Müllsammlung (Foto: privat)

Müllsammlung als Ehrensache: Mit Kind und Kegel unterwegs für eine saubere Gemeinde

Sammelpunkt um 11 Uhr vor dem Ausschwärmen war der Festplatz. Auch dort wurde anschließend von einer Gruppe um Kerstin Dreisbach-Dirb (li.) gesammelt. (Foto: privat)
Sammelpunkt um 11 Uhr vor dem Ausschwärmen war der Festplatz. Auch dort wurde anschließend von einer Gruppe um Kerstin Dreisbach-Dirb (li.) gesammelt. (Foto: privat)

Das Ergebnis der ehrenamtlichen Müllsammelaktion am Samstag (11.9.) kann sich wahrlich sehen lassen: 60 große Müllsäcke haben die Holzwickeder eingesammelt, außerdem eine sperrige Matratze, eine noch recht gut erhaltene Spüle, einen großes Warmhaltegefäß aus Edelstahl und ein altes Smartphone und ein alter Personalausweis. „Kaum zu glauben, was die Leute alles wegwerfen“, wundert sich Kerstin Dreisbach-Dirb vom Treffpunkt Villa, die die Sammelaktion organisatorisch vorbereitet hatte. Hinter dem Edeka an der Kirchstraße wurde eine große Mülltüte nur mit kleinen Schnapsfläschchen gefüllt.

„Wir haben von 11 bis etwa 13.30 Uhr gesammelt“, berichtet Dreisbach-Dirb. „Bis auf einen Sammelbezirk im Eco Port haben wir auch alle Bezirke mit ausreichend Leuten besetzen können. Es haben gut 60 Teilnehmer mitgemacht. so viele Warnwesten hatten wir gar nicht. Es waren viele Familien mit Kindern und Fahrrädern dabei, einige Eltern sind sogar mit Kinderwagen losgegangen, um Abfälle zu sammeln.“

„Kaum zu glauben, was die Leute alles wegschmeißen“

Zu Beginn gab es durch die Bürgermeisterin Ulrike Drossel als kleine Aufmunterung und Wegproviant eine Minitafel Schokolade für jeden Teilnehmenden.

Der eingesammelte Müll wurde an dem Sammelpunkten in den jeweiligen Bezirken zwischengelagert. „Ulrich Bangert Friedhelm Klemp ist mit dem Fahrrad die Bezirke abgefahren und hat durchtelefoniert, wo etwas einzusammeln ist. Ungefähr die eine Hälfte der Säcke hat der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Frank Brockbals, mit seinem Privatwagen eigesammelt, die andere Hälfte hat der Baubetriebshof der Gemeinde abgeholt“, so Kerstin Dreisbach-Dirb.

„Am meisten hat mich geärgert, dass wir im Bereich Rausinger Straße und Schäferkampstraße zwei große halbvolle Gasflaschen gefunden haben“, so Frank Brockbals. „So etws einfach in die Landschaft zu werfen, ist unverantwortlich. Das ist nicht nur eine Umweltverschmutzung, sondern obendrein auch noch sehr gefährlich.“

Wiederholung gewünscht

Aus Sicht der Umwelt und Veranstalter ist die Müllsammlung am Samstag jedenfalls ein schöner Erfolg gewesen.  „Am Ende sind wir von mehreren Teilnehmern gefragt worden, wann wir wieder Abfall sammeln, die Aktion sei absolut wiederholenswert“, berichtet Kerstin Dreisbach-Dirb.

Müllsammlung


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Kommentar

  • Vielen lieben Dank an alle, die so fleißig mitgeholfen haben. Es bleibt zu hoffen, dass man nicht gerade durch das ehrenamtliche Müllsammeln Leute dazu einlädt, einem den Müll erst recht direkt vor die Füße zu werfen, wie dies schon einigen der ehrenamtlichen Müllsammler passiert ist.
    Auch wenn es sicher einen Teil Menschen gibt, die mit voller Absicht und vielleicht sogar bewusst, um andere zu ärgern, ihren Müll einfach wild entsorgen, so gibt es leider auch einen großen Teil Menschen, die vermutlich gar nicht darüber nachdenken, dass ihr Müll — ein kleiner abgebrannter Zigarettenstummel — nicht in die Landschaft, das nächste Blumenbeet, oder etwa in die Gosse oder einfach auf den Gehweg gehört. Wer sehen möchte, wie schäbig und hässlich achtlos weggeworfene Zigarettenstummel nach wenigen Tagen die Gegend verschandeln, dem empfehle ich, bei Gelegenheit einmal an der Bushaltestelle (Wendehammer) am Bahnhof vorbeizugehen.
    Und bei der Gelegenheit kann ich auch gleich noch mal darauf hinweisen, dass diese interessanten Ringe um den Mülleimer herum für Pfandflaschen und Pfanddosen gedacht sind, nicht aber für Kaffeebecher!

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