Bürgermeisterin Ulrike Drossel besucht Integration Point für Flüchtlinge

Thomas Helm (Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Hamm), Gerhard Meyer (stellvertretener Vorsitzendender Trägerversammlung Jobcenter Kreis Unna), Michael Makiolla (Landrat Kreis Unna), Rainer Schmeltzer (Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen), Martin Wiggermann (Vorsitzender der Trägerversammlung Jobcenter Kreis Unna), Hermann Hupe (Bürgermeister der Stadt Kamen), Rüdiger Weiß (Landtagsabgeordneter) Fotografin: Nathalie Neuhaus

Thomas Helm (Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Hamm), Gerhard Meyer (stellvertretener Vorsitzendender Trägerversammlung Jobcenter Kreis Unna), Michael Makiolla (Landrat Kreis Unna), Rainer Schmeltzer (Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen), Martin Wiggermann (Vorsitzender der Trägerversammlung Jobcenter Kreis Unna), Hermann Hupe (Bürgermeister der Stadt Kamen), Rüdiger Weiß (Landtagsabgeordneter) bei der Eröffnung des Integration Points in Kamen. (Foto: Nathalie Neuhaus)

In der Bürgermeisterkonferenz des Kreises Unna hatte Holzwickedes Bürgermeisterin Ulrike Drossel angeregt, mit allen Amtskollegen den ersten Integration Point (IP) für den Kreis Unna in Kamen zu besuchen. Da die vorgeschlagenen Termine nicht passten, besuchte Ulrike Drossel in der vergangenen Woche den Integration Point gemeinsam mit dem für Flüchtlinge in Holzwickede zuständigen Sozialarbeiter, Thomas Melchert.

Foto: Peter Gräber

Bürgermeisterin Ulrike Drossel. (Foto: Peter Gräber)

An dem Treffen nahmen auch Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, des Jobcenters und der Arbeitsvermittlung teil. „Es war eine wunderbare Gelegenheit zum gegenseitigen Kennnenlernen“, erklärte Ulrike Drossel anschließend. IP-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep stellte die Arbeit und allgemeine Situation des Integration Points vor, der als unmittelbare Anlaufstelle für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive dient, und die Integration in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis vorantreiben und umsetzen soll.

In Frage kommen damit ohnehin nur solche Flüchtlinge, die aus sogenannten sicheren Herkunftsländern kommen. Die Flüchtlinge können sich außerdem erst dann an den Integration Point in Kamen wenden, wenn sie zuvor ordnungsgemäß registriert wurden, erklärt Ulrike Drossel: „Nachdem es daran auch bei unseren Flüchtlingen zunächst gehapert hat, sind wir da inzwischen ein gutes Stück weitergekommen“, bestätigt Ulrike Drossel. „Im Integration Point wird dann aber alles weitere unter einem Dach geprüft: Welche Qualifikationen ein arbeitsuchender Flüchtling hat, ob Zeugnisse oder Atteste vorliegen, welche davon anerkannt werden oder ob Nachschulungen notwendig sind.“

Als ein konkretes Gesprächsergebnis verabredete die Bürgermeisterin, dass alle notwendigen Formulare für den IP in Kamen bereits in Holzwickede ausgefüllt werden können. „So können wir wieder etwas Zeit in dem ganzen Verfahren sparen.“

Praktia in Nachbarkommune in Aussicht

Die Flüchtlinge könnten inzwischen auch als Ein-Euro-Kraft in Kindergärten, Schulen, Vereinen und kommunalen Einrichtungen beschäftigt werden. Außerdem muss für Flüchtlinge, die als Praktikanten von der Bundesagentur für Arbeit vermittelt werden, kein Mindestlohn gezahlt werden. Beides bezeichnete Holzwickedes Bürgermeisterin als einen „Riesenfortschritt“.

Zudem bietet der Integration Point Rechtsberatungen für Unternehmen und Betriebe an, die Praktika oder Beschäftigungsverhältnisse für Flüchtlinge anbieten wollen.

Bei ihrem Besuch erfuhren die beiden Holzwickeder Vertreter auch, dass ein Gastronomiebetrieb in einer Nachbarkommune Praktika zur Vorbereitung einer Ausbildungsstelle anbieten will. „Als wir davon gehört haben, sind uns auch gleich drei mögliche Bewerber unter unseren Flüchtlingen in der Gemeinde in den Sinn gekommen“, sagt Holzwickedes Bürgermeisterin. „Die werden wir auf jeden vorschlagen für ein solches Praktikum.“

Zusage für zusätzliche 100 Unterrichtsstunden von In Via

Schließlich gab es noch eine wichtige Informationen zu den Sprachkursen für Flüchtlinge, die in Zusammenarbeit vom Bildungswerk In Via e.V. Unna in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge angeboten werden. Diese Sprachkurse dienen der allgemeinen Integration und insbesondere der Vorbereitung auf den Einbürgerungstest. Die Unterrichtsstunden sind limitiert. „Wir haben die Zusage erhalten, dass uns in Holzwickede zusätzlich 100 Unterrichtsstunden zugeteilt werden“, freut sich Bürgermeisterin Ulrike Drossel.

Nicht nur deshalb bezeichnet Bürgermeisterin Drossel den Besuch im Kamener Integration Point als Erfolg. „Dieser Besuch ist ein wichtiger Baustein für die zukünftig noch engere Zusammenarbeit“, meint Ulrike Drossel. „Wir kennen uns jetzt persönlich und haben einen direkteren Draht.“

 

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Dipl.-Journalist

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