Zeche Grimberg 3-5 Bergkamen Foto: Stefan Scheer by CC 3.0 - Wikipedia)

Kommunen wollen Planungssicherheit: Kohleausstieg betrifft auch Kreis

Zeche Grimberg 3-5 Bergkamen Foto: Stefan Scheer by CC 3.0 - Wikipedia)
Zeche Grim­berg 3 – 5 Berg­kamen (Foto: Stefan Scheer by CC 3.0 – Wiki­pedia)

Die von der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­setzte Koh­le­kom­mis­sion hat sich in der Nacht zum Samstag (25./26. Januar) auf einen Koh­le­aus­stieg spä­te­stens bis 2038 ver­stän­digt. Gleich­zeitig werden 40 Mil­li­arden Euro an Hilfen für die Koh­le­re­gionen in Nord­rhein-West­falen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bran­den­burg vor­ge­schlagen.

In NRW richtet sich der Blick vor allem auf die Braun­koh­le­re­gion im Rhei­ni­schen. Landrat Michael Makiolla erin­nert aber an die direkte Betrof­fen­heit auch des Kreises Unna als Standort von immerhin vier Stein­koh­le­kraft­werken in Berg­kamen (1), Lünen (2), und Werne (1).

Landrat Makiolla hat des­halb bei der Bür­ger­mei­ster­kon­fe­renz am 30. Januar mit den Spitzen von Berg­kamen, Lünen und Werne das wei­tere Agieren gegen­über der Lan­des­re­gie­rung ver­ab­redet. So wird ein gemein­sames Schreiben an Mini­ster­prä­si­dent Armin Laschet for­mu­liert werden. Darin soll die Lage vor Ort geschil­dert, die Erwar­tung finan­zi­eller Hilfen unter­stri­chen und eine Ein­la­dung an Mini­ster­prä­si­dent Laschet in den Kreis Unna zu einem Kraft­werks-Dialog aus­ge­spro­chen werden.

Neue wirt­schaft­liche Her­aus­for­de­rung

Wir haben nach dem Rückzug des Stein­koh­le­berg­baus erfolg­reich den Struk­tur­wandel ein­ge­leitet. Das Abschalten der Kraft­werke stellt uns vor eine neu­er­liche wirt­schaft­liche und soziale Her­aus­for­de­rung, denn wir müssen erneut den Weg­fall von Arbeits­plätzen und damit von regio­naler Wirt­schafts­kraft abfe­dern“, so die vier Kom­mu­nal­spitzen.

Landrat Makiolla macht gleich­zeitig deut­lich: „Wir sind auf den Aus­stieg vor­be­reitet. Wir wollen die Stand­orte der Stein­koh­le­kraft­werke auf­be­reiten und soweit wie mög­lich als Gewer­be­flä­chen ver­markten. Dafür brau­chen wir aber den Schul­ter­schluss mit Bund und Land, ver­bind­liche Zeit­fen­ster, also Pla­nungs­si­cher­heit und eine ange­mes­sene Finanz­aus­stat­tung.“

Des­halb steht der Kreis auch hier im engen Kon­takt mit der Regio­nal­ver­band Ruhr (RVR). Kon­kret geht es darum, die Nach­nut­zung der Kraft­werks­flä­chen im Regio­nal­plan Ruhr fest­zu­schreiben. Laut RVR sind die Flä­chen des schon abge­schal­teten Werks in Lünen und der Kraft­werks­standort Berg­kamen-Heil bereits als Koope­ra­ti­ons­flä­chen für eine Fol­ge­nut­zung ein­ge­plant.

Umnut­zung könnte neue Gewer­be­flä­chen schaffen Mit­tel­fri­stig kann der Koh­le­aus­stieg nach Über­zeu­gung von Landrat Michael Makiolla und den Spitzen aus Berg­kamen, Lünen und Werne ein wei­terer Bau­stein im gelin­genden Struk­tur­wandel werden: „Die Umnut­zung und Bereit­stel­lung der Flä­chen behebt den Mangel an Gewer­be­flä­chen in unserer Region. Sie wird damit kon­kur­renz­fä­higer, denn wir bekommen den drin­gend gesuchten Platz für Unter­neh­mens­er­wei­te­rungen, für Neu­an­sied­lungen und damit für neue Arbeits­plätze.“ PK | PKU

Pres­se­kon­takt: Con­stanze Rauert | Fon 02303 27 – 1013 | E‑Mail constanze.rauert@kreis-unna.de

Kohleausstieg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontakt

Mobil: +49 (170)  9 03 26 14

E-mail: info@emscherblog.de

Folgen Sie uns

Archiv