Integrationsminister wird deutlich: „Wenn Go In klappt, gibt es kein Veto“

Inte­gra­ti­ons­mi­ni­ster Dr. Joa­chim Stamp (M.) Land­rat Makiol­la und Kamens 1. Bei­ge­ord­ne­te Kap­pen stan­den vor dem Fach­tag Rede und Ant­wort. (Foto: Con­stan­ze Rau­ert)

Wenn Go In hier klappt, wird es von der Lan­des­re­gie­rung kein Veto geben.“ Kla­re Wor­te fand Dr. Joa­chim Stamp am Ran­de des Fach­tags „Flucht– Inte­gra­ti­on – Ehren­amt“ für das im Kreis prak­ti­zier­te Ver­fah­ren zur schnel­len schu­li­schen Inte­gra­ti­on zuge­wan­der­ter jun­ger Men­schen. Und sein Wort hat Gewicht.

Stamp ist nicht nur stell­ver­tre­ten­der Mini­ster­prä­si­dent des Lan­des, son­dern auch Mini­ster für Kin­der, Fami­lie, Flücht­lin­ge und Inte­gra­ti­on. Er weiß um die vom Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­trum Kreis Unna (KI) gelei­ste­te Arbeit und sieht sich nicht in einer „Bremser“-Rolle. Denn: „Das Land stat­tet die Inte­gra­ti­ons­zen­tren seit Jah­ren finan­zi­ell und per­so­nell mit aus, för­dert die Arbeit also aktiv mit.“

Um noch mehr Kon­ti­nui­tät zu errei­chen, setzt Stamp auf eine Kurs­kor­rek­tur: weg von der Pro­jekt­för­de­rung, hin zur insti­tu­tio­nel­len Arbeit. Land­rat Micha­el Makiol­la hört dies mehr als ger­ne. „Pro­jekt­för­de­rung bedeu­tet Unsi­cher­heit, feh­len­de Plan­bar­keit und immer wie­der neu­en büro­kra­ti­schen Auf­wand.“#

Dank gilt auch ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern

Einig waren sich Mini­ster und Land­rat auch, dass Inte­gra­ti­on nicht allein durch haupt­amt­li­ches Know-how in Ver­wal­tun­gen gelingt. „Wir brau­chen die Ehren­amt­li­chen, denn sie zei­gen im direk­ten Mit­ein­an­der, wie unser All­tag funk­tio­niert, wel­che Regeln hier gel­ten, wel­che Wer­te wir haben und leben dies auch prak­tisch vor.“ Des­halb nutz­ten Mini­ster Stamp und Land­rat Makiol­la den Fach­tag in der Kamener Stadt­hal­le auch, um noch ein­mal „Dan­ke­schön für die groß­ar­ti­ge Hilfs­be­reit­schaft in den letz­ten Mona­ten“ zu sagen.

Und der Dank gilt vie­len: Waren es zu Spit­zen­zei­ten rund 3.000 ehren­amt­li­che Flücht­lings­hel­fer, so sind es der­zeit nach Anga­ben von Anne Nik­bin vom KI rund 1500. „Das ist eine beein­drucken­de Zahl“, macht Mini­ster Stamp der Flücht­lings­hil­fe im Kreis ein Kom­pli­ment. (PK | PKU)

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