Friedhelm Klemp: Neues Format zum Volkstrauertag nötig

Nach der Gedenkfeier zum Volkstrauertag (17.11.) in Holzwickede hat sich nun der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Friedhelm Klemp, zu Wort gemeldet und die geringe Beteiligung thematisiert: Neben dem ev. Posaunenchor, dem katholischen Chor, Vertretern des Schützenvereins und der Feuerwehr, der Verwaltung und Politik sei die Beteiligung von Bürgern zu gering wie nie gewesen.

„Das ist sehr schade“, bedauert Klemp. „Schade ist auch, dass das Format der Veranstaltung junge Menschen in unserer Gemeinde offenbar nicht anspricht. Obwohl wir ganz viele junge Menschen in unserer Gemeinde haben, die sich gegen Rassismus, für Courage einsetzen, Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums sich mit NS-Zeit beschäftigen und mit gut vorbereiteten und ergreifender Beteiligung an der Verlegung der Stolperstein, Akzente setzen.“

Es gebe sehr wohl junge Menschen in der Gemeinde, die sich sozial engagieren, eintreten für Nächstenliebe, Frieden und den Klimaschutz. „Die Veranstaltung zum Volkstrauertag ist für mich nicht nur Gedenken an alle Opfer von Krieg und Gewalt oder Menschen, die in den letzten Jahren ihr Leben auf der Flucht verloren haben“, so Klemp weiter. „Gleichzeitig können wir auch den Menschen gedenken, die durch Krieg, politische Regime oder durch Klimaveränderung bedroht sind und wie wir heute auf Frieden, Freiheit,Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Welt reagieren können.“

Von daher wäre es schön, wenn Bürgermeisterin Ulrike Drossel, die immer anwesend war, mit Kirchen, Vereinen, Schulen, Ortsjugendring und natürlich interessierten Bürgern ein neues Format für die Veranstaltung zum Volkstrauertag finden könnte, dass aus der Erinnerung auch ein zeichen für die Gegenwart und Zukunft setzen würde. „Dann könnte eine Veranstaltung zum Volkstrauertag in unserer Gemeinde wieder stärker ins Bewusstsein rücken“, so Friedhelm Klemp.

Friedhelm Klemp, Volkstrauertag


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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