Bund verspricht Kommunen: Überall gleiche Lebensverhältnisse

Kreisdirektor Wilk (2. Reihe, 3.v.l.) vertrat den Kreis bei der jüngsten Kommunalkonferenz in Berlin. (Foto: Bettina Ausserhofer)

Kreis­di­rek­tor Wilk (2. Rei­he, 3.v.l.) ver­trat den Kreis bei der jüng­sten Kom­mu­nal­kon­fe­renz in Ber­lin. (Foto: Bet­ti­na Ausser­ho­fer)

Die Frak­tio­nen des neu­en Deut­schen Bun­des­ta­ges wer­den in der näch­sten Legis­la­tur­pe­ri­ode die Wie­der­her­stel­lung der im Grund­ge­setz fest­ge­schrie­be­nen Gleich­wer­tig­keit der Lebens­ver­hält­nis­se in allen deut­schen Kom­mu­nen zum Schwer­punkt ihrer Poli­tik machen.

Das ver­spra­chen die jet­zi­gen kom­mu­nal­po­li­ti­schen Spre­cher und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Chri­sti­an Haa­se (CDU/CSU), Bern­hard Dal­drup (SPD), Ker­stin Kass­ner (Die Lin­ke) und Brit­ta Haß­el­mann (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) als Gäste der ach­ten Kom­mu­nal­kon­fe­renz des Akti­ons­bünd­nis­ses „Für die Wür­de unse­re Städ­te“ am 30. Juni in Ber­lin.

Das par­tei­über­grei­fend agie­ren­de Bünd­nis ver­eint fast 70 finanz­schwa­che Kom­mu­nen aus acht Bun­des­län­dern mit mehr als neun Mil­lio­nen Ein­woh­nern. Für den Kreis Unna nahm Kreis­di­rek­tor und Käm­me­rer Dr. Tho­mas Wilk an der Ver­an­stal­tung teil.

Wie die ande­ren Teil­neh­mer wer­te­te auch Wilk das Ergeb­nis der Kom­mu­nal­kon­fe­renz in Ber­lin als „Stern­stun­de für die kom­mu­na­le Fami­lie“.

Sternstunde für die kommunale Familie“

Ganz kon­kret wol­len die im Deut­schen Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en die For­de­rung des Bünd­nis­ses nach Bil­dung einer Kom­mis­si­on umset­zen. In die­sem Gre­mi­um sol­len bereits im Dezem­ber oder Janu­ar — so das Bünd­nis — ergeb­nis­of­fe­ne Gesprä­che zwi­schen Bund, Län­dern, Bünd­nis-Kom­mu­nen und den kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den über die drin­gend not­wen­di­ge Neu­ord­nung des Kom­mu­na­len Finanz­sy­stems begin­nen.

Die Ver­wal­tungs­chefs und Finanz­de­zer­nen­ten der Mit­glieds­städ­te des Akti­ons­bünd­nis­ses beschlos­sen ein­stim­mig eine Reso­lu­ti­on. Ihr Appell: Die Gleich­wer­tig­keit der bun­des­deut­schen Städ­te und Krei­se her­zu­stel­len und damit auch finanz­schwa­che Räu­me zukunfts­si­cher, attrak­tiv und wett­be­werbs­fä­hig zu machen.

Die Pro­fes­so­ren Mar­tin Jun­kern­hein­rich (Kai­sers­lau­tern), Uwe Wag­schal (Frei­burg) und Joa­chim Wie­land (Speyer/Bonn) hat­ten zuvor belegt, dass der größ­te Teil der Schul­den­ber­ge in den finanz­schwa­chen Kom­mu­nen nicht selbst ver­ur­sacht, son­dern eine Fol­ge Jahr­zehn­te lan­ger bun­des­po­li­ti­scher Geset­ze zu Lasten der Städ­te und Gemein­den sei­en. (PK | PKU)

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