Kritik im Fachausschuss: Erneuerung der Partnerschaft mit Weymouth zu übereilt

Bürgermeisterin Ulrike Drossel und Councillor Graham Winter erneuern die Partnerschaft zwischen Holzwickede und Weymouth: War die Erneuerung zu übereilt? (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)
Bürgermeisterin Ulrike Drossel und Councillor Graham Winter erneuern die Partnerschaft zwischen Holzwickede und Weymouth: War die Erneuerung zu übereilt? (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)
Bürgermeisterin Ulrike Drossel und Councillor Graham Winter erneuern die Partnerschaft zwischen Holzwickede und Weymouth: War die Erneuerung zu übereilt? (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Im Ausschuss für Städtepartnerschaften stand am Mittwochabend auch noch einmal die Erneuerung der Partnerschaft mit Weymouth auf der Tagesordnung.

Die Verwaltungsspitze sei weiter bemüht, die Partnerschaft auch mit Portland zu erneuern, teilte der Beigeordnete Bernd Kasischke mit: „Denn es gibt ja keine Disharmonie zwischen uns und Portland.“ Der Grund, warum Portland die gemeinsame Partnerschaft ausgestiegen sei,  liege vielmehr in dem „schwierigen historischen Verhältnis zwischen Portland und Weymouth“.

Verwaltungsspitze weiter bemüht

Deutliche Kritik äußerte dagegen Jochen Hake, der an der Veranstaltung zur Erneuerung der Partnerschaft mit Weymouth am vergangenen Freitag nicht teilgenommen hatte. „Meine Fraktion und auch ich sind überhaupt nicht glücklich, wie das jetzt gelaufen ist. Warum hat man denn gerade jetzt nach 33 Jahren die Partnerschaft nur mit Weymouth erneuern müssen? Bislang gibt es ja noch nicht einmal eine offizielle Absage aus Portland. Leider ist nun genau das eingetreten, was wir befürchtet haben: In Portland muss man jetzt den Eindruck haben, dass die Türen zugeschlagen sind.“

In Portland muss man jetzt den Eindruck haben, dass die Türen zugeschlagen sind.“

Jochen Hake

Gänzlich falsch sei auch der Eindruck, der in der Veranstaltung am vorigen Freitag vermittelt wurde, dass Städtepartnerschaften und Partnerschaftsvereine für immer mehr Menschen ein „Auslaufmodell“ seien. „Das Gegenteil ist der Fall“, betont Hake. „Die Menschen sind überall in Europa für Städtepartnerschaften und Völkerverständigung sensibilisiert. Das ist ihnen wichtig. Auch das Interesse in Holzwickede ist ja da, wie beispielsweise die Kulturfahrt des Deutsch-Britischen Clubs im Oktober zeigt, die komplett ausgebucht ist.“

Kritik wurde auch von anderen Fraktionen an der Veranstaltung vorigen Freitag laut. So bemängelte etwa Heike Bartmann-Scherding (SPD), dass die Schulen und Vereine keine Einladung erhalten hatten und folglich auch nicht teilnehmen konnten. Auch musikalische Begleitung, etwa durch die Bläserklasse, wäre dem Rahmen angemessen gewesen.  

Holzwickedes Beigeordneter erinnerte daran, dass dass sich der Rat in Portland gegen eine gemeinsame Partnerschaft mit Weymouth ausgesprochen habe. „Vielleicht kann das ja gerade auch eine Chance sein, dass wir tatsächlich noch keine offizielle Absage bekommen haben.“

Partnerschaft Weymouth


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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