Turngemeinde: Mitgliedsbeitrag bleibt stabil, aber Aufnahmegebühr kommt

Einige der geehrten Mitglieder der TGH mit Geschäftsführer Stefan Böcker (2. v.l.) und dem 1. Vorsitzenden Peter Wehlack (r.).

Zahlreiche Mitglieder der Turngemeinde Holzwickede trafen sich am vergangenen Donnerstag (9.5.) zur Versammlung in den Schloßstuben, um das Jahr 2018 Revue passieren zu lassen, das laufende Jahr zu planen und über die künftige Orientierung des Vereins zu diskutieren.

Wie fast alle Sportvereine spürt auch die TG Holzwickede eine Veränderung des Vereinswesens: Nicht nur die ausgedehnten Schulzeiten bis in die späten Nachmittagsstunden, auch eine veränderte Wahrnehmung des traditionellen Vereinsbildes in weiten Teilen der Bevölkerung macht den Vereinen und somit auch der TG Holzwickede zu schaffen. Im Trend stehen heute Fitnessclubs, die persönlich flexible Trainingszeiten anbieten und das auch bis weit nach 22 Uhr. Doch kann aufgrund dieser Tatsache ein Verein wie die TG Holzwickede nicht mehr bei der Bevölkerung punkten? Die Mitglieder waren sich einig, „Die TG-Holzwickede kann das natürlich“!

So beschrieb Peter Wehlack (1. Vorsitzender) und zukünftiger Bürgermeisterkandidat, dass bis zum heutigen Datum bereits knapp 90 Neuanmeldungen vorliegen. Somit umfasst die TGH knapp 900 Mitglieder.

Angebote für Kinder und Jugendliche eine Stärke

Eine Stärke der TG Holzwickede liegt im Bereich der Kinder und Jugendangebote. Genau diese Angebote gibt es in den Fitnessclubs überhaupt nicht und Kinder stellen auch nicht die Zielgruppe dieser Clubs dar. Hinzu kommt ein breit gefächertes Sportangebot (Badminton, Leichtathletik, Turnen, Volleyball und viele Trendsportarten), welches die Kinder und Jugendlichen mit Aufnahme in den Verein nutzen können. Zusätzlich gibt es den Fitclub mit seinen zusätzlichen Angeboten zu einem überschaubaren Aufpreis. Über diesen Sachverhalt waren sich alle Mitglieder einig. Auch waren sie sich darüber einig, dass die Mitgliederbeiträge nicht angehoben werden sollen. Die TG Holzwickede liegt demnach deutlich unter anderen Vereinen in der Region. So zahlt bspw. ein Erwachsener zurzeit 96 Euro und ein Kind bis zum 13. Lebensjahr 72 Euro.

Einig waren sich auch die Mitglieder, dass in Zukunft eine Aufnahmegebühr erhoben werden muss, um den Verwaltungsaufwand für eine neue Mitgliedschaft darstellen zu können. An dieser Stelle soll die folgende Statistik transparent erklären, warum eine Aufnahmegebühr und die Mitgliedsbeiträge in der genannten Höhe unverzichtbar sind.

Bei Einnahmen in der Höhe von knapp 113 000 Euro betragen die Kosten für die Trainer und anderen Ehrenämter (67 000 Euro) und des sportlichen Zweckbetriebes/ Verwaltungskosten (18 000 Euro) zusammen somit 85 0000 Euro. So werden bereits für drei der insgesamt 21 Ausgabenbereiche knapp drei Viertel des Jahresetats aufgewendet. Um dennoch die bereits vorhandene Qualität an Fachpersonal zu erhalten, wertzuschätzen und ggf. neue innovative Sportbereiche auszubauen, sind eine Aufnahmegebühr und die genannten Jahresbeiträge unerlässlich.

Sportzentrum kommt langsam, aber sicher

Darüber hinaus berichtete Peter Wehlack, dass die Schritte hin zu einem großen Sportzentrum an der Opherdicker Straße langsam, aber sicher angegangen werden. Eine Grundlage stellt hierbei die gute Kooperation zum HSC, die äußerst intensiv in dieses innovative Projekt involviert sind. Die Sorge vieler Mitglieder, dass mit diesem Projekt eine Vereinszusammenlegung einhergehe, wischte Wehlack sofort vom Tisch. „Der Schritt einer Fusion von TGH und HSC, sollte dieser je stattfinden, käme zusammen mit dem Projekt Sportzentrum ohnehin zu früh und bedarf einer sehr ausgiebigen, umfassenden und langfristigen Planung sowie vielen Gesprächen.“

Wahlen und Ehrungen

Folgende vakante Ämter wurden neu besetzt:

  • Kassenwart: Sebastian Student (Badminton)
  • Sportliche Leitung: Romina Saatkamp (Turnen) , Corinna Van de Zand (Volleyball)
  • Kassenprüfer: Burkhard Funke (Fitclub)

Schließlich wurden auch einige langjährige und verdiente Mitglieder geehrt:

25 Jahre:

Ann-Kathrin Backs
Regina Ihlenborn
Regina Laibacher
Detlef Schulze
Jürgen Westermann

40 Jahre:

Adelheid Backs
Sabine Bartmann
Erwin Bessinger
Gerrit Brune
Stefan Brune
Gerhard Gerstmeier
Ilona Meier
Eva Wild

60 Jahre: Hermi Bräuer

70 Jahre: Klaus Bräuer, Margarete Willingmann

Sportliche Leistungen: Lars Kallus (Leichtathletik)

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