Facebook-Auftritt der Gemeinde offen: Politik hat noch Beratungsbedarf

Noch hat die Politik den Face­book-Auf­tritt der Gemeinde Holzwickede nicht gelikt. Es besteht noch Bera­tungs­be­darf. (Foto: Face­book)

Soll die Gemeinde Holzwickede auch bei Face­book und anderen sozialen Medien ver­treten sein? Diese Frage stand heute auf der Tages­ord­nung im Haupt-, Finanz- und Per­so­nal­aus­schuss.

Bei der Pro­fil­werk­statt „Emscher­quell­ge­meinde Holzwickede“ Ende März wurde durch die Teil­nehmer mehr­heit­lich gewünscht, den Außen­auf­tritt der Gemeinde Holzwickede auch über Face­book zu ver­stärken, wie der lokale Wirt­schafts­för­derer Stefan Thiel erläu­terte. Dar­aufhin hat die Ver­wal­tung eine Stra­tegie zur Ein­füh­rung einer Face­book-Seite erar­beitet.

Das für die Mar­ke­ting­kam­pagne der Gemeinde enga­gierte Büro erar­beitet der­zeit ver­schie­dene Logos. Sobald das Logo beschlossen ist, kann der Aufbau der Face­book-Seite erfolgen.

Ziel ist eine zeit­ge­mäße Außen­dar­stel­lung der Gemeinde. Ähn­lich wie auf der Home­page der Gemeinde sollen dazu Infor­ma­tionen rund um die Gemeinde bereit­ge­stellt und das Angebot einer zeit­ge­mäßen Platt­form für die Betei­li­gung von Bür­gern, Ver­einen, Unter­nehmen genutzt werden.

The­men­schwer­punkte sollen Aktu­elles und Ankün­di­gungen, etwa über städ­te­bau­liche Pro­jekte, Maß­nahmen ISEK, Ver­an­stal­tungen, offi­zi­elle Ter­mine, Stra­ßen­sperren, Fund­sa­chen, Fotos und Videos aus dem Gemein­de­leben sein.

Noch Fragen zum Datenschutz und Arbeitsaufwand

Die Themen des Auf­tritts sollen in wöchent­li­chen Redak­ti­ons­sit­zungen mon­tags für die Wochen­pla­nung bespro­chen werden. Es sollen Redak­ti­ons­re­geln ver­ein­bart werden. Das Redak­ti­ons­team würde zuständig für die The­men­samm­lung sein, aber auf die Zulie­fe­rung von Infor­ma­tionen aus den Fach­be­rei­chen ange­wiesen sein.

Nach Aus­sage von Stefan Thiel ist die Gemeinde Holzwickede die ein­zige Kom­mune im Kreis Unna, die noch nicht bei Face­book prä­sent ist.

Ganz so ein­fach wollte die Politik aller­dings noch kein grünes Licht für den Face­book-Auf­tritt der Gemeinde geben. Zwar befür­wor­teten alle Frak­tionen, bis auf Die Grünen, grund­sätz­lich das Vor­haben. Bedenken wurden vor allem mit Blick auf den Arbeits­auf­wand geäu­ßert. Die Pflege eines sol­chen Face­book-Auf­tritts dürfe nicht unter­schätzt werden, warnte etwa SPD-Frak­ti­ons­spre­cher Michael Klim­ziak. „Das ist sicher nicht von einer Person nebenbei zu erle­digen. Des­halb wollen wir schon etwas genauer wissen.“

Bedenken wurden aber auch hin­sicht­lich des Daten­schutzes geäu­ßert. „Denn an allem, was wir bei Face­book hoch­laden, treten wir die Rechte ab“, warnt Dr. Björn Ambro­sius (SPD). Da auch die anderen Frak­tionen noch wei­teren Klä­rungs­be­darf haben, soll das Thema im näch­sten Haupt­aus­schuss im Sep­tember noch einmal neu beraten werden.

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