Keine geeignete Flächen: Gemeinde lehnt Freilauffläche für Hunde ab

Holzwickedes Hundehaltere formieren sich: Sie wünschen sich eine umzäunte Freilauffläche für ihre Hunde und sammeln nun Unterschriften für einen Bürgerantrag. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de).

Die Gemeinde Holzwickede kann den Hun­de­hal­tern in Holzwickede man­gels geeigneter Grund­stücke keine Freilauf­fläche für ihre Hunde zur Ver­fü­gung stellen.  (Foto: P. Gräber — Emscherblog.de).

Die Gemeinde Holzwickede kann keine Hun­de­freilauf­fläche auf ihrem Gebi­et ausweisen, da sie über keine geeigneten Grund­stücke ver­fügt. Ein­stim­mig bei zwei Enthal­tun­gen nahm der Pla­nungs- und Bauauss­chuss in sein­er Sitzung am Dien­stagabend (6. Feb­ru­ar) diesen Sachver­halt zur Ken­nt­nis.

Die Absage an die Hun­de­hal­ter, die einen entsprechen­den Antrag gestellt und mit ein­er Unter­schriften­samm­lung unter­mauert hat­ten, wird durch die Ver­wal­tung noch erfol­gen. Bere­its in sein­er Sitzung im Novem­ber vorigen Jahres hat­te der Gemein­der­at fest­gestellt, dass der Antrag der Bürg­er auf Ausweisung ein­er Hun­de­freilauf­fläche for­mal­rechtlich unzuläs­sig ist.

Als Ergeb­nis ein­er län­geren Debat­te im Rat hat­ten die Frak­tio­nen die Ver­wal­tung den­noch beauf­tragt, die möglichen Kosten, geeignete Flächen und Risiken in ein­er Vor­lage darzule­gen. Das hat die Ver­wal­tung im Fachauss­chuss heute getan.

Nur zwei kleine Grundstücke in Hengsen

Nach Prü­fung sämtlich­er im Eigen­tum der Gemeinde ste­hen­den Grün- und Ack­er­flächen in der Größe von 300 bis 600 m2 kom­men nach Darstel­lung der Ver­wal­tung nur zwei Flächen für den beantragten Zweck in Frage. Bei­de Flächen liegen in Hengsen zwis­chen der West­straße und der Auto­bahn 1 (A 1), wob ei die eine Fläche ist 342 m2 groß, die andere 323 m2  ist. Nach übere­in­stim­mender Ansicht aller Frak­tio­nen sind bei­de Flächen zu klein und nicht geeignet für den beantragten Zweck.

Bei ihrer Kosten­schätzung geht die Ver­wal­tung von ins­ge­samt 6 554,54 Euro bei einem Flächenbe­darf von 400 m2 aus. Konkret wer­den für Mate­ri­al­liefer­ung (Zaun, Beton, Sand) 3 685,37 Euro, für eine Zaun­mon­tage mit Tor­ein­bau 2 682,05 Euro sowie für Bodenar­beit­en 187,12 Euro kalkuliert.

Die Verkehrssicherungspflicht für die Hun­de­freilauf­fläche kön­nte durch eine klare und ein­deutige Vere­in­barung über­tra­gen wer­den, jedoch verbleibe eine Kon­troll- und Überwachungspflicht bei der Gemeinde. Auch die Her­rich­tung und Pflege der Fläche kön­nte durch die Antrag­steller über­nom­men wer­den. Allerd­ings wäre der Regelungs­be­darf groß, da eine Vielzahl von Recht­en und Pflicht­en detail­liert zu vere­in­baren wäre.

Außenbereich und keine Parkmöglichkeiten

Prob­lema­tisch ist bei bei­den Flächen außer­dem, dass wed­er geeigneten Abstell­flächen für Pkw vorhan­den sind noch welche ein­gerichtet wer­den kön­nen.

Die West­straße ist zu schmal, um ohne mas­sive Behin­derun­gen am recht­en Fahrbah­n­rand parken zu kön­nen. Eine ständi­ge Überwachung durch die Ord­nungs­be­hörde wäre erforder­lich, so die Ver­wal­tung weit­er.

Die andere Fläche liegt nach ihrem Zuschnitt in der Ver­längerung der Kro­nen­straße nach Nor­den. Die Kro­nen­straße weist bei­d­seit­ige Wohn­be­bau­ung auf, so dass die Anliegerstraße mit Park­suchverkehr über­lastet wer­den kön­nte. Außer­dem wäre noch zu klären, wie die Anlieger dem Vorhaben ein­er Freilauf­fläche gegenüber­ste­hen.

Schließlich kommt hinzu, dass bei­de Flächen in Hengsen im Außen­bere­ich liegen, wo nur priv­i­legierte oder son­stige Vorhaben zuläs­sig sind. Hun­deaus­lauf­plätze gehören nor­maler­weise nicht dazu, Die Genehmi­gung durch den Kreis hinge deshalb von ein­er detail­lierten Bau­vo­ran­frage ab.

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visage

Dipl.-Journalist

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