Pflege- und Wohnberatung: Urlaub von der Pflege – die Kurzzeitpflege

Pflegeberaterin Andrea Schulte. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

Pfle­ge­be­ra­terin Andrea Schulte. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

(PK) Es kann schnell und unver­hofft geschehen. Ein Mensch wird zum Pfle­ge­fall und dies ver­än­dert sein Leben und das der Familie. Jetzt sind guter Rat und schnelle Hilfe gefragt. Die Fach­leute der Pflege- und Wohn­be­ra­tung im Kreis Unna geben Tipps für den „Fall des Falles“.

Feri­en­zeit – Urlaubs­zeit. Wer Ange­hö­rige pflegt, muss länger als andere planen, denn es geht nicht nur um die eigene Reise, son­dern auch um die Unter­brin­gung des hil­fe­be­dürf­tigen Men­schen. Eine Lösung bietet die Kurz­zeit­pflege – ent­weder in darauf spe­zia­li­sierten Ein­rich­tungen oder als soge­nannte „ein­ge­streute“ Plätze in Senioren- oder Pfle­ge­heimen.

Pfle­ge­ver­si­che­rung zahlt auch für Kurz­zeit­pflege „Die Kurz­zeit­pflege bietet Pfle­genden die Mög­lich­keit, für ein paar Tage aus dem Pfle­ge­pro­gramm aus­zu­steigen und den pfle­ge­be­dürf­tigen Ange­hö­rigen gleich­zeitig gut ver­sorgt zu wissen“, erläu­tert Andrea Schulte, Pfle­ge­be­ra­terin des Kreises Unna. Der Pfle­ge­be­dürf­tige kann vor­über­ge­hend in einer Kurz­zeit­pflege-Ein­rich­tung auf­ge­nommen werden, wo die Betreuung und Pflege rund um die Uhr sicher­ge­stellt wird.

Die Pfle­ge­ver­si­che­rung betei­ligt sich an den Kosten für eine Kurz­zeit­pflege“, unter­streicht Pfle­ge­be­ra­terin Andrea Schulte. „Über­nommen werden Kosten von bis zu 1.612 Euro für maximal 56 Tage pro Kalen­der­jahr“, so die Fach­frau weiter. „Der nicht ver­brauchte Lei­stungs­be­trag für Ver­hin­de­rungs­pflege kann eben­falls für die Kurz­zeit­pflege ein­ge­setzt werden. Dadurch kann sich der Betrag pro Jahr sogar ver­dop­peln.“

Betreu­ungs­lei­stungen können ver­rechnet werden werden In der Kurz­zeit­pflege fallen auch Kosten für Unter­kunft und Ver­pfle­gung an, die dem Pfle­ge­be­dürf­tigen in Rech­nung gestellt werden. „Viele wissen nicht, dass die Pfle­ge­kasse auf Antrag dafür die soge­nannten zusätz­li­chen Betreu­ungs­lei­stungen ver­rechnen kann“, weiß Andrea Schulte und ergänzt: „Auch Men­schen mit ein­ge­schränkter All­tags­kom­pe­tenz und Pfle­ge­stufe 0 haben Anspruch auf Lei­stungen der Kurz­zeit­pflege.“

Gut zu wissen nach Ansicht der Pfle­ge­be­ra­terin ist auch, dass das Pfle­ge­geld wäh­rend der Kurz­zeit­pflege zur Hälfte wei­ter­ge­zahlt wird.

Für Fragen zum Thema stehen die Fach­leute der Pflege- und Wohn­be­ra­tung im Kreis Unna zur Ver­fü­gung. Zu errei­chen sind sie täg­lich von 9 bis 12.30 Uhr und don­ners­tags auch von 14 bis 17 Uhr im Seve­r­ins­haus, Nor­den­mauer 18 in Kamen, Tel. 0 23 07 /​2 89 90 60 oder 0 800 /​27 200 200 (kosten­frei) Eben­falls mög­lich ist ein Kon­takt per E-Mail an pwb@kreis-unna.de.

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