Emscherquellhof: Herbert Knebel wartet in Emscherperle auf Anrufe aus Holzwickede

Quelle: Rupert Oberhäuser/Emschergenossenschaft).

Auch am Emscher­quellhof in Holzwickede wurde eine von ins­ge­samt zehn Emscher­perlen auf­ge­stellt. (Foto: Rupert Ober­häuser – Emscher­ge­nos­sen­schaft).

Durch den Umbau der Emscher sind in den ver­gan­genen Jahren ent­lang des Flusses viele span­nende Orte ent­standen, die Tou­ri­sten aus nah und fern anlocken – so wie der Emscher­quellhof in Holzwickede. Vielen Gästen ist jedoch gar nicht bewusst, welche inter­es­santen Geschichten sich hinter man­chen Stand­orten ver­bergen. Um dies den Besu­chern nahe zu bringen, hat die Emscher­ge­nos­sen­schaft nun ent­lang der Emscher an zehn aus­ge­wählten Orten, dar­unter auch in Holzwickede, die soge­nannten „Emscher­perlen“ auf­ge­stellt.

Dabei han­delt es sich um ein­heit­lich gestal­tete Ver­mitt­lungs­mo­dule in Form eines Kanal­rohres, zugleich „Land­marke“ und Infor­ma­ti­ons­quelle. Sie nehmen deut­lich Bezug auf die über 400 Kilo­meter an unter­ir­di­schen Abwas­ser­ka­nal­rohren, die im Zuge des Emscher-Umbaus ent­stehen. Final fertig gestellt (inklu­sive Info-Tafeln) werden die Emscher­perlen in den kom­menden Tagen, offi­ziell prä­sen­tiert wurden sie schon heute (3. Mai) zen­tral im Bot­troper BernePark von Dr. Uli Paetzel, Vor­stands­vor­sit­zender der Emscher­ge­nos­sen­schaft – und von Her­bert Knebel.

Wieso Her­bert Knebel? Das mag man sich nun fragen. Nun: Die Emscher­ge­nos­sen­schaft konnte Uwe Lyko alias Her­bert Knebel als „Erzähler“ gewinnen, der zu jedem Ort eine Geschichte zu berichten hat. An jedem Modul finden die Besu­cher eine kosten­lose Tele­fon­nummer, über die sie mit Her­bert Knebel „tele­fo­nieren können“ und so wei­tere Infor­ma­tionen zum jewei­ligen Standort des Emscher-Umbaus erhalten. „Der Emscher-Umbau“, sagt Dr. Uli Paetzel, „ist mehr als nur ein was­ser­wirt­schaft­li­ches Pro­jekt – er sorgt auch für eine Auf­wer­tung der Stadt­teile links und rechts der Emscher. Auf die Hin­ter­gründe zahl­rei­cher Stand­orte und der dort statt­ge­fun­denen bzw. noch statt­fin­denden Ver­än­de­rungen machen nun die Emscher­perlen auf­merksam.“

Freilichtausstellung

Mit Hilfe der Emscher­perlen insze­niert die Emscher­ge­nos­sen­schaft das Emsch­er­land zwi­schen Holzwickede und Dins­laken als dezen­trale Frei­licht­aus­stel­lung mit einem wie­der­keh­renden auf­fal­lenden Ver­mitt­lungs­modul. Die Ver­mitt­lungs­an­sätze finden dabei auf ver­schie­denen Ebenen und über ver­schie­dene Medien statt.

Die Emscher­perlen sind 2,70 Meter hoch und 80 Zen­ti­meter breit. Sie bieten all­ge­meine text­liche Infor­ma­tionen zur Emscher­ge­nos­sen­schaft und eine Karte des gesamten Strecken­ver­laufs mit allen Sta­tionen der Emscher­perlen. Dar­über hinaus gibt es auch eine kurze Ein­lei­tung zur Geschichte des Stand­orts, die kom­plette Story erzählt dann Her­bert Knebel am Telefon. An allen Stand­orten wird die jewei­lige orts­be­zo­gene Geschichte über eine Tele­fon­nummer hin­ter­legt. Bei Anruf auf dieser kosten­losen Ruf­nummer „meldet“ sich Her­bert Knebel bzw. ein Audio-Track mit der jewei­ligen Geschichte des Stand­orts.

Der Emscher-Weg

Erkun­dungs­wil­ligen emp­fiehlt die Emscher­ge­nos­sen­schaft übri­gens, die Emscher­perlen am besten per Fahrrad auf dem Emscher-Weg zu ent­decken. Von der Quelle der Emscher in Holzwickede führt der rund 100 Kilo­meter lange Emscher-Weg bis nach Dins­laken an die Mün­dung des Flusses in den Rhein. Die Emscher­ge­nos­sen­schaft macht hierfür ihre Betriebs­wege ent­lang der Emscher in vielen Berei­chen zugäng­lich, so dass sie von Spa­zier­gän­gern wie Rad­fah­rern genutzt werden können. Sie erleben eine Region im Wandel. Der Emscher-Umbau ist das her­aus­ra­gende Symbol für diesen Wandel: Zug um Zug werden die Emscher und ihre Neben­läufe in einem Genera­tio­nen­pro­jekt der Emscher­ge­nos­sen­schaft umge­staltet und öko­lo­gisch ver­bes­sert.

Der Emscher-Weg ermög­licht es, das Revier und seine Gewässer aus einer im Wandel begrif­fenen Per­spek­tive hautnah mit­zu­er­leben. Ent­lang der Strecke finden sich Indu­strie­bra­chen, die sich die Natur zurück­er­obert, ebenso wie histo­ri­sche Parks, was­ser­tech­ni­sche Anlagen oder begeh­bare Halden. Zahl­reiche Sehens­wür­dig­keiten und tou­ri­sti­sche High­lights sowie neue Land­marken der Region können ent­lang des Emscher-Weges ent­deckt werden – zum Bei­spiel der Dort­munder Phoenix-See, die Stahl­skulptur „Zau­ber­lehr­ling“ oder der Gaso­meter in Ober­hausen. Über 40 Rast­plätze und Erleb­nis­stand­orte laden ein, die Ufer der Emscher zu erkunden – und nicht zuletzt auch die Emscher­perlen, die glei­cher­maßen Attrak­tion und Infor­ma­tion dar­stellen.

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