Das neue Preissystem am Wertstoffhof soll moderner, fairer und transparenter werden. (Foto: privat)

Änderungen beim Sperrmüll und Abrechnungssystem am Wertstoffhof

Das neue Preissystem am Wertstoffhof soll moderner, fairer und transparenter werden. (Foto: privat)
Das neue Preissystem wird am Wertstoffhof in Holzwickede wird ab 1. August eingeführt. (Foto: privat)

Mit der Genehmigung der neuen Preise für Sperrmüll haben sich die Fraktionen im Rat der Gemeinde schwer getan. Was eigentlich schon mit Beginn des neuen Jahres gelten sollte, ist nun endlich bald da: Ab August gelten am Wertstoffhof die neuen Regelungen, die der Rat der Gemeinde in seiner Sitzung am 1. Juli beschlossen hat.

Insbesondere werden es die Holzwickeder Bürgerinnen und Bürger beim Sperrmüll merken. Bisher durften nur maximal 0,5 Kubikmeter pro Kunde und Tag abgeben werden. Nunmehr dürfen pro Tag insgesamt drei Kubikmeter abgegeben werden, was ungefähr einer Sitzgarnitur oder auch einem Kinderzimmer entspricht. Dass diese erhebliche Erweiterung der Abgabemöglichkeit noch einhergeht mit einer Senkung der Gebühr auf weniger als ein Drittel (von bislang 36 Euro auf 11 Euro pro Kubikmeter), dürfte viele Kunden besonders freuen. Parallel dazu und ebenfalls zum August hat die Gemeinde die Gebühr für die Abholung von Sperrmüll vor der Haustür auf 14 Euro pro Kubikmeter Sperrmüll gesenkt.

Sperrmüll wird preiswerter

Schwer getan hat sich der Rat mit diesen neuen Sperrmüllpreisen vor allem deshalb, weil die vermeintliche Kostensenkung beim Sperrmüll über die Müllgebühren für die anderen Abfallfraktionen quersubventioniert wird. Die Verwaltung wird deshalb auch genau beobachten, wie sich die abgegebenen Müllmengen in der neuen Preisstruktur entwickeln. Eine Korrektur behält sich die Politik ausdrücklich vor.

Ebenfalls neu: Gipshaltige Baustoffe (z.B. Ytong-Steine, Rigips) können bis zu einer Menge von max. einem Kubikmeter nun auch vor Ort in Holzwickede abgegeben werden. Bisher war für deren Entsorgung immer der Weg zur Inertstoffdeponie Kamen-Heeren-Werve erforderlich. Dieser Transportweg fällt nun erfreulicherweise weg.

Abrechnung nach neuem Volumenmaßstab

Mit solchen Bannern in formiert die GWA über den neuen Volumenmaßstab am Wertstoffhof. (Foto: GWA Kreis Unna)

Neu ist auch, dass am Wertstoffhof nun nach Volumen abgerechnet wird. Die alten Abrechnungseinheiten (Kofferraum, Kombi, Anhänger u.a.) waren aufgrund der Vielzahl verschieden großer Pkw und Anhänger heutzutage nicht mehr praxisnah. Das führte zu Beschwerden von Bürgern, insbesondere mit kleineren Fahrzeugen. Mit dem neuen Volumenmaßstab wird nun unabhängig von der Fahrzeuggröße eine faire und transparente Abrechnung sichergestellt. Es zählt allein das Volumen. Abgerechnet wird bis zu einem Kubikmeter in 100-Liter-Schritten, darüberhinausgehende Abgabemengen in Halb-Kubikmeter-Schritten.

Die Umstellung auf den neuen Volumenmaßstab wird einige Tage benötigen. Damit alles möglichst reibungslos verläuft, bereiten sich die GWA-Mitarbeiter bereits jetzt engagiert darauf vor.

Preisliste auch verständlicher

Doch die Preisliste des Wertstoffhofs verändert sich nicht nur inhaltlich, auch die Gestaltung ist neu. „Barrierearm“, einfach und maximal verständlich soll sie sein. Hierfür sollen insbesondere Grafiken sorgen, die es auch Kunden mit Einschränkungen leichter macht, sich zu informieren und den Service des Wertstoffhofs in Anspruch zu nehmen.

Ebenfalls zum August ersetzt die „Vorteilskarte“ für Grünschnitt die bisherige 10er-Karte. GWA und Gemeindeverwaltung freuen sich über die neuen Serviceangebote und hoffen, dass diese von den Holzwickeder Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen werden.

Weitere Informationen zum Thema sind erhältlich unter Fon 0800 400 1 400 oder www.gwa-online.de.

GWA, Wertstoffhof

Comments (2)

  • Auch wenn eine Abrechnung nach Volumen auf den ersten Blick richtig und gerechtfertigt erscheint, ist das für Grünschnitt definitiv nicht so. Wer nämlich einen Garten bewirtschaftet und z.B. statt eines Stabmattenzauns als Umfriedung seines Grundstücks eine ökologisch sinnvolle Hecke gepflanzt hat, muss mindestens 2x im Jahr die Hecke schneiden und es entsteht reichlich Heckenschnitt, der dann entsprechend teuer zu entsorgen ist. Ähnliches gilt für Gärten insgesamt, die allemal ökologisch sinnvoller sind als mit Steinen zugekippte oder gepflasterte Flächen.
    Hier muss die Kommune dringend nacharbeiten. Vielleicht eine Aufgabe für den neuen Klimamanager?

  • Es wäre gut wenn die Öffnungszeiten besser wären so das Mann jeden Tag den GWA Wertstoffhof an fahren kann. Und nicht nach Ostbūren fahren muss.

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