Skip to main content
Die Friedhofsverwaltung erinnert dran, dass der Friedhof ein Ort der stillen Anteil- und Abschiedsnahme ist und kein Spielpülatz oder Hundeklo. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Gebühren auf dem kommunalen Friedhof steigen drastisch im neuen Jahr

Die Friedhofsgebühren werden ab 1. Januar 2016 deutlich teurer. (Foto: Peter Gräber)
Die Friedhofsgebühren werden ab 1. Januar 2016 deutlich teurer. (Foto: Peter Gräber)

In der letzten Ratssitzung des Jahres wurden auch die neuen Gebühren für 2016 beschlossen. Während die wichtigsten allgemeinen Gebühren für die Holzwickeder Haushalter stabil bleiben oder sogar leicht sinken, sieht das auf dem kommunalen Friedhof ganz anders aus: Hier steigen die Friedhofsgebühren satt an. Und dies, obwohl diese Gebührenart als einzige nicht vollständig kostendeckend kalkuliert werden muss. Denn Friedhöfe gelten zu einem gewissen Anteil auch als öffentliche Grünfläche.

Nach der neuen Satzung  steigt die Gebühr für das Basisgrab, eine Wahlgrabstätte (Sarg) zur Eigenpflege, im neuen Jahr auf 1.434 Euro. Das sind satte 266 Euro  (+ 22,8 Prozent) mehr als noch im ausklingenden alten Jahr. Basisgrab bedeutet: An dieser Grabstätte orientieren sich auch die Gebühren für alle weiteren Begräbnisplätze. So kostet die pflegefreie Wahlgrabstätte (Sarg) im neuen Jahr 4.300 Euro, und das pflegefrei Reihengrab (ab 5. Lebensjahr) 3.630 Euro.

Veränderte Bestattungsgewohnheiten

Auch die immer häufiger genutzten Urnenbeisetzungen werden teurer:  Die Wahlgrabstätte zur Eigenpflege (zwei Urnen) kostet ab 1. Januar 2016 immerhin 920 Euro, die pflegefreie Version (zwei Urnen, Urnensteele) dagegen 2.967 Euro.

Waren vor einigen Jahren noch Sargbeisetzungen häufig gefragt, sind es aktuell Urnenbeisetzungen und hier vor allem neue Bestattungsarten wie das anonyme oder halbanonyme Reihengrab. Die Gebühren für diese Beisetzungsarten betragen im neuen Jahr 290 Euro (anonym) und 340 Euro (halbanonym, Steele).  Teurer wird ab 1. Januar 2016 übrigens auch die Nutzung der Trauerhalle. Dafür müssen Angehörige künftig 274 Euro (alt: 256 Euro) zahlen.

Als wichtigste Gründe für die Gebührensteigerung nennt Kämmerer Rudi Grümme Veränderungen bei den Bestattungsgewohnheiten, die zu einem erhöhten Pflegeaufwand durch den Baubetriebshof  und damit höheren Kosten geführt haben.

Die vollständigen Friedhofsgebühren für 2016 finden Sie hier

Friedhofsgebühren


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert