Neue IHK-Studie: Weiterbildung zahlt sich aus

Die Höhere Berufsbildung bietet hervorragende Chancen für die Fachkräfte von morgen. Das zeigt die neue vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgelegte „Erfolgsstudie Weiterbildung 2018“, die auf Antworten von bundesweit rund 17 600 Absolventen beruht – davon etwa 600 aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna.

„Wer als beruflich qualifizierte Fachkraft motiviert ist und in die eigene Weiterbildung investiert, steigt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Karriereleiter weiter nach oben“, sagt Michael Ifland, Geschäftsführer Berufliche Bildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, die Ergebnisse der Umfrage zusammen. Aus Sicht der Absolventen steht bei einer Weiterbildung der Wunsch, eine bessere Position im Job zu erreichen und mehr Geld zu verdienen (66 beziehungsweise 46 Prozent der Nennungen), ganz oben. Für fast zwei Drittel der Befragten zahlt sich ihr Engagement aus – sie sind entweder nach der Weiterbildung aufgestiegen, haben einen größeren Verantwortungsbereich oder konnten sich finanziell verbessern.

Beruflichen und auch persönliche Fortschritte

Doch auch persönlich brachte ein Abschluss der Höheren Berufsbildung die Fachkräfte weiter: 85 Prozent der Absolventen gaben an, dass sich durch die Weiterbildung ihr Blickwinkel erweitert hat, sie Zusammenhänge besser verstehen und nun souveräner auftreten. Wie positiv die Umfrageteilnehmer die Angebote der Höheren Berufsbildung bewerten, zeigt sich auch daran, dass sich 85 Prozent von ihnen wieder für dieselbe Weiterbildung entscheiden würden; 58 Prozent wollen sich auch in Zukunft weiterbilden. Angesichts der Erhebungsergebnisse hält Michael Ifland es für „gut und richtig, dass die Bundesregierung die Höhere Berufsbildung stärken will – beispielsweise durch die im Koalitionsvertrag angekündigten Verbesserungen beim Aufstiegs-BAföG.“ Zugleich kämen gerade in der Berufsorientierung die Perspektiven der Beruflichen Bildung noch zu kurz – und zwar nicht nur an Gymnasien, sondern auch an anderen weiterführenden Schulen. Auch passende Abschlussbezeichnungen – wie zum Beispiel „Bachelor Professional“ – könnten diese Gleichwertigkeit nach seiner Einschätzung besser zum Ausdruck bringen. „Denn Meister und Fachwirte stehen für Exzellenz und Praxisnähe“, so Michael Ifland.

„Jetzt geht es darum, die Ausbildungsberufe und Fortbildungsabschlüsse noch besser auf die Digitalisierung der Arbeitswelt einzustellen“, fügte er hinzu. „Beim Kaufmann für E-Commerce ist uns dies in der Ausbildung bereits gut gelungen. Der geplante Fachwirt für E-Commerce wird dies in der Höheren Berufsbildung fortführen.“

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Dipl.-Journalist

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