Joboxers kommen ihrer neuen Spielanlage immer näher

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Auf ähn­li­chen guten Besuch hoffen die Jobo­xers auch auf ihrer neuen Spiel­an­lage: letztes Heim­spiel auf der alten Anlage. (Foto: privat)

In der Sit­zung des Pla­nungs- und Bau­aus­schusses sind die Holzwickeder Jobo­xers heute (21.4.) ihrer neuen Ver­eins­an­lage ein wei­teres Stück näher gekommen. Mit großer Mehr­heit – bei vier Ent­hal­tungen der CDU – sprach sich der Aus­schuss dafür aus, die Ver­wal­tung zu beauf­tragen, die nötigen Haus­halts­mittel für die Spiel­an­lage im Haus­halts­plan­ent­wurf 2016 bereit­zu­stellen und in den anschlie­ßenden Klau­sur­be­ra­tungen für das kom­mende Haus­halts­jahr beraten zu lassen.

Bei den anwe­senden Mit­glie­dern der Jobo­xers löste der Beschluss Erleich­te­rung aus. Nach der Sit­zung erin­nerte Jobo­xers-Vor­sit­zender Peter Steckel aber auch daran, dass der Holzwickeder Verein mit dieser Beschluss­lage auch ein erheb­li­ches Rest­ri­siko ein­gehen wird. Denn die Jobo­xers müssen ihre Eigen­lei­stung im Gegen­wert von 93.296 Euro noch in diesem Jahr erbringen und sich darauf ver­lassen, dass die Gemeinde – wie ange­kün­digt – näch­stes Jahr nach­zieht und die Haus­halts­mittel für die übrigen Arbeiten auch tat­säch­lich bereit­stellt.

Gemeinde sichert sich mit Vereinbarung ab

Die Gemeinde Holzwickede wird sich dagegen gegen alle Even­tua­li­täten mit einer umfang­rei­chen schrift­li­chen Ver­ein­ba­rung absi­chern, bevor der Verein los­legen darf. Diese Ver­ein­ba­rung muss nun in den näch­sten Wochen noch zwi­schen der Ver­wal­tung und dem Ver­eins­vor­stand ver­ein­bart werden. Wie Fach­be­reichs­leiter Jens-Uwe Schmiedgen heute deut­lich machte, soll darin nicht nur die genaue Eigen­lei­stung beschrieben werden, die der Verein zu erbringen hat. Auch der Zeit­punkt der Frei­gabe der Eigen­ar­beiten, Ver­si­che­rungs- und Haf­tungs­fragen, das Ver­fahren bei einem mög­li­chen Bau­stopp, die Bau­auf­sicht durch die Gemeinde und vieles mehr soll mit der Ver­ein­ba­rung gere­gelt werden. Ohnehin können die Eigen­ar­beiten auch erst beginnen, wenn eine Eini­gung und wei­tere Ver­ein­ba­rungen mit dem betei­ligten Ten­nis­verein sowie die erfor­der­li­chen Geneh­mi­gungen für die Erd­auf­schüt­tungen vor­liegen.

Die Jobo­xers werden die ver­ein­barten Eigen­lei­stungen in voller Höhe erbringen. Wenn die Gemeinde dabei die Bau­auf­sicht führen will, freuen wir uns dar­über sehr.“

Peter Steckel, Vor­sit­zender der Jobo­xers

Bereits in der Sit­zung hat der Jobo­xers-Vor­sit­zende Peter Steckel noch einmal bestä­tigt, was er der Gemeinde zuvor auch schon schrift­lich gegeben hatte: „Die Jobo­xers werden die ver­ein­barten Eigen­lei­stungen in voller Höhe erbringen. Wenn die Gemeinde dabei die Bau­auf­sicht führen will, freuen wir uns dar­über sehr.“ Und auch die Ver­si­che­rungs­frage sei geklärt und „kein Pro­blem“. Dar­über hinaus bemühe sich der Verein auch selbst noch um Dritt­mittel.

Den von der Gemeinde zu über­neh­menden Kosten­an­teil bezif­ferte Jens-Uwe Schmiedgen in der Sit­zung über­rascht über­ra­schend mit 10.000 Euro weniger als noch in der Vor­lage genannt: ins­ge­samt rund 161.500 Euro. In der Vor­lage hatte die Ver­wal­tung noch von Mehr­ko­sten gegen­über der ersten Kosten­schät­zung in Höhe von 15.000 Euro gespro­chen. „Wir haben noch einmal mit dem Dort­munder Strom- und Was­ser­ver­sorger nach­ver­han­delt und eine Kosten­sen­kung errei­chen können“, begrün­dete Jens-Uwe Schmiedgen die Abwei­chung.

Joboxers gehen ziemliches Restrisiko ein

Für die CDU hatte Roland Schütt­forth in der Sit­zung erklärt, dass auch seine Frak­tion nicht grund­sätz­lich gegen den Neubau der Base­ball­an­lage sei. „Für uns pas­siert das aber mit den fal­schen Schritten.“ Denn die Gemeinde könne nicht in diesem Jahr über die Ver­gabe von Haus­halts­mit­teln im näch­sten Jahr ent­scheiden. „Darum dürften die Jobo­xers erst anfangen zu bauen, wenn im näch­sten Jahr klar ist, dass wir die Gesamt­fi­nan­zie­rung auch bezahlen können. Sollten wir näch­stes Jahr kein grünes Licht geben könne, stehen wir in der Pflicht“, fürchtet Schütt­forth. “

Alle anderen Frak­tionen sahen das jedoch anders und sich bereits jetzt in der Pflicht. „Dafür treffen wir ja jetzt noch eine Ver­ein­ba­rung mit dem Verein“, so die ein­hel­lige Mei­nung der übrigen Frak­tionen. „Und so viel Ver­trauen sollten wir unserem Käm­merer schenken, dass die ver­ein­barten Mittel in Höhe von 161.500 Euro auch tat­säch­lich näch­stes Jahr da sind“, ergänzte SPD-Spre­cher Michael Klim­ziak.

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