Beispiel für Kulturlandschaft mit Baumreihen, Hecken, Obstwiesen und Feldgehölzen im Kreis Unna: Blick von Haus Opherdicke ins Ruhrtal. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Naturschutz 2020: Hecken, Baumreihen und vieles mehr im grünen Kreis Unna

Beispiel für Kulturlandschaft mit Baumreihen, Hecken, Obstwiesen und Feldgehölzen im Kreis Unna: Blick von Haus Opherdicke ins Ruhrtal.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Beispiel für Kulturlandschaft mit Baumreihen, Hecken, Obstwiesen und Feldgehölzen im Kreis Unna: Blick von Haus Opherdicke ins Ruhrtal. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Grüner Kreis Unna: Mehr als 1.250 laufende Meter Feldhecken und Baumreihen wurden im letzten Jahr zur Umsetzung von Landschaftsplänen gepflanzt. Dies hat der Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises für seine Rückschau 2020 ermittelt.  

„Jahr für Jahr werden auf unsere Initiative Baumreihen, Hecken, Obstwiesen oder Feldgehölze in großem Umfang angepflanzt“, unterstreicht Peter Driesch, Fachbereichsleiter Mobilität, Natur und Umwelt beim Kreis Unna den Stellenwert des Naturschutzes in der Kreisverwaltung. Durch diese Pflanzungen werden Festsetzungen in den Landschaftsplänen im Kreis umgesetzt.  

Ökologisch wertvolle Flächen sichern

Die Pläne weisen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete aus und setzen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen fest, wie z. B. das Anlegen von Hecken, Baumreihen, Feldgehölzen und Kleingewässern, um ökologisch wertvolle Flächen zu sichern und ökologisch minderwertige Flächen zu verbessern.  

Auch über die Landschaftsplanung hinaus betreibt der Kreis Naturschutz: Für die kostenfreie Abgabe von Pflanzgut für Obstwiesen gab der Kreis 2020 rund 9.500 Euro aus. Außerdem hat der Kreis Unna 56.000 Euro in die Pflege von Naturdenkmalen investiert und 22 Hektar Flächen für Naturschutzzwecke erworben. Hervorzuheben ist ein Grunderwerb von rund 3,4 Hektar in der Lippeaue in Werne. In Zusammenarbeit mit dem Lippeverband soll die Fläche naturnah entwickelt und damit ökologisch aufgewertet werden.   

Kulturlandschaftsprogramm

Auf bewährte Weise arbeitet die Kreisverwaltung übrigens mit Landwirten zusammen: Im Rahmen des Kulturlandschaftsprogrammes können Verträge abgeschlossen werden, wonach Landwirte für die naturnahe Bewirtschaftung von Flächen Ausgleichszulagen erhalten. Im Jahr 2020 wurden insgesamt rund 397 Hektar nach den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet. Davon waren 223 Hektar Grünland, 74 Hektar Acker und 32 Hektar Flächen für die Pflege von Biotopen, wie zum Beispiel Streuobstwiesen. PK | PKU

Kommentar

  • Es ist sehr erfreulich zu lesen, dass mancherorts so bereitwillig für den Naturschutz investiert wird. In einem Zeitalter, in dem die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen mehr denn je gefährdet ist, ist es umso wichtiger, dass zum Beispiel Kreisstädte dem entgegentreten. Auf Landschaftsplanungen zu setzen, ist beispielsweise eine wirksame Methode, den Erhalt von Ökosystemen zu fördern.

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