Das traditionelle IHK-Wirtschaftsgespräch wurde heute aus dem Vivo als Livestream übertragen. Teilnehmer waren, v.l.: Susanne Joy (Motorrad Joy), IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Bürgermeisterin Ulrike Drossel, Kämmerer Andreas Heinrich, Jens Reckermann (Vivo), IHK-Regionalbetreuer gero Brandenburg und IHK-Referentin Simone Krichel. (Foto: Schuetze - IHK)

IHK-Wirtschaftsgespräch: Herausforderungen Holzwickeder Unternehmen in Corona-Zeiten

Das traditionelle IHK-Wirtschaftsgespräch wurde  heute aus dem Vivo als Livestream übertragen. Teilnehmer waren, v.l.: Susanne Joy (Motorrad Joy), IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Bürgermeisterin Ulrike Drossel, Kämmerer Andreas Heinrich, Jens Reckermann (Vivo), IHK-Regionalbetreuer gero Brandenburg und IHK-Referentin Simone Krichel. (Foto: Schuetze - IHK)
Das traditionelle IHK-Wirtschaftsgespräch wurde heute aus dem Vivo als Livestream übertragen. Teilnehmer waren (v.li.): Susanne Joy (Motorrad Joy), IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Bürgermeisterin Ulrike Drossel, Kämmerer Andreas Heinrich, Jens Reckermann (Vivo), IHK-Regionalbetreuer Gero Brandenburg und IHK-Referentin Simone Krichel. (Foto: Stephan Schuetze – IHK)

Das traditionelle IHK-Wirtschaftsgespräch in Holzwickede fand heute (7. Oktober) unter veränderten Corona-Bedingungen statt: Die Veranstaltung wurde via Livestream ins Internet übertragen und erreichte zahlreiche Zuschauer. Im Mittelpunkt des Gesprächs der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund standen die Herausforderungen für Holzwickedes Wirtschaft in der Corona-Pandemie. Im Restaurant „Vivo“ von Tanja und Jens Reckermann begrüßte IHK-Regionalbetreuer Gero Brandenburg dazu neben Bürgermeisterin Ulrike Drossel und Kämmerer Andreas Heinrich auch IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber sowie die Unternehmerin Susanne Joy und IHK-Referentin Simone Krichel.

Bürgermeisterin und Kämmerer berichten

In ihrer Präsentation ging Ulrike Drossel auf die zukünftigen Entwicklungen in der Emscherquellgemeinde ein.  Dabei skizzierte die Bürgermeisterin das Klimaschutzkonzept, den weiteren Ausbau der Grundschulen, die Erweiterung des Clara-Schumann-Gymnasium und ging ausführlich auch das Großprojekt Rat- und Bürgerhaus ein, das im kommenden Jahr abgeschlossen sein soll. Darüber hinaus erläuterte Ulrike Drossel den Stand des Breitbandausbaus in der Gemeinde. Wie sie darlegte, sollen bis zum nächsten Frühjahr alle Schulen in der Gemeinde über leistungsfähige Internetanschlüsse verfügen, ebenso wie die wichtigen Gewerbebetriebe im Norden der Gemeinde.

Dort, direkt gegenüber dem Airport Dortmund, ist die Vermarktung der Gewerbeflächen im Eco Port in den zurückliegenden Jahren sehr erfolgreich verlaufen. Noch in diesem Jahr soll dort beispielsweise das neue Porsche-Zentrum der Hülpert-Gruppe seinen Betrieb aufnehmen, das die Blaupause für Porsche-Zentren europaweit ist. Geplant ist außerdem der Aufbau einer zukunftsträchtigen Wasserstoff-Anlage von Westnetz im Gewerbegebiet Eco Port.

Vor welchen finanziellen Herausforderungen die Kommune aktuell als Folge der Corona.-Pandemie steht, verdeutlichte Gemeindekämmerer Andreas Heinrich. Er verwies beispielsweise darauf, dass die Summe der Gewerbesteuer im laufenden Jahr voraussichtlich von 17 Millionen Euro auf rund zwölf Millionen Euro sinken wird. Dessen ungeachtet sollen die Hebesätze bei der Gewerbe- und Grundsteuer in Holzwickede auch im kommenden Jahr 2021 unverändert bleiben.

