Jahresbilanz 2015: Kinderzähne immer gesünder

Prophylaxe-Fachkraft Heike Reimann vom Zahnärztlichen Dienst des Kreises zeigt am Modell, wie Kinderzähne richtig geputzt werden. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)
Pro­phy­laxe-Fach­kraft Heike Rei­mann vom Zahn­ärzt­li­chen Dienst des Kreises zeigt am Modell, wie Kin­der­zähne richtig geputzt werden. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

(PK) Wer gesunde Zähne haben möchte, muss früh mit der Pflege anfangen. Daher setzt der Zahn­ärzt­liche Dienst des Kreises beim Nach­wuchs an: Im Schul­jahr 2013/​2014 wurde das Gebiss von rund 27.000 Kin­dern und Jugend­li­chen unter­sucht.

Die gute Nach­richt: Die große Mehr­heit der Kinder hat – nicht zuletzt wegen der vom Kreis durch­ge­führten Vor­sor­ge­maß­nahmen – gesunde Zähne. Die Unter­su­chungen der Zahn­ärzte des Kreises zeigen aber auch immer noch, dass das Vor­kommen von Karies eng mit dem gesell­schaft­li­chen Status ver­knüpft ist.

Eltern sozial benach­tei­ligter Schichten gehen mit ihren Kin­dern oft nicht im not­wen­digen Maß zum Zahn­arzt“,

Dr. Claudia Dau­er­lanmd, Lei­terin Zahn­ärzt­li­cher Dienst Kreis Unna

Eltern sozial benach­tei­ligter Schichten gehen mit ihren Kin­dern oft nicht im not­wen­digen Maß zum Zahn­arzt“, sagt Dr. Claudia Sauer­land, Lei­terin des Zahn­ärzt­li­chen Dien­stes. Das führt mit dazu, dass 20 Pro­zent der Kinder fast 80 Pro­zent der Kari­es­last tragen – mit Folgen für ihre gesamte gesund­heit­liche Ent­wick­lung.

Der Zahn­ärzt­liche Dienst will diese Situa­tion ver­bes­sern und besucht daher Kinder in Schulen und Kitas im gesamten Kreis­ge­biet. „Spä­te­stens in der Grund­schule errei­chen wir die Kinder, die den Weg in die Zahn­arzt­praxen bis dahin noch nicht gefunden haben“, unter­streicht Dr. Claudia Sauer­land.

Kreisweit Zähne von 27.155 Kindern untersucht

Ins­ge­samt wurden im Schul­jahr 2014/​15 die Zähne von 27.155 Kin­dern und Jugend­li­chen (2013÷14: 21.737) unter­sucht. Der Anteil von unter Drei­jäh­rigen hat sich dabei seit dem Jahr 2000 ver­vie­facht und liegt aktuell bei 17 Pro­zent (2013/14:14 Pro­zent). „Wir ent­wickeln neue Formen und Stra­te­gien für die Ansprache, um mög­lichst viele Eltern von Klein­kin­dern zu errei­chen“, betont Dr. Claudia Sauer­land.

In 172 (2013÷14: 180) Kin­der­gärten und Tages­ein­rich­tungen war der Zahn­ärzt­liche Dienst des Kreises im ver­gan­genen Jahr tätig. Dar­über hinaus besuchten die Zahn­ärz­tinnen, Zahn­ärzte und Pro­phy­la­xe­fach­kräfte 57 (2013÷14: 46) Grund­schulen und elf För­der­schulen (2013÷14: zwölf). 1.900 (2013÷14: 2.143) Kinder mit beson­ders hohem Kari­e­s­ri­siko werden inten­siver betreut: Ein Groß­teil der För­der­schulen, zehn Grund­schulen und aus­ge­wählte Kitas nehmen an einem Pro­gramm mit zusätz­li­cher Zahn­här­tung (Fluo­ri­d­ie­rung) teil.

Neben den Ter­minen mit Kin­dern bietet der Zahn­ärzt­liche Dienst Mul­ti­pli­ka­to­ren­schu­lungen für ange­hende Erzieher und Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tungen für Eltern an. Im letzten Schul­jahr fanden 22 Ver­an­stal­tungen dieser Art (2013÷14: 18) statt.

Die Viert­klässler in Holzwickede wiesen eine leicht über­durch­schnitt­liche Kari­es­an­fällig auf, wie diese Tabelle des Kreises Unna zeigt:
TabelleUnbenannt

Zahnärztlicher Dienst

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