Auf dem Landweg wird im September ein einseitiger Schutzstreifen für Fahrradfahrer angelegt. Die Einführung von Tenmpo 30 ist dagegen nicht zulässig. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Einseitiger Schutzstreifen für Fahrradfahrer im Landweg kommt frühestens nächstes Frühjahr

Auf dem Landweg wird im September ein einseitiger Schutzstreifen für Fahrradfahrer angelegt. Die Einführung von Tenmpo 30 ist dagegen nicht zulässig. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: Der einseitige Schutzstreifen für Fahrradfahrer auf dem Landweg wird frühestens im März 2023 angelegt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Der umstrittene Schutzstreifen für Fahrradfahrer auf dem Landweg zwischen der Massener- und Lichtendorfer Straße wird frühestens im März nächsten Jahres angelegt. Das bestätigte Kreis-Sprecher Max Rolke gegenüber dem Emscherblog.

Eigentlich hätte der Schutzstreifen schon vor zwei Monaten aufgetragen werden sollen. So hatte es Uwe Nettlenbusch, Leiter der Technischen Dienste der Gemeinde, mitgeteilt. Gegner der Maßnahme, durch die das Parken auf dem Landweg nur noch auf einer Straßenseite möglich sein wird, sollten sich allerdings nicht zu früh freuen: Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wie der Kreis-Sprecher betont.

Nur aufgeschoben, nicht aufgehoben

„Wir hätten den Schutzstreifen gerne noch in diesem Jahr angelegt“, so Max Rolke. „Die ausführende Baufirma hat uns jedoch mitgeteilt, dass es dafür momentan keine Kapazitäten gibt. Deshalb kann die Maßnahme nun erst voraussichtlich im März 2023 umgesetzt werden – vorausgesetzt, dass die Kapazitäten dafür vorhanden sind.“

Sinn macht die Vertagung der Maßnahme auch noch aus einem anderen Grund: Im nächsten Jahr plant der Kreis Unna auch die Sanierung des Landweges, der eine Kreisstraße ist, für rund 440.000 Euro.   

Landweg, Schutzstreifen


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Comments (8)

  • Wir wissen jetzt, dass der Plan war, erst die Markierungen aufzubringen und dann die Straße zu sanieren und dann die Makierung nochmals anzubringen. Gemeuchelt wurde der Plan zum Glück von einer Baufirma – Kapazitätsmangel. Welch ein Irrsinn !

    • Ja, der ist wirklich gut. Überall heißt es sparen und Verschwendung von Steuergeldern und da kommt der Kreis-Sprecher und outet sich. Wie oft genug festgestellt (s. Baumaßnahmen Wilhelmstrasse) weigern sich wohl Verwaltungen, ihre Baupläne zu überdenken bzw abzustimmen. Und solange niemand für solche Planung in Regress genommen werden kann, wird sich auch nichts ändern.

  • Ich würde mich freuen wenn sich im nächsten Frühjahr die Maßnahme auch verzögern würde. Ich kann die Gegner verstehen, ich frage mich nämlich wo die Autos dann alle parken sollen. Aber es interessiert ja niemanden. Und wenn man schon den Spruch dann liest“ es gibt genug Kapazitäten“ die Autos auf den eigenem Gelände zu parken. Ich frage mich wo sollen die Autos alle hin? Aber alles für die Radfahrer.

    • Die Sicherheit von schwächeren Verkehrsteilnehmern sollte weit über die Bequemlichkeit von Autofahrern gehen, die den öffentlichen Raum aus Gewohnheit für sich beanspruchen und große Teile des Tages kostenfrei ihren Privatbesitz dort lagern. Was Einzelne hier zum eigenen Vorteil nutzen, geht auf Kosten von allen, die gerne Radfahren würden, es aber aufgrund von Gefährdung im Straßenverkehr nicht tun. Darunter leidet die Gesundheit, die Umwelt und die nachfolgende Generation, die sich unseren Egoismus nicht mehr gönnen können wird. Das sind nicht „Ihre“ Parkplätze.

  • Hat jemand einen Link zum Konzept für mich, in dem die Verbindung des Landwegs vorkommt? Mir erschließt sich nicht genau der Sinn der Maßnahme. Von wo und wohin soll der Radverkehr geführt werden?

    Von West nach Ost und dann an der Massener weiter? Soll da auch noch ein Radweg in, der bis zur Einmündung Holzwickeder Straße fehlt und im weiteren Verlauf nicht den akuellen Mindestmaßen entspricht?

    Nebenbei sei angemerkt, dass sogenannte „Schutzstreifen“ ihren Namen nicht wert sind. Es sind nur Alibi-Pinselstriche, damit man hinterher behaupten kann, etwas für die Radfahrer-Meute getan zu haben.

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