Fachausschuss gibt positives Signal für Solarpark auf der Raketenstation

Die Raketenstation in Hengsen/Opherdicike aus der Vogelperspektive.  (Luftbild: K.H. Mielke)

Die Rake­ten­sta­tion in Hengsen/​Opherdicke aus der Vogel­per­spek­tive. (Luft­bild: K.H. Mielke)

Der Pla­nungs- und Bau­aus­schuss ist der Ein­rich­tung eines Solar­parks auf dem Gelände der Rake­ten­sta­tion in Opher­dicke durch die Ener­gie­ge­nos­sen­schaft Unna nicht grund­sätz­lich abge­neigt und würde dazu auch eine Ände­rung des Flä­chen­nut­zungs­planes emp­fehlen. Die Genos­sen­schaft soll nun aber zunächst die erfor­der­li­chen Fakten für eine Ent­schei­dung zusam­men­stellen. Darauf ver­stän­digten sich die Frak­tionen heute im Pla­nungs- und Bau­aus­schuss ein­stimmig.

Zuvor hatte Dr. Fried­helm Rumphorst , Vor­stands­mit­glied der Genos­sen­schaft, das Pro­jekt vor­ge­stellt. Wie Dr. Rumphorst dar­legte, sei es Ziel der Genos­sen­schaft die erneu­er­baren Ener­gien (Wind­kraft und Son­nen­en­ergie) unter Betei­li­gung der Bevöl­ke­rung zu för­dern. Betei­ligen könne sich an der Genos­sen­schaft jeder Bürger mit einem Min­dest­ka­pital von 500 Euro.

Solarpark soll 6,6 Megawatt Energie erzeugen

Im Ausschuss heute vorgestellte Planskizze: die blau schraffierte Fläche symbolisiert den Bereich des Sola5rparks auf dem Gelände der Raketenstation. (Repro: Enmscherblog)

Im Aus­schuss heute vor­ge­stellte Plan­skizze: die blau schraf­fierte Fläche sym­bo­li­siert den Bereich des Sola5rparks auf dem Gelände der Rake­ten­sta­tion. (Repro: Enmscher­blog)

Die Ener­gie­ge­nos­sen­schaft sei durch den Kreis Unna darauf auf­merksam gemacht, dass die Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­gaben (BIMA) eine Fol­ge­nut­zung für die Rake­ten­sta­tion in Opher­dicke suche. Die Genos­sen­schaft habe sich dar­aufhin in der Aus­schrei­bung beworben und den Zuschlag der BIMA erhalten, die sich über­zeugt von dem Pro­jekt sah und ein Solar­park als Fol­ge­nut­zung für die Rake­ten­sta­tion favo­ri­siere.

Nach Angaben Dr. Rumphorsts kommt in Opher­dicke nur ein Solar­park in Frage. Die Nut­zung von Wind­energie scheide schon allein wegen des nahen Flug­ha­fens in Dort­mund aus.

Die Unnaer Genos­sen­schaft beab­sich­tigt auf dem Gelände der Rake­ten­sta­tion einen rund 16,5 ha großen Frei­flä­chen­so­lar­park zu errichten, der 6,6 Mega­watt Energie erzeugen könne. Bau­ko­sten: rund sechs Mio. Euro. Mit der vom Fach­aus­schuss heute signa­li­sierten grund­sätz­li­chen Bereit­schaft, die Pla­nung mit­zu­tragen, wird die Genos­sen­schaft nun die nächste Phase der Pla­nung ein­treten und die wei­tere tech­ni­sche und wirt­schaft­liche Rea­li­sier­bar­keit unter­su­chen.

Jeder Bürger kann sich über Genossenschaft beteiligen

Mög­liche Vor­teile für die Gemeinde Holzwickede, wie sie Dr. Rumphorst im Aus­schuss heute aus­führte:

  • Die Gemeinde könnte die not­wen­dige Nut­zung erneu­er­barer Ener­gien auf ihrem Gebiet voran bringen
  • Keine anonymen Inve­storen treten auf, son­dern eine regio­nale Genos­sen­schaft, in der jeder Bürger Anteile erwerben kann. Die Wert­schöp­fung bleibt also in der Region
  • Es findet eine nach­hal­tige Nut­zung des Geländes statt. Eine Flä­chen­ver­sie­ge­lung unter den Solar­mo­dulen finde nicht statt
  • Schließ­lich würde sich die Genos­sen­schaft als spä­terer Eigen­tümer freuen, wenn die aktuell dort ansäs­sigen Reser­vi­sten oder auch die Hun­de­schule weiter wie bisher den Bereich nutzen und eine soziale Kon­trolle aus­üben

Die Frak­tionen zeigten sich recht angetan von dem Vor­haben, erwarten aber nun von der Genos­sen­schaft wei­tere Fakten vor einer end­gül­tigen Ent­schei­dung, ob der Flä­chen­nut­zungs­plan, der in dem Bereich bisher eine land­wirt­schaft­liche Nut­zung vor­sieht, geän­dert werden soll.

Terrassendächer an der Mozartstraße abgelehnt

Ein wei­terer Tages­ord­nungs­punkt der Sit­zung war die Ände­rung b des Bebau­ungs­planes Mozart­straße. Hier stimmte der Aus­schuss der Ver­än­de­rung eines Con­tai­ner­stand­ortes in diesem Gebiet zu, damit eine Garage bzw. zusätz­liche Stell­plätze ange­legt werden können. Ent­schei­dend dabei: Die Mög­lich­keit zur Abfall­ent­sor­gung bleibt unein­ge­schränkt erhalten.

Abge­lehnt wurde von den Frak­tionen dagegen eine Ände­rung des Bebau­ungs­planes Mozart­straße mit dem Ziel, die pla­nungs­recht­li­chen Vor­aus­set­zungen für eine Ter­ras­sen­über­da­chung zu schaffen. Die betrof­fenen Anlieger waren sich in dieser Frage kei­nes­wegs einig. Drei Nach­barn hatten sich für die Ände­rung, vier Nach­barn aller­dings dagegen aus­ge­spro­chen.

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