Jahresbilanz 2015 im Kreis Unna: 184 Menschen eingebürgert

(PK) 184 Frauen und Männer aus 31 Län­dern haben im ver­gan­genen Jahr im Kreis (ohne Lünen und Unna) ihre Ein­bür­ge­rungs­ur­kunden erhalten. Damit ist die Zahl gegen­über 2014 (239 Ein­bür­ge­rungen) gesunken. Das zeigt ein Blick in die Sta­ti­stik der Aus­län­der­be­hörde des Kreises.

Wie schon in der Ver­gan­gen­heit stammt der weitaus größte Teil der Men­schen, die nach der Ein­bür­ge­rungs­feier im Kreis­haus nun die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit haben, aus der Türkei. Diese Zahl ist aller­dings seit einigen Jahren rück­läufig. „Ein kon­kreter Grund dafür lässt sich schwer fest­ma­chen“, erklärt Gabriele Hilker aus der Ein­bür­ge­rungs­be­hörde. „Die 2014 geführte Dis­kus­sion um die dop­pelte Staats­an­ge­hö­rig­keit spielt aber sicher­lich immer noch eine Rolle.“

Viele Bürger aus Nicht-EU-Staaten seien fälsch­li­cher­weise davon aus­ge­gangen, dass sie künftig bei einer Ein­bür­ge­rung ihre Hei­mat­staats­an­ge­hö­rig­keit behalten könnten. „Eine solche Rege­lung gilt für EU-Bürger und für Bürger aus der Schweiz“, unter­streicht Gabriele Hilker. Außerdem gebe es einige andere Staaten, nach deren Recht kein Aus­scheiden aus der „alten“ Staats­an­ge­hö­rig­keit mög­lich ist: „Das sind zum Bei­spiel Afgha­ni­stan, Alge­rien, Eri­trea oder Iran“, erläu­tert Hilker.

Zwölf Einbürgerungen in Holzwickede

Trotz aller Zurück­hal­tung im Ver­gleich zu den Vor­jahren wech­selte der mit 78 Per­sonen weitaus größte Teil der neuen deut­schen Staats­bürger von der tür­ki­schen in die deut­sche Staats­bür­ger­schaft. Mit großem Abstand folgten Men­schen aus Polen (22), Afgha­ni­stan (8), Grie­chen­land (8), dem Kosovo (7), Marokko (7), Sri-Lanka (7) und Kroa­tien (6). Die wei­teren Neu­bürger stammen unter anderem ursprüng­lich aus Kasach­stan, der Ukraine, Russ­land, Syrien und Por­tugal.

Die ins­ge­samt 184 Neu­bürger aus dem Kreis wählten Berg­kamen (41), Kamen (37), Schwerte (31), Werne (27), Bönen (18), Holzwickede (12), Frön­den­berg (10) und Selm (8) zu ihrem neuen Lebens­mit­tel­punkt.

Die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit bleibt für viele wei­tere Men­schen erklärtes Ziel: Im ver­gan­genen Jahr gingen 245 neue Ein­bür­ge­rungs­an­träge beim Kreis ein. Damit ist die Zahl gegen­über 2014 (234) leicht gestiegen.

Wei­tere Infor­ma­tionen zu Ein­bür­ge­rungen auf der Inter­net­seite des Kreises unter www.kreis-unna.de (Such­be­griff: Ein­bür­ge­rungen) und auf der Inter­net­seite des Bun­des­in­nen­mi­ni­ste­riums unter www.bmi.bund.de (Such­be­griff: Ein­bür­ge­rungen).

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