SPD-Bundestagsfraktion im Dialog mit über 260 Betriebs- und Personalräten

SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Kacz­marek (M.) mit den beiden Per­so­na­räten aus Unna, Eva Berger-Haschke und Rüdiger Wester­mann, bei der Kon­fe­renz in Berlin. (Foto: SPD)

Zu Fragen der Arbeits­zeit­po­litik der Zukunft hat sich die SPD-Bun­des­tags­frak­tion am Montag mit rund 270 Betriebs- und Per­so­nal­räten aus ganz Deutsch­land aus­ge­tauscht. Die Kon­fe­renz fand wenige Tage vor der Bun­des­tags­de­batte über die Ein­füh­rung der Brücken­teil­zeit statt.

Bei einer modernen Arbeits­zeit­po­litik geht es darum, unter­schied­liche Inter­essen in Balance zu bringen“, so der hie­sige SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Oliver Kacz­marek. Es sei an der Zeit, die Arbeits­be­din­gungen, Arbeits­zeiten sowie den Gesund­heits­schutz unter die Lupe zu nehmen. „Unter­nehmen haben ver­ständ­li­cher­weise ein Inter­esse daran, Inno­va­tion und Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu stärken und Arbeits­zeiten mög­lichst fle­xibel zu gestalten. Das darf aber nicht dazu führen, dass stän­dige Erreich­bar­keit, Wochen­end­ar­beit und über­lange Arbeits­zeiten zur Regel werden.“ Arbeits­zeiten müssten sich viel­mehr an der Lebens­wirk­lich­keit der Men­schen ori­en­tieren: „Wer Zeit für Wei­ter­bil­dung, Ehrenamt, für die Kinder, die Eltern oder Partner braucht, der soll sie auch bekommen“, stellt Kacz­marek klar.

Arbeit muss sich dem Leben anpassen – nicht umge­kehrt!“

Oliver Kacz­marek, SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­neter

Die Men­schen arbei­teten durch­schnitt­lich wieder länger und zu immer ungün­sti­geren Arbeits­zeiten – viel­fach ohne Aus­gleich. Mit der Rege­lung zur befri­steten Teil­zeit, mit dem Recht zur Rück­kehr auf die vor­he­rige Arbeits­zeit ist ein wich­tiger Schritt in die rich­tige Rich­tung gemacht. „Wir freuen uns, dass der Gesetz­ent­wurf zur so genannten Brücken­teil­zeit diese Woche im Bun­destag debat­tiert wird – und die Rege­lungen schon ab näch­stem Jahr gelten sollen.“

Kacz­marek betont: „Weil die Gestal­tung von Arbeits­zeit zu den Kern­auf­gaben von Betriebs- und Per­so­nal­räten gehört, ist es sehr wichtig, dass wir uns hierzu aus­tau­schen. Und die heu­tige Debatte über Arbeits­zeit­po­litik war intensiv und hoch inter­es­sant“. Mit der Vor­sit­zenden der SPD-Bun­des­tags­frak­tion Andrea Nahles, Bun­des­ar­beits­mi­ni­ster Hubertus Heil, dem IG-Metall-Bevoll­mäch­tigten Roman Zit­zels­berger, Pro­fes­sorin Beate Beer­mann von der Bun­des­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­dizin sowie wei­teren Exper­tinnen und Experten habe man die geballte Exper­tise zur Arbeits­zeit­po­litik auf der Kon­fe­renz ver­sam­meln können.

Auch aus Unna reisten zwei Personalräte an

Beson­ders freute sich der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Kacz­marek, dass mit Eva Berger-Haschke und Rüdiger Wester­mann auch zwei Per­so­nal­räte aus Unna zur 24. Betriebs­rä­te­kon­fe­renz der SPD-Bun­des­tags­frak­tion nach Berlin gereist sind.

Eins ist ganz deut­lich geworden“, so Kacz­marek. „Gerade vor dem Hin­ter­grund von Glo­ba­li­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung brau­chen wir ver­bind­liche Regeln zur Arbeits­zeit und mehr Mit­be­stim­mung drin­gender denn je.“ Er betont: „Die SPD steht für gute Arbeit ein. Gute Arbeits­be­din­gungen zu schaffen bedeutet auch, der Arbeits­zeit Grenzen zu setzen.“

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