Auch Hunde können sich mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infizieren. Allerdings sind Hunde weniger anfällig für Infektionen als andere Haustiere. (Symbolbild: Pixabay)

Haustiere und Corona: Kann ich meinen Hund anstecken?

Auch Hunde können sich mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infizieren. Allerdings sind Hunde weniger anfällig für Infektionen als andere Haustiere. (Symbolbild: Pixabay)
Auch Hunde können sich mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infizieren. Allerdings sind Hunde weniger anfällig für Infektionen als andere Haustiere. (Symbolbild: Pixabay)

Covid-19 hat uns Menschen seit Monaten fest im Griff. Doch wie sieht es eigentlich mit dem besten Freund des Menschen aus? – Können sich unsere Haustiere ebenfalls infizieren? Müssen sie mit in Quarantäne, wenn wir erkrankt sind? Was sind die Empfehlungen des Kreises?  Klar ist schon mal: Ja. Tiere können sich mit dem Virus SARS-CoV-2 infizieren.

Der Empfänger zum Andocken des Virus ist in manchen Tierarten ebenso vorhanden wie im Menschen. Stichwort ist hier aber „in manchen“. Ebenso sind nicht alle Tierarten mit dem Empfänger gleich anfällig für das Virus und zeigen auch nicht unbedingt ähnliche Symptome.  

Besonders betroffen sind aus der Haustierriege Katzen, Frettchen und Hamster. Diese zeigen Erkältungsanzeichen und der Krankheitsverlauf ähnelt besonders bei Hamstern dem einer milden Erkrankung beim Menschen. Allerdings gibt es in Deutschland bis jetzt keine bekannten Fälle. Bei Hunden gibt es laut dem Bundesforschungsinstitut für Gesundheit Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weltweit nur fünf nachgewiesene Fälle. Ihre Empfänglichkeit für das Virus ist augenscheinlich gering und die Symptome eher schwach.  

Ansteckungsgefahr?

Die Ansteckung der bislang mit Covid-19 infizierten Tiere traf durch Kontakt mit anderen erkrankten Tieren sowie Menschen ein. Für die Umkehrung sind bisher keine Hinweise bekannt: Kein Mensch hat sich bislang bei seinem erkrankten Haustier angesteckt.  

Eine Meldepflicht für erkrankte Tiere besteht seit Juli 2020 trotzdem. „Eine Meldepflicht ist keine Anzeigepflicht, sondern die Vorstufe, um das Übertragungsgeschehen in Deutschland im Blick zu behalten“, so Dr. Tobias Kirschner aus der Veterinärbehörde im Kreis Unna.  

Empfehlungen im Umgang mit Haustieren

Aber was passiert jetzt, wenn ich selbst mit Corona infiziert bin oder mein Haustier in Verdacht habe? Im ersten Fall: „Wir stimmen da mit den Empfehlungen des FLI überein. Der Kontakt zum Haustier sollte auf jeden Fall eingeschränkt werden und das Haustier muss quasi auch in Quarantäne gehen“, erklärt der Veterinär.  

Grundsätzlich seien die Hygieneregeln auch im Umgang mit Tieren so gut es geht einzuhalten. Falls es einen Verdacht einer Infizierung beim Tier gibt, sei wiederum der Haustierarzt die erste Anlaufstelle, der dann das weitere Vorgehen bestimmt. Ein Corona-Test muss allerdings vom Tierhalter selbst gezahlt werden.   Weitere Informationen gibt es auf der Website des Friedrich-Loeffler-Instituts: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus/ PK | PKU


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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