Kinoabend des Ortsjugendrings im Emscherpark ein Volltreffer

Das Glück der Tüchtigen hatte der Ortsjugendring: Beim ersten Open-Air-Kinoabend nach langer Pause am Freitagabend im Emscherpark herrschte eine zauberhafte sommerliche Atmosphäre. (Foto: P. Gräber - Emscherpark) :

Das verdiente Glück der Tüchtigen hatte der Ortsjugendring bei seinem Open-Air-Kino am Freitagabend im Emscherpark:  Noch am Freitagmorgen hatte es geschüttet wie aus Eimern, so dass den ganzen Tag über der sorgenvolle Blick von Frederik Bald und seinen Helfern gen Himmel ging. Doch auf wundersame Weise wandelte sich das Wetter zu einem wunderschönen Sommerabend mit zauberhafter Atmosphäre beim Kinoabend im Park.

Als Bürgermeisterin Ulrike Drossel dann gemeinsam mit der Jugendausschuss-Vorsitzenden Stefanie Meier sowie Jonas Beckmann und Frederik Bald vom Ortsjugendring die Veranstaltung gegen 18.30 Uhr eröffnete, fiel dem OJR-Vorstand ein Stein vom Herzen. Artig bedankte sich der OJR-Vorstand bei den etwa 50 bis 60 Helfern aus allen Mitgliedsvereinen sowie der Gemeinde für ihre Unterstützung, „ohne die der Kinoabend nicht möglich gewesen wäre“.

Viele Helfer

Das CSG verkaufte an einem eigenen Stand Nachos und Popcorn, die Jugendfeuerwehr Bratwurst, der JCH und die Ev. Jugend beteiligten sich mit einer Weinstube, die KJG, der Treffpunkt Villa betreuten den Getränkestand, das DRK stand parat und Schüler der Josef-Reding-Schule halfen beim Auf- und Abbau.

Gezeigt wurden im Kino zwei echte Klassiker: Für die jüngeren Besucher lief Walt Disneys „König der Löwen“, für das ältere Publikum am späteren Abend dann die französische Filmkomödie „Ziemlich beste Freunde“.

In der Pause zwischendurch präsentierten sich einige Mitglieder des Ortsjugendringes dann mit kleinen eigenen Filmen:  Die Video AG des CSG zeigte einen Trailer ihres neuen Spielfilms, die Ev. Jugend und die KJG zeigten Filme, die während ihrer jüngsten Freizeiten entstanden und auch der Treffpunkt Villa stellte seine Arbeit kurz vor.

Schwierigkeiten im Vorfeld

Jonas Beckmann (OJR), Stefanie Meier (Jugendausschuss), Bürgermeisterin Ulrike Drossel und Frederik Bald (OJR) eröffneten den Kinoabend zur Nacht der Jugendkultur im Emscherpark (v.li.). (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Jonas Beckmann (OJR), Stefanie Meier (Jugendausschuss), Bürgermeisterin Ulrike Drossel und Frederik Bald (OJR) eröffneten den Kinoabend zur Nacht der Jugendkultur im Emscherpark (v.li.). (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Dabei war gar nicht selbstverständlich, dass der Kinoabend zur Nacht der Jugendkultur ein solcher Volltreffer werden würde – nicht nur wegen des Wetterrisikos. Als der OJR-Vorstand um Frederik Bald und Jonas Beckmann die Idee hatte, die Idee der Open-Air-Kinos nach gut einem Jahrzehnt wiederzubeleben, hatte wohl niemand mit so vielen Schwierigkeiten gerechnet.

Das begann schon mit der Finanzierung: „Wir bekommen zwar auch finanzielle Unterstützung vom Land, dem Kreis Unna und auch der Gemeinde“, räumen die beiden OJR-Vorstandsmitglieder ein. „Aber längst nicht so viel, wie wir eigentlich gehofft haben.“ Vor allem vom Land NRW hatte sich der OJR mehr erhofft, da der Kinoabend als Beitrag zur landesweiten Nacht der Jugendkultur gedacht war und keinerlei Gewinnabsichten dahinter stehen. „Aber wir haben vom Land weniger als ein Fünftel der Fördermittel bekommen, die wir beantragt hatten“, sagt OJR-Vorsitzender Jonas Beckmann. Immerhin: Auf eine Finanzspritze der Sparkasse dürfen die Veranstalter noch hoffen. Etwa 8.000 bis 10.000 Euro, schätzt Beckmann, wird die ganze Veranstaltung nach der Schlussrechnung kosten.

Keine Gewinnabsichten

Dem spärlichen Budget ist auch geschuldet, dass der ursprünglich geplante Shuttle-Service zwischen Ortsteilen und Mitte nicht mehr angeboten wurde. Der OJR-Vorstand bedauert das sehr: „Aber irgendwo mussten wir sparen“, meint Frederik Bald. Dem OJR war es wichtiger, beim Kinoabend freien Eintritt und kleine Preise für alle Getränke (1 Euro), Bratwurst und Nachos (1,50 Euro) bieten zu können.

Zu allem Überfluss sprang eine Woche vor dem Event auch noch die bereits fest gebuchte Technik-Firma ab. Weshalb Frederik Bald ein ganzes Wochenende am, Telefon verbringen musste, um Ersatz zu organisieren.

Doch wer am Freitagabend in die glücklichen Gesichter der Besucher und Helfer sah, der wusste:  Der ganze Aufwand der jungen Leute hat sich wirklich gelohnt.

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Dipl.-Journalist

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