Die Bahnstrecke von Holzwickede nach Dortmund war gestern ab 13.30 Uhr drei Stunden lang gesperrt: Die Eurobahn (RB 59) stand aufgrund eines Zwischenfalls in Höhe des Bahnübergangs Schäferkampstraße auf freier Strecke. Die Feuerwehr musste die Reisenden evakuieren. (Foto: privat)

Nothalt der Eurobahn (RB 59) auf freier Strecke: Feuerwehr muss Reisende evakuieren

Die Bahnstrecke von Holzwickede nach Dortmund war gestern ab 13.30 Uhr drei Stunden lang gesperrt: Die Eurobahn (RB 59) stand aufgrund eines Zwischenfalls in Höhe des Bahnübergangs Schäferkampstraße auf freier Strecke.  Die Feuerwehr musste die Reisenden evakuieren. (Foto: privat)
Die Bahnstrecke von Holzwickede nach Dortmund war gestern ab 13.30 Uhr drei Stunden lang gesperrt: Die Eurobahn (RB 59) stand aufgrund eines Zwischenfalls in Höhe des Bahnübergangs Schäferkampstraße auf freier Strecke. Die Feuerwehr musste die Reisenden evakuieren. (Foto: privat)

Auf der Bahnstrecke von Holzwickede nach Dortmund ist es im Abschnitt zwischen Holzwickede Bhf und dem Bahnübergang Schäferkampstraße gestern (14.2.) gegen 13.30 Uhr zu einem Zwischenfall mit der Eurobahn (RB 59) gekommen, in dessen Folge der gesamte Zugverkehr auf dieser Strecke stundenlang gesperrt war.

Bei dem Zwischenfall ist ein erst vor wenigen Tagen 17 Jahre alt gewordener Jugendlicher getötet worden. Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen Suizid.

Der Zugführer der Eurobahn erlitt einen Schock und musste mit einem RTW in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nach Angaben von Nicole Pizzuti, Pressesprecherin der Eurobahn, wird der Zugführer auch weiterhin psychologisch betreut und ist vom Dienst freigestellt.

Die Holzwickeder Feuerwehr evakuierte die Fahrgäste der Eurobahn RB 59, die in Höhe des Bahnübergangs Schäferkampstraße zum Stehen gekommen war, über eine Leiter und betreute die Reisenden, bis diese mit Bussen nach Dortmund weitergefahren werden konnten.

Die Eurobahn R 59 konnte um 16.33 Uhr wieder Fahrt aufnehmen, so die Pressesprecherin des Unternehmens. Bis dahin war der gesamte Zugverkehr auf der Strecke zum Erliegen gekommen. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren auch drei Fernzüge durch den Zwischenfall betroffen, die über Schwerte umgeleitet werden mussten.

HINWEIS DER REDAKTION: Normalerweise berichtet der Emscherblog nicht über Suizide. Es sei denn, die Tat hat, wie in diesem Fall, größere öffentliche Auswirkungen.
Suizidalität ist ein schwerwiegendes gesundheitspolitisches und gesellschaftliches Problem. Wenn Sie selbst zu dem Kreis der Betroffenen gehören, finden Sie z.B. Hilfe bei der Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter den Rufnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 sind die Berater rund um die Uhr erreichbar. Die Anrufe sind anonym. Hilfe für Angehörige und Betroffene bietet auch der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker durch Telefon- und E-Mail-Beratung: Unter der Rufnummer 01805-950951 und der Festnetznummer 0228-71002424 sowie der E-Mail-Adresse seelefon@psychiatrie.de können die Berater kontaktiert werden. Direkte Anlaufstellen sind zudem Hausärzte sowie auf Suizidalität spezialisierte Ambulanzen in psychiatrischen Kliniken.

Suizid


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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