VHS-Vortrag: „Neues von den alten Römern“

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Modell einer Befe­sti­gung um ein Römer­la­ger in West­fa­len. (Foto: pri­vat)

Zu einem inter­es­san­ten Licht­bil­der­vor­trag über die alten Römer lädt die Volks­hoch­schu­le am Mitt­woch, 1. Juni, 15.30 Uhr in die Senio­ren-Begeg­nungs­stät­te, Ber­li­ner Allee 16a, ein.

Weit zurück in die Geschich­te geht es an die­sem Nach­mit­tag. Kreis­hei­mat­pfle­ger Dr. Peter Kracht wird „Neu­es von den alten Römern“ berich­ten – und da gibt es tat­säch­lich eini­ges anzu­mer­ken…

Das The­ma ist von beson­de­rer Aktua­li­tät: So prä­sen­tiert das LWL-Römer­mu­se­um Muse­um in Hal­tern im näch­sten Jahr eine gro­ße Son­der­aus­stel­lung über den Tri­umph des römi­schen Feld­herrn Ger­ma­ni­cus, der in den Jah­ren 14–16 n. Chr. mit acht Legio­nen ver­such­te, die römi­sche Nie­der­la­ge in der Schlacht im Teu­to­bur­ger Wald (auch als Varus­schacht bekannt) ver­ges­sen zu machen.

Der Refe­rent, selbst seit mehr als drei Jahr­zehn­ten mit jener Schlacht befasst, berich­tet von den über 700 Theo­ri­en, die bis­her über­wie­gend von begei­ster­ten Hei­mat­for­schern zum mög­li­chen Ort des Schlacht­fel­des for­mu­liert wur­den. Dr. Peter Kracht wird dabei ins­be­son­de­re von den jüng­sten Ent­deckun­gen römi­scher Lager in Olfen und in Hede­mün­den (Nie­der­sa­chen) berich­ten und von einem wei­te­ren römisch-ger­ma­ni­schen Schlacht­feld, das am Harz­horn im Kreis Nort­heim (eben­falls in Nie­der­sa­chen) ans Tages­licht kam. Die Her­zen vie­ler Varus­schlacht-For­scher schlu­gen höher, aber rasch stell­te sich her­aus, dass jene Schlacht (zwi­schen Ger­ma­nen und Römern) am Harz­horn nicht die lang gesuch­te Varus­schlacht gewe­sen sein konn­te, son­dern viel­mehr um das Jahr 235 n. Chr. statt­ge­fun­den hat.

Inter­es­san­te Details doku­men­tie­ren die römi­sche Infra­struk­tur vor 2000 Jah­ren und den Luxus, den sich die höhe­ren Offi­zie­re selbst im „wil­den“ West­fa­len lei­ste­ten: So fan­den sich etwa im Römer­la­ger Obera­den Wein­fäs­ser, die aus der Gegend von Lyon stam­men – und sogar Pfef­fer­kör­ner, die im Zeit­raum von 11–8 v. Chr. ihren nahe­zu unglaub­li­chen Weg von Indi­en bis zur Lip­pe genom­men hat­ten…

Inter­es­sier­te sind herz­lich zu die­sem kosten­frei­en Vor­trag ein­ge­la­den.

  • Ter­min: Mitt­woch, 1. Juni, 15.30 Uhr, Senio­ren-Begeg­nungs­stät­te, Ber­li­ner Allee 16a

 

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