Der Termin für die Nachfragebündelung ist verstrichen. Im 3. Quartal will die Muenet GmbH Vertragspartner mit einer mindestens 100 Mbit/s Datenleitung versorgen. (Foto: Kreis Unna - Hans-Peter Reichartz)

Fristende für Anträge: Maximal 125 Nutzer dürfen sich auf schnelles Internet freuen

Der Termin für die Nachfragebündelung ist verstrichen. Im 3. Quartal will die Muenet GmbH Vertragspartner mit einer mindestens 100 Mbit/s Datenleitung versorgen. (Foto: Kreis Unna - Hans-Peter Reichartz)
Der Termin für die Nach­fra­ge­bün­de­lung ist ver­stri­chen. Im 3. Quartal will die Muenet GmbH Ver­trags­partner mit einer min­de­stens 100 Mbit/​s Daten­lei­tung ver­sorgen. (Foto: Kreis Unna – Hans-Peter Reich­artz)

Noch ist die Glas­fa­ser­trasse, die aus Frön­den­berg in Rich­tung Opher­dicke und Hengsen von der Muenet GmbH ver­legt wird, gar nicht auf Holzwickeder Gebiet ange­kommen, wie Pro­jekt­leiter Tobias Ost­en­darp ein­räumt. In wenigen Tagen soll dies jedoch der Fall sein und ab dem dritten Quartal dieses Jahres soll dann auch end­gültig das Zeit­alter des „schnellen Internet“ in Holzwickede anbre­chen – zumin­dest für die maximal 125 Nutzer in den för­der­fä­higen Berei­chen der Gemeinde.

Diese Nutzer befinden sich – bis auf wenige Gewer­be­triebe im Norden – haupt­säch­lich in den süd­li­chen Außen­be­rei­chen, wo sie bisher in den lang­sam­sten Nie­de­rungen des welt­weiten Inter­nets ver­harren müssen. Dass wird nach dem Ausbau mit sta­bilen Band­breiten von min­de­stens 100 Mbit/​s end­gültig der Ver­gan­gen­heit ange­hören.

Im ersten Jahr 9,90 Euro für Internetanschluss

Die im Mün­ster­land ansäs­sige Muenet GmbH, die den mit 2,6 Mio. Euro geför­derten Ausbau Netz­ausbau in Holzwickede über­nommen hat, nachdem sich in einer ersten Aus­schrei­bungs­runde kein Inter­es­sent gefunden hatte, hat inzwi­schen alle Haus­halte mit för­der­fä­higen Adressen ange­schrieben und ihre Ange­bote unter­breitet.

Für einen schnellen Inter­net­an­schluss sind im ersten Jahr 9,90 Euro im Monat fällig, danach kostet der reine Inter­net­an­schluss 45 Euro im Monat bei einer Flat­rate mit 100 Mbit/​s Down- und Upload für 200 Mbit/​s sind zehn Euro mehr fällig. Hinzu kommen, falls nicht vor­handen, die Kosten für den Router (ca. 130 bis 200 Euro).

Wer zusätz­lich einen Tele­fon­an­schluss und/​oder TV-Anschluss wünscht, zahlt ent­spre­chend mehr. Wobei die Muenet mit ihren Preisen auf einem durchaus ähn­li­chen Niveau wie ihre Mit­be­werber in anderen Kom­munen liegt.

Keine gesonderte Informationsveranstaltung

Die Vertreter aus Politik, Verwaltung, Fördermittelgebern und beteiligten Firmenvertreter vcollzogen heute den symbolischen ersten Spatenstich zum Ausbau des Breitbandnetzes ind er Gemeinde Holzwickede. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Die Ver­treter aus Politik, Ver­wal­tung, För­der­mit­tel­ge­bern und betei­ligten Fir­men­ver­treter beim sym­bo­li­schen ersten Spa­ten­stich zum Ausbau des Breit­band­netzes in der Gemeinde Holzwickede. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Eine geson­derte Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung, wie sie von der Muenet in anderen Kom­munen durch­ge­führt wurde, wird es in Holzwickede nicht geben, wie Pro­jekt­leiter Ost­en­darp auf Nach­frage erklärt. Ver­mut­lich ist der poten­zi­elle Kun­den­kreis in der Emscher­ge­meinde dafür dann doch zu klein.

Wie Ost­en­darp bestä­tigt, sind aber inzwi­schen eine ganze Reihe von Ver­trägen aus Holzwickede ein­ge­gangen. Wie viele genau will er nicht sagen. „Erfah­rungs­gemäß errei­chen uns aber auch noch etwas später einige Ver­träge. Alle ein­ge­gan­genen Ver­träge werden jetzt noch von uns geprüft, ob es sich auch tat­säch­lich um Antrag­steller aus den för­der­fä­higen Berei­chen han­delt.“

Die Koor­di­naten für die för­der­fä­higen Adressen in Holzwickede stehen exakt und unver­rückbar fest und können auf der Inter­net­seite der Muenet ein­ge­sehen werden.. Was mit Anträgen von Haus­halten außer­halb dieser Koor­di­naten geschieht? „Wir werden da in Gespräche ein­steigen, ob eine Erwei­te­rung des Gebietes mög­lich ist“, sagt Tobias Ost­en­darp.

Ohne Nachfragebündelung wird’s teuer

Klar ist, dass die erste Frist für eine Nach­fra­ge­bün­de­lung (15. 1.) vorige Woche abge­laufen ist. Bis zu diesem Termin erhob die Muenet nur eine ein­ma­lige Anschluss­ge­bühr von 49 Euro pro Anschluss. Wer jetzt noch einen Glas­fa­ser­an­schluss haben möchte, zahlt ein­malig min­de­stens 3.000 Euro Anschluss­ge­bühr, die man sich mit viel Glück mit mög­li­cher­weise anschluss­wil­ligen Nach­barn teilen kann.

Wie der lokale Wirt­schafts­för­derer Stefan Thiel weiß, könnte etwa das Gebiet Osten­dorf und Müh­len­straße dafür infrage kommen. „Der gesamte Bereich dort zählt nicht zu den för­der­fä­higen Adressen. Aller­dings wird dort in unmit­tel­barer Nähe die Glas­fa­ser­trasse ver­laufen.“ Des­halb könnten sich die Nutzer aus diesem Bereich zusam­mentun und einen Antrag stellen, um mög­li­cher­weise eine nach­träg­liche Nach­fra­ge­bün­de­lung zu errei­chen.

Immerhin: Alle Haus­halte in Holzwickede, die außer­halb des för­der­fä­higen und von der Muenet mit Glas­faser ver­sorgten Bereichs liegen, können nach Angaben des Wirt­schafts­för­de­rers über eine min­de­stens 30 Mbit/​s schnelle Daten­lei­tung ver­fügen.

Breitbandausbau


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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