Frauen Union hört Vortrag und spendet Stolperstein

Referierte bei der Frauen Union: Wilhelm Hochgräber. (Foto: privat)

Refe­rierte bei der Frauen Union: Wil­helm Hoch­gräber. (Foto: privat)

Das Thema „Stol­per­steine“ ruft bun­des­weit Nach­denk­lich­keit und Erschüt­te­rung aus. Auch in unserer kleinen Gemeinde Holzwickede, die im so genannten „1 000-jäh­rigen Reich“ wel­ches gottlob nur zwölf Jahre dau­erte, fanden über 50 Gemein­de­mit­glieder und ca. 620 Zwangs- und Skla­ven­ar­beiter ihren Tod. Diesen wurde kein Mahnmal bzw. Denkmal gesetzt, sie wurden schlicht ver­gessen.

Gegen dieses Ver­gessen kämpft eine kleine Gruppe um Willi Hoch­gräber. Durch For­schungen in zahl­rei­chen Archiven bis hin zum Bun­des­ar­chiv in Berlin wird geforscht, inter­viewt und zusammen getragen. Eine Sisy­phos­ar­beit, aber mit mehr oder minder gutem Erfolg. Das Ziel, Stol­per­steine hier in unserer Gemeinde auf Bür­ger­steigen zu ver­legen, die auf die ehe­ma­lige Woh­nung des Toten hin­weisen, um das Ver­gessen lebendig zu halten und dem Frevel die Stirn zu bieten. Ins­ge­samt fünf sol­cher Stol­per­steine sind inzwi­schen im Gemein­de­ge­biet ver­legt. Wei­tere sollen noch folgen.

Die Zeit, als der kranke Nachbar, das behin­derte Kind, der über­zeugte und gelebte Christ, der Jude, bei dem man regel­mäßig ein­kaufte, auf einmal über Nacht nicht mehr da war, sollte nicht ver­gessen werden. Über das wie, wo und wes­halb refe­rierte Willi Hoch­gräber. „Es war ein Vor­trag, der sehr ergrei­fend und nach­denk­lich gemacht hat“, so die FU-Vor­sit­zende Hil­de­gard Buse­mann.

Um die Stol­per­steine zu finan­zieren, ist ein Spen­den­konto bei der Gemeinde Holzwickede ein­ge­richtet worden. Denn nur von den Spenden aus der Bevöl­ke­rung wird dieses dezen­trale Denkmal finan­ziert. Das Geld für einen Stein spen­deten spontan die Mit­glieder der Frauen Union Holzwickede. Wil­helm Hoch­gräber ver­sprach, diese Summe dem Konto gut­schreiben zu lassen.

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