Deutsch-französisches Chorprojekt begeistert alle Beteiligten

Die Chemie zwischen den beiden Chorleitern Fabrice Leonet (F) und Uta Böhm (D) stimmt. (Foto: privat)
Die Chemie zwi­schen den beiden Chor­lei­tern Fab­rice Leonet (F) und Uta Böhm (D) stimmt. (Foto: privat)

Der Start in das gemein­same Pro­jekt konnte besser nicht sein: Voller Begei­ste­rung kehrten am Sonn­tag­abend 36 Sän­ge­rinnen und Sänger des deutsch-fran­zö­si­schen Sing­kreises Chan­tons aus der Part­ner­stadt Lou­viers zurück. Hinter ihnen lag das erste Arbeits­wo­chen­ende unter dem Motto „Musik über Grenzen – Musik ohne Grenzen“.

Ziel ist der gemein­same Auf­tritt beider Chöre im Jahr 2017 zum 40. Geburtstag der Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen Holzwickede und Lou­viers. Mit einem Gefühl der Unsi­cher­heit waren die Holzwickeder Cho­ri­sten am frühen Frei­tag­morgen mit einem Bus auf­ge­bro­chen, um gleich am späten Nach­mittag des Ankunfts­tages mit den ersten Proben zu beginnen. Die Chor­mit­glieder kannten sich unter­ein­ander bis­lang nicht, was auch für die beiden Chor­leiter galt. Und Uta Böhm, Chor­lei­terin von Chan­tons, räumte später eine gewisse Auf­ge­regt­heit vor diesem ersten Zusam­men­treffen ein. Aber der Bann war schnell gebro­chen: Herz­lichst wurden die Holzwickeder zunächst von ihren Lou­vierser Chor­freunden mit fran­zö­si­scher Patis­serie und Getränken im Rat­haus von Lou­viers begrüßt, wo kurz darauf auch die ersten Proben ein­setzten. Schnell griff die Begei­ste­rung Platz. Die Chemie zwi­schen Fab­rice Leonet, dem jungen Chor­leiter von Le Tour­dion und Uta Böhm stimmte sofort und das galt ebenso für die Sän­ge­rinnen und Sänger auf beiden Seiten.

Auftritt von Chantons mit Le Tourdion zum Jubiläum 2017

Die Auf­gaben, die sich die beiden Chöre stellten, waren durchaus anspruchs­voll. Einig ist man sich, dass neben Klas­si­kern, wie z.B. Nabucco, auch gän­gige Lied­stücke aus Deutsch­land und Frank­reich ihren Platz im gemein­samen Kon­zert finden sollen. So wurden auch Stücke aus dem jewei­ligen Liedgut des anderen aus­ge­sucht und ein­geübt wie das Stei­ger­lied, Ma Nor­mandie oder Aux champs Ely­sées.

Mit dem jetzt abge­schlos­senen Wochen­ende wurde das Musik­pro­jekt, wel­ches im letzten Herbst den 1. Preis der Sparte Kultur bei dem Wett­be­werb der Spar­kasse Unna/​Kamen erhielt, ange­schoben. Meh­rere Arbeits­treffen sind geplant, um die Kennt­nisse und die Zusam­men­ar­beit zu ver­tiefen. Das nächste findet Anfang November in Holzwickede statt: Die Cho­ri­sten von Le Tour­dion schließen sich dem Besuch des Lou­vierser Part­ner­schafts­ver­eins an. Geprobt wird von beiden Chören dann mehr­fach im Forum des Schul­zen­trums.

Gemeinsames Abschiedslied vor Busabfahrt

Vor der Busabfahrt stimmten beide Chöre ein gemeinsames Abschiedlied an. (Foto: privat)
Vor der Bus­ab­fahrt stimmten beide Chöre ein gemein­sames Abschieds­lied an. (Foto: privat)

Nach einer wei­teren mehr­stün­digen Probe schloss sich am Sams­tag­abend ein gemein­sames Abschieds­essen in einem Restau­rant nahe Lou­viers an. Die Stim­mung war aus­ge­zeichnet: Jochen Hake für den Freun­des­kreis und Geneviève David als Vor­sit­zende von Le Tour­dion dankten Fab­rice Leonet und Uta Böhm für ihr über­zeu­gendes Enga­ge­ment. Beide zeigten sich über­zeugt, dass der erste Schritt gelungen und der Weg dieses Pro­jektes der rich­tige ist. Das schien sich sodann am Abrei­setag mor­gens erneut zu bewahr­heiten: Fran­zosen wie Deut­sche ließen es sich nicht nehmen, am Bus noch­mals ein Abschieds­lied anzu­stimmen.

Begleitet von schwarz-rot-gol­denen Tüchern, mit denen die Lou­vierser Chor­freunde dem Holzwickeder Bus nach­winkten, blieb zwar etwas Wehmut zurück, sogleich kam aber bereits Vor­freude auf das nächste Treffen auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontakt

Mobil: +49 (170)  9 03 26 14

E-mail: info@emscherblog.de

Folgen Sie uns

Archiv