Kreis kalkuliert Abfallgebühren neu: Menge rauf, Kosten runter

Der Kreis Unna kann die Abfallgebühren senken. Grund sind vor allem steigende Altpapierpreise und sinkende Verbrennungsgebühren. Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Der Kreis Unna kann die Abfall­ge­büh­ren sen­ken. Grund sind vor allem stei­gen­de Alt­pa­pier­prei­se und sin­ken­de Ver­bren­nungs­ge­büh­ren. Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Die Kreis­ver­wal­tung hat die Abfall­ge­büh­ren für 2018 kal­ku­liert. Dem­nach sin­ken die Gesamt­ko­sten um rund 12,8 Pro­zent – und das trotz stei­gen­der Abfall­men­gen. Grund dafür sind vor allem gün­sti­ge­re Ver­bren­nungs­ko­sten und höhe­re Ein­nah­men durch den Ver­kauf von Alt­pa­pier.

Die am 28. Novem­ber vor­ge­stell­te Kal­ku­la­ti­on wur­de dem Kreis­tag zur Beschluss­fas­sung am 12. Dezem­ber emp­foh­len. Die Rech­nung geht von Gesamt­ko­sten in Höhe von 20,4 Mil­lio­nen Euro im kom­men­den Jahr aus (2017 = 22,9 Mil­lio­nen Euro). Dar­auf posi­tiv wir­ken sich noch die Ein­nah­men aus dem Ver­kauf von Alt­pa­pier aus. Ins­ge­samt wer­den so rund 2,7 Mil­lio­nen Euro ein­ge­spart. Das heißt, dass der Kreis rech­ne­risch jeden Bür­ger um 6,75 Euro ent­la­stet – eine vier­köp­fi­ge Fami­lie kann so 27 Euro spa­ren.

Restmüll-Kosten sinken

Vor­ge­se­hen sind für die Rest­müll­ent­sor­gung 230,41 Euro pro Ton­ne. Das sind 40,59 Euro weni­ger als im Vor­jahr (2017: 271 Euro). Grund dafür sind gün­sti­ge­re Ver­bren­nungs­ko­sten: Die­se sind im Ver­gleich zum Vor­jahr um 19,09 Pro­zent gesun­ken. Was dort ein­ge­spart wird, ent­la­stet die Bür­ger.

Leicht stei­gen wer­den hin­ge­gen die Auf­wen­dun­gen für die Kom­po­stie­rung von Bio­ab­fall. Sie sol­len mit 110,43 Euro/Tonne zu Buche schla­gen (2017: 103,21 Euro). Von 52,74 Euro pro Ton­ne im Jahr 2017 stei­gen die Kosten für die Kom­po­stie­rung des Grün­ab­falls auf 61,84 Euro.

Sperrmüll und Altpapier

Die Sperr­müll­ge­bühr setzt sich aus einer Lei­stungs­ge­bühr und der ein­woh­ner­be­zo­ge­nen Grund­ge­bühr zusam­men. Hier gibt es eben­falls eine Ent­la­stung. Die lei­stungs­be­zo­ge­ne Gebühr liegt 2018 bei 76,08 Euro pro Ton­ne (2017: 83,90 Euro). Die ein­woh­ner­be­zo­ge­ne Gebühr beträgt 4,32 Euro (2017: 4,41 Euro) pro Ein­woh­ner.

Gute Nach­rich­ten gibt es auch bei der Alt­pa­pier­ver­wer­tung. Der kal­ku­lier­te Erlös pro Ton­ne steigt 2018 auf 93,56 Euro (2017: 85,57 Euro). Damit bleibt das Alt­pa­pier wei­ter wich­tig für die Gebüh­ren­rech­nung des Krei­ses und für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, an die der Gewinn letzt­lich zurück­fließt. Denn die Ent­sor­gungs­ge­büh­ren des Krei­ses sind ein Bau­stein in der Gebüh­ren­rech­nung der u. a. für das Ein­sam­meln von Müll und Wert­stof­fen zustän­di­gen Städ­te und Gemein­den. (PK | PKU)

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visage

Dipl.-Journalist

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