Museumspädagogik ist beliebt: Nicht nur gucken

So sieht es aus, wenn Kinder im Rahmen der Museumspädagogik eine Ausstellung besuchen – selbst malen statt nur gucken. (Foto: Alexandra Dolezych)

So sieht es aus, wenn Kin­der im Rah­men der Muse­ums­päd­ago­gik eine Aus­stel­lung besu­chen – selbst malen statt nur gucken. (Foto: Alex­an­dra Dole­zych)

Dass Muse­en nicht auf Platz eins der belieb­te­sten Aus­flugs­zie­le für Kin­der ste­hen, ist kein Geheim­nis. Wie es aber den­noch gelin­gen kann, Kin­der für Kunst zu begei­stern, zeigt die Stabs­stel­le Kul­tur des Krei­ses Unna mit ihren muse­ums­päd­ago­gi­schen Ange­bo­ten.

Rund 1.900 Schü­le­rin­nen und Schü­ler besuch­ten in den Jah­ren 2016 und 2017 die fünf Aus­stel­lun­gen auf Haus Opher­dicke. Gro­ßer Beliebt­heit erfreu­ten sich auch die Aus­stel­lun­gen im Schloss Cap­pen­berg. Von 2012 bis zum Start den Reno­vie­rungs­ar­bei­ten 2015 besuch­ten rund 2.600 Schü­le­rin­nen und Schü­ler vier der dort gezeig­ten Aus­stel­lun­gen.

Malen und drucken

Den Schü­lern gefällt das Ange­bot des Krei­ses. Das liegt auch dar­an, dass sie bei den Ange­bo­ten immer selbst aktiv wer­den dür­fen. Wäh­rend es in den mei­sten Muse­en heißt: „Nur gucken – nicht anfas­sen“, gibt es bei der Muse­ums­päd­ago­gik des Krei­ses Unna auch selbst etwas zu tun.

Je nach Aus­stel­lung und auf das Alter der Schü­ler ange­passt gibt ein Begleit­pro­gramm zum Besuch der Aus­stel­lung“, sagt Ste­fa­nie Kett­ler, Che­fin der Stabs­stel­le Kul­tur. „Für die aktu­el­le Aus­stel­lung von ‚Otmar Alt – Fabel­haf­te Zau­ber­wel­ten‘ bie­ten wir zum Bei­spiel einen Druck­work­shop für die Kin­der an. Und bei der vori­gen Dress­ler-Aus­stel­lung konn­ten Kin­der selbst ver­su­chen eine Land­schaft zu malen.“

Zupfen und trompeten

Beliebt sind auch die Kin­der­kon­zer­te der Neu­en Phil­har­mo­nie West­fa­len und die Musik­werk­statt im Klas­sen­zim­mer. Bei­des zählt zu den musik­päd­ago­gi­schen Ange­bo­ten des Krei­ses Unna. So sol­len Schü­ler über die Kin­der­kon­zer­te für Musik begei­stert wer­den. Um Neu­gier­de zu wecken und zum Mit­ma­chen zu ani­mie­ren, kom­men aber auch Musi­ker ins Klas­sen­zim­mer.

Die Musi­ker brin­gen dann ihre gro­ßen Instru­men­ten­kof­fer mit in die Klas­sen“, sagt Kett­ler. „Gei­ger, Obo­isten und Gitar­ri­sten erzäh­len von ihrer Arbeit. Die Schü­ler dür­fen Fra­gen stel­len und selbst­ver­ständ­lich auch die Instru­men­te selbst aus­pro­bie­ren. Sie kön­nen dann am Kon­tra­bass zup­fen und in die Tuba pusten.“

Anmel­dun­gen von Schul­klas­sen zum muse­ums­päd­ago­gi­schen Begleit­pro­gramm nimmt Alex­an­dra Dole­zych unter Tel.: 0251  66 47 58 ent­ge­gen. Anmel­dun­gen zu den Kin­der­kon­zer­ten lau­fen über Arne Rei­mann, Tel.: 02303 / 27 11 41 oder arne.reimann@kreis-unna.de. Die Musik­werk­statt kann über Roland Ves­per (Tel.: 02361 / 48 86–0 oder vesper@neue-philharmonie-westfalen.de) gebucht wer­den. PK|PKU

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