Zuschauer verfolgen Gespräch im Livestream

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber (2.v.l.) berichtete über das  Krisenmanagement der IHK im Frühjahr nach dem Corona-Lockdown. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber (2.v.l.) berichtete über das Krisenmanagement der IHK im Frühjahr nach dem Corona-Lockdown. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Aber auch in der IHK brachte die Corona-Pandemie Veränderungen mit sich. So hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IHK zu Dortmund angesichts der Corona-Pandemie besonders im Frühjahr sehr viel zu tun, wovon IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber berichtete. Innerhalb weniger Tage habe man komplett in den Krisenmanagement-Modus wechseln müssen. Bei der Antragstellung zur Corona- Soforthilfe zeigte die IHK ihre besonderen Stärken: Innerhalb weniger Tage wurden im März in der Belegschaft Hotline-Teams gebildet, die zeitweilig an sieben Tagen in der Woche den Mitgliedsunternehmen beratend zur Seite standen.

Bis zu 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informierten in tausenden Telefonaten, Videokonferenzen und per Mail über Soforthilfe, Überbrückungshilfe, Kurzarbeitergeld, Finanzierungshilfen und aktuelle Corona-Regelungen. „Den Unternehmen in dieser Form zur Seite zu stehen, war für uns ein Kraftakt, aber auch eine Selbstverständlichkeit. In der Krise sind wir mehr denn je für unsere Betriebe da“, betonte Schreiber. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht die regionale Wirtschaft ein starkes Ehrenamt.

Die IHK- Vollversammlung tagte am 24. September bereits zum zweiten Mal in hybrider Form und diskutierte verkehrspolitische Themen mit NRW-Minister Hendrik Wüst. Die Unternehmerinnen und Unternehmer waren – mit Mund-Nase-Masken und mit Abstand – entweder live vor Ort im Großen Saal der IHK oder per Videostream zugeschaltet.

Mehr als 5.000 neue Ausbildungsverhältnisse

Für die Übertragung des IHK-Wirtschaftsgespräches wurde das Vivo kurzerhand in  ein Ton- und Videostudio umfunktioniert. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Für die Übertragung des IHK-Wirtschaftsgespräches wurde das Vivo kurzerhand in ein Ton- und Videostudio umfunktioniert. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Ebenfalls mit Unterstützung eines Videos präsentierte Schreiber eine außergewöhnliche Premiere, die es Anfang September zu feiern gab: Zum ersten Mal seit Beginn der 1990er- Jahre konnte die IHK in ihrer Region mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna seit 2011 jedes Jahr mehr als 5.000 neu eingetragene Berufsausbildungsverhältnisse verzeichnen. „Die gesamte Zahl von 50.000 in zehn Jahren ist schon etwas Besonderes, auf die unsere ausbildenden Unternehmen stolz sein können“, so Schreiber.

Abschließend stellte der IHK-Hauptgeschäftsführer noch das „Fünf-Standorte-Programm“ vor dem Hintergrund des Strukturstärkungsgesetzes vor. Um die wirtschaftlichen Folgen des Kohleausstiegs auch für den Kreis Unna und Hamm (fast 1.500 betroffene Arbeitsplätze in fünf Kraftwerken) abzufedern, sind insgesamt 662 Millionen Euro für das Ruhrgebiet vorgesehen.

Nach dem Gespräch dankte IHK-Regionalbetreuer Gero Brandenburg Tanja und Jens reckermann für ihre Gastfreundfreundschaft. Strauß Blumen (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Nach der Veranstaltung dankte IHK-Regionalbetreuer Gero Brandenburg den Gastgebern mit einem Blumenstrauß für die Tanja und Jens Reckermann. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

In der Podiumsrunde widmete sich IHK-Regionalbetreuer Gero Brandenburg dann dem Thema „Unternehmer im Gespräch: Wie wir die Krise erleben“. Einzelhändlerin Susanne Joy (Joy Motorradbekleidung) und Gastronom Jens Reckermann (Vivo! Die Glocke) berichteten von ihren unternehmerischen Erfahrungen in den vergangenen Monaten.

Simone Krichel, IHK-Referatsleiterin Existenzgründung und Unternehmensförderung, informierte schließlich über den aktuellen Stand bei den Unterstützungsangeboten für Firmen und Selbstständige.

  • Der Livestream zur Veranstaltung steht unter diesem Link auch als Video zur Verfügung.

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