Klemmbrettbetrüger: Polizei warnt vor falschen Spendensammlern

Bundespolizei

Die Bun­des­po­li­zei warnt vor fal­schen Spen­den­samm­le­rin­nen. (Foto: Bun­des­po­li­zei)

In der Gemein­de Holzwicke­de sind auf dem REWE-Park­platz jetzt offen­bar auch zwei soge­nann­te Klemm­brett-Betrü­ge­rin­nen auf­ge­taucht, die vor­nehm­li­che älte­re Pas­san­tin­nen anspre­chen. Als die bei­den Frau­en von einer auf­merk­sa­men Zeu­gin ange­spro­chen wur­den, ergrif­fen sie die Flucht.

Die Bun­des­po­li­zei warnt bereits seit Tagen vor der rela­tiv neu­en Betrugs­ma­sche mit dem Klemm­brett. Erst am 18. Febru­ar konn­ten Ein­satz­kräf­te der Bun­des­po­li­zei zwei Spen­den­be­trü­ge­rin­nen (19 und 36 Jah­re) fest­neh­men, nach­dem sie in einer S-Bahn in Essen ihren kri­mi­nel­len Machen­schaf­ten nach­ge­gan­gen waren. Bereits einen Tag zuvor wur­de sechs Spen­den­be­trü­ger im Dort­mun­der Haupt­bahn­hof fest­ge­nom­men wor­den. Offen­bar haben die Betrü­ger nun ihre Akti­vi­tä­ten aus den Bahn­hofs­be­rei­chen auch die die Städ­te und Gemein­den ver­legt.

Polizei ermittelt gegen zwei Klemmbrettbetrügerinnen

Am 18. Febru­ar wur­de die Bun­des­po­li­zei gegen 12.45 Uhr durch Bahn­mit­ar­bei­ter über die dubio­sen Machen­schaf­ten zwei­er „Klemm­brett­be­trü­ger“ in einer S-Bahn zwi­schen Bochum und Essen auf­merk­sam gemacht. Im Esse­ner Haupt­bahn­hof konn­ten Ein­satz­kräf­te dann auch zwei Rumä­nin­nen als Tat­ver­däch­ti­ge vor­läu­fig fest­neh­men. Das Duo hat­te in der S-Bahn Rei­sen­den, per Zei­chen­spra­che, auf ihre Klemm­bret­ter auf­merk­sam gemacht. Auf die­sen war eine Namens­li­ste des Lan­des­ver­ban­des für behin­der­te- und taub­stum­me Kin­der ange­bracht.

Zusam­men mit der Liste (s. Foto) unten, auf der sich Rei­sen­de ein­tra­gen soll­ten, wur­de die­se zu Bar­geld­spen­de gedrängt. Ob Rei­sen­de Geld spen­de­ten, konn­te bis zum jet­zi­gen Zeit­punkt nicht ermit­telt wer­den. Im Besitz eines Fahr­aus­wei­ses befan­den sich die bei­den Frau­en, die sich völ­lig unko­ope­ra­tiv ver­hiel­ten, nicht.

Die Bun­des­po­li­zei lei­te­te Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Beför­de­rungs­er­schlei­chung- und Betrugs ein. Die Poli­zei for­dert Bür­ger, die Opfer die­ser  Rei­sen­de, die Opfer die­ser Betrugs­ma­sche gewor­den sind, auf, sich bei der Bun­des­po­li­zei unter der kosten­frei­en Ser­vice­num­mer T. 0800 6 888 000 mel­den.

In die­sem Zusam­men­hang warnt die Bun­des­po­li­zei vor der Masche der Spen­den­be­trü­ger und ver­meint­li­chen Spen­den­samm­ler:

  •     Tra­gen Sie nie­mals ihren Namen, Adres­se oder Kon­to­da­ten auf  Listen ein.
  •      Las­sen Sie sich nicht durch die auf­dring­li­che Art- und Wei­se der  Betrü­ger unter Druck set­zen.
  •      Seriö­se Spen­den­samm­ler kön­nen ihnen eine Geneh­mi­gung und einen Spen­den­aus­weis vor­zei­gen.
  •       Infor­mie­ren sie die Bun­des­po­li­zei (0800 6 888 000) wenn Sie den Ver­dacht von Spen­den­be­trü­gern in       Zügen und Bahn­hö­fen haben.

Nütz­li­che Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch unter www.bundespolizei.de und www.polizei-beratung.de

Mit solchen Spendenlisten versuchen die Betrüger Daten und Geld zu erschwindeln. (Foto: Bundespolizei)

Mit sol­chen Spen­den­li­sten ver­su­chen die Betrü­ger Daten und Geld zu erschwin­deln. (Foto: Bun­des­po­li­zei)

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Dipl.-Journalist

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