Auch Laien wie die Vorsitzende Ursula Aust spüren mit der Wünschelrute die verborgene Wasserader auf der Hundewiese. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Wasserader unter der Hundewiese: Eigener Brunnen soll Idylle für Mensch und Tier komplettieren

Auch Laien wie die Vorsitzende Ursula Aust spüren mit der Wünschelrute die verborgene Wasserader auf der Hundewiese. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Auch Laien wie die Vorsitzende Ursula Aust spüren mit der Wünschelrute die verborgene Wasserader auf der Hundewiese. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Hundehalter tun gemeinhin alles für ihre vierbeinigen Lieblinge. Trotzdem war das schleppen der schweren Wasserkanister in den zurückliegenden trockenen Sommertagen eine Qual für die Nutzer der Hundewiese am Oelpfad. Mit der Schlepperei soll nun endgültig Schluss sein: Der Verein „Unser Hundegarten“ baut einen Brunnen auf dem Gelände.

„Wir sind ganz zuversichtlich, dass wir Wasser auf unserem Platz gefunden haben“, so Ursula Aust, die Vorsitzende des Vereins. „Wir haben mehrere Wünschelrutengänger hier gehabt, die unabhängig voneinander alle an der gleichen Stelle eine Wasserader vermuten.“

Tatsächlich ist die Suche nach Wasseradern mit Wünschelruten eine seit Jahrhunderten bewährte und inzwischen auch wissenschaftlich anerkannte Methode, um Grundwasser aufzuspüren.

Ab Montag wird nach Wasser gebohrt

Fleißige Helfer des Vereins richteten am Samstag den Bohrer ein, mit dem ab morgen nach Wasser gebohrt wird. (Foto: privat)
Fleißige Helfer des Vereins richteten am Samstag den Bohrer ein, mit dem ab morgen nach Wasser gebohrt wird. (Foto: privat)

Die entsprechende Genehmigung der Gemeinde und Unteren Wasserbehörde hat der Verein eingeholt. Am Samstag (15.10.) war nun ein Brunnenbauer da und lieferte den großen Bohrer an. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir auf Wasser stoßen“, so Ursula Aust. „Allerdings kann uns niemand sagen, wie tief wir bohren müssen, um auf das Wasser zu stoßen.“

Sollte die Wasserader in fünf bis zehn Meter Tiefe liegen, dürfte das erste Wasser bereits zu Wochenbeginn sprudeln. „Dann können wir auch mit einem Handschwenkpumpe arbeiten, was mir am liebsten wäre“, meint die Vorsitzende.  „Wenn das Wasser tiefer liegt, wird alles komplizierter“, schwant Ursula Aust. „Zunächst sind wir aber alle noch sehr optimistisch.“

Geradezu überschwänglich lobt der Vorstand um Ursula Aust die  Nachbarschaftshilfe und Zusammenarbeit mit der Gemeinde. „Es ist wirklich fantastisch, wie unsere Nachbarn und die Gemeinde uns unterstützen“, betont Ursula Aust begeistert.

 „Das Brunnenprojekt wäre fast daran gescheitert, dass wir keinen Strom für den Bohrer hatten. Ein Generator hätte fast 1.000 Euro am Tag gekostet – viel zu teuer für uns. Doch die GWA nebenan hat uns gerettet. Von dort bekommen wir jetzt den Strom im Wege der Nachbarschaftshilfe. Dafür sind wir wirklich sehr dankbar.“

Aber auch die kommunale Wasserversorgung stand ungefragt bei der Einrichtung eines nötigen Hydranten hilfreich zur Seite, ebenso der Baubetriebshof der Gemeinde. „Diese Unterstützung ist wirklich unglaublich“, sagt auch Beate Hahn-Heinrichs dankbar.

Nachbarschaftshilfe und Unterstützung groß

Die Idylle täuscht: Mit dem Schleppen der schweren Wasserkanister soll endgültig Schluss sein, wenn der Brunnen eingerichtet ist. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Idylle täuscht: Mit dem Schleppen der schweren Wasserkanister soll endgültig Schluss sein, wenn der Brunnen eingerichtet ist. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Dank solcher Unterstützung und des Engagements der Mitglieder des Vereins „Unser Hundegarten“ hat sich die ursprüngliche Brache schon nach kurzer Zeit zu einem richtigen Schmuckstück entwickelt. Es gibt eine große Ecke voller Wildblumen und Kräuter, aber auch Trainingsbereiche für die Hunde mit unterschiedlichen Untergründen, eine geflochtene Hecke und einen Erdhügel mit Tunnelröhre sowie Ruhebänken unter den beiden großen schattenspendenden Bäumen.

„Dieser Platz wird sehr gut angenommen. Seit der Öffnung sind hier regelmäßig so acht bis zehn Halter gleichzeitig mit ihren Hunden auf dem Platz“, bestätigt Ursula Aust. „Alle fühlen sich hier richtig wohl. An manchen Tagen haben die Leute hier auf Stühlen im Kreis gesessen und sich bis in den Abend hinein unterhalten.“  

Was wirklich noch fehlt, ist frisches Wasser für die Hunde zum Trinken und Abkühlen. Doch mit etwas Glück wird auch dieses Problem mit dem Brunnen bald behoben sein.

Brunnenbau, Hunbdewiese


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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