Sie waren bei der Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage zu den Erfahrungen von Unternehmen mit Kinderbetreuung zu Gast: (v. l.) Egon Schrezenmaier, Philipp Halbach, Andrea Pavlovic, Katja Sträde, Anke Jauer, Heidi Bierkämper-Braun, Katja Schuon und Jan Grau. (Foto: Böinghoff)

Umfrage der WFG: Betriebliche Kinderbetreuung als Wettbewerbsvorteil

Sie waren bei der Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage zu den Erfahrungen von Unternehmen mit Kinderbetreuung zu Gast: (v. l.) Egon Schrezenmaier, Philipp Halbach, Andrea Pavlovic, Katja Sträde, Anke Jauer, Heidi Bierkämper-Braun, Katja Schuon und Jan Grau. (Foto: Böinghoff)
Nahmen an der Vor­stel­lung der Erge­bisse der WFG-Umfrage zu den Erfah­rungen von Unter­nehmen mit Kin­der­be­treuung teil, (v. l.): Egon Schre­zen­maier, Philipp Hal­bach, Andrea Pavlovic, Katja Sträde, Anke Jauer, Heidi Bier­kämper-Braun, Katja Schuon und Jan Grau. (Foto: Böing­hoff)

Wohin mit meinem Kind in den Ferien? Wer betreut mein Kind, wenn ich im Schicht­dienst arbeite? Und wie viel bleibt mir vom Lohn, wenn ich mein Kind betreuen lasse? Das sind Fragen, die sich berufs­tä­tige Mütter und Väter stellen müssen. In Zeiten von zuneh­mendem Fach­kräf­te­mangel setzen Unter­nehmen auch im Kreis Unna immer mehr auf betrieb­lich unter­stützte Kin­der­be­treuung, denn die Zufrie­den­heit der in den Unter­nehmen beschäf­tigten Eltern mit den Kin­der­be­treu­ungs­an­ge­boten im Kreis ist nicht allzu groß. Dies ergab eine Befra­gung, die die Wirt­schafts­för­de­rung Kreis Unna (WFG) mit dem Kreis Unna zu Erfah­rungen von Unter­nehmen mit Kin­der­be­treuung durch­ge­führt hat. Die Ergeb­nisse wurden jetzt auf Haus Opher­dicke vor­ge­stellt.

Auch wenn wir mit 77 Unter­nehmen eine geringe Rück­lauf­quote unserer per Mail ver­sen­deten Umfrage hatten, deckt sich der Trend, den die Ergeb­nisse auf­zeigen, mit unseren per­sön­li­chen Erfah­rungen aus der inten­siven Arbeit in Sachen fami­li­en­be­wusste Unter­neh­mens­po­litik“, erläu­tert WFG-Mit­ar­bei­terin Anke Jauer (Com­pe­tentia), die diese Umfrage maß­geb­lich gemeinsam mit Jan Grau vom Kreis Unna (Bil­dung inte­griert Kreis Unna/​BiKU) for­mu­liert, durch­ge­führt und aus­ge­wertet hat.

Knackpunkt“ ist die Elternzeit

Vor allem unfle­xible und zu kurze Öff­nungs­zeiten, die man­gelnde Ver­füg­bar­keit und die hohen Kosten der im Kreis Unna ange­bo­tenen Kin­der­be­treuung stehen bei Eltern wie Unter­nehmen in der Kritik. Denn die Unter­nehmen bekommen die Kri­tik­punkte deut­lich zu spüren. Fast 60 Pro­zent der Unter­nehmen haben schon einmal Nach­teile auf­grund feh­lender oder nicht pass­ge­nauer Kin­der­be­treuung erfahren. „Knack­punkt ist zum Bei­spiel die Eltern­zeit. Hier gaben viele Unter­nehmen an, dass Mütter oder Väter erst später und dann oft mit gerin­gerem Stun­den­um­fang aus der Eltern­zeit zurück­kehren können, als sie es sich wün­schen – schlichtweg weil die Betreuung des Kindes nicht gewähr­lei­stet ist“, so Jauer.

Hier scheinen die Unter­nehmen aber erkannt zu haben, dass sie selber einiges tun können, um es ihren Mit­ar­bei­tenden mit Kin­dern ein­fa­cher zu machen. Fast die Hälfte der Unter­nehmen bieten Unter­stüt­zungs­an­ge­bote zur Kin­der­be­treuung an, ein wei­teres Viertel plant dies für die Zukunft. Finan­zi­elle Zuschüsse zur Kin­der­be­treuung, Orga­ni­sa­tion von Not­fall­be­treuung, die Ein­rich­tung von Eltern-Kind-Büros oder eine fir­men­ei­gene Feri­en­be­treuung sind Bei­spiele, wie Betriebe Eltern aktiv unter­stützen. Damit wird es aber nicht nur den bereits ange­stellten Eltern leichter gemacht. Die Studie zeigt, dass die Unter­stüt­zung bei der Kin­der­be­treuung auch ein nicht zu unter­schät­zender Wett­be­werbs­vor­teil bei der Fach­kräf­te­ge­win­nung ist.


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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