Ü2-Protokoll soll Startchancen der Kinder an weiterführenden Schulen verbessern

Sabine Fischer und Bernhard Egermann informierten Vertreter der weiterführenden Schulen im Kreishaus über das Ü2-Protokoll. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)
Sabine Fischer und Bernhard Egermann informierten Vertreter der weiterführenden Schulen im Kreishaus über das Ü2-Protokoll. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

Beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule gibt es ab nächstes Jahr eine wichtige Änderung an allen Holzwickeder Schulen. Ziel ist es, die Startchancen der Kinder zu verbessern. Bisher ist es so gewesen, dass die Grundschulen für jedes Kind eine begründete Empfehlung für die weiterführende Schule gegeben haben. Diese wird am nächsten durch ein neues Übergangsprotokoll (Ü2-Protokoll) ersetzt, das Anlage des Halbjahreszeugnisses sein wird.

„Es soll dazu beitragen, Brüche in der Bildungslaufbahn von Kindern und Jugendlichen zu verhindern“, unterstreicht Sabine Fischer, pädagogische Mitarbeiterin des Regionalen Bildungsbüros des Kreises Unna. Die übernehmenden Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen erhalten durch das neue Instrument wichtige Informationen über Wissens- und Entwicklungsstand sowie besondere Interessen der Schüler.

Positive Resonanz an weiterführenden Schulen

An den weiterführenden Schulen trifft das Ü2-Protokoll auf sehr positive Resonanz. Das ist das Ergebnis eines Erfahrungsaustausches, zu dem das Regionale Bildungsbüro des Kreises und der Arbeitskreis Übergang 2 ins Kreishaus eingeladen hatten. Sabine Fischer gab eine Übersicht über die Entstehung des Ü2-Protokolls, bevor Bernhard Egermann, Projektverantwortlicher und Schulleiter der Grundschule am Lüserbach (Lünen), Details erläuterte und über die Einordnung in die Schulordnung informierte.

Bei dem Erfahrungsaustausch nahmen die Organisatoren zahlreiche Anregungen der weiterführenden Schulen auf, um dem Ü2-Protokoll einen Feinschliff zu verpassen, bevor es im kommenden Jahr in die zweite Testphase geht. „Es wurde deutlich, dass es einen großen Handlungsbedarf gibt. Schließlich geht es darum, allen Kindern dieselben Startchancen zu geben“, fasst Sabine Fischer zusammen.

Einige Fragestellungen, wie beispielsweise die Abstimmung der Lehrpläne der Grundschulen und weiterführenden Schulen, könnten allerdings nur auf zentraler politischer Ebene geklärt werden, nannte Fischer ein weiteres Fazit der Rückkoppelungsveranstaltung.

In einer zweiten Erprobungsrunde werden nächstes Jahr 18 Grundschulen aus Bergkamen, Kamen, Lünen auch alle Grundschulen in Holzwickede, Werne, Unna und Schwerte das Ü2-Protokoll nutzen.

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