Hin­ter­grund: All diese Maß­nahmen sind ein Bestand­teil des Genera­tio­nen­pro­jekts Emscher-Umbau, in das die Emscher­ge­nos­sen­schaft über fast 30 Jahre pro­gno­sti­zierte 5,266 Mil­li­arden Euro inve­stiert. Diese Kosten werden zu rund 80 Pro­zent von den Mit­glie­dern der Emscher­ge­nos­sen­schaft getragen, d.h. von Bergbau, Indu­strie und Kom­munen. Knapp 20 Pro­zent steuern das Land NRW und die EU über För­der­mittel bei.

Der Umbau des Emscher-Systems wurde 1991 beschlossen und Anfang 1992 begonnen. Vor­aus­sicht­lich zu Beginn des näch­sten Jahr­zehnts soll die Emscher, einst der „schmut­zigste Fluss Europas“, wei­test­ge­hend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umge­staltet werden.

Die Emscher­ge­nos­sen­schaft ist ein öffent­lich-recht­li­cher Was­ser­wirt­schafts­ver­band und wurde 1899 als erste Orga­ni­sa­tion dieser Art in Deutsch­land gegründet. Ihre Auf­gaben sind unter anderem die Unter­hal­tung der Emscher, die Abwas­ser­ent­sor­gung und -rei­ni­gung sowie der Hoch­was­ser­schutz.

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