895 Unterschriften für die Freilauffläche für Hunde übergeben

Bürgermeisterin Ulrike Drossel und der 1. Beigeordnete Bernd Kasischke nehmen die 895 Unterschriften von Bianca RFiedel, Elisabeth Willecke und Jennifer Host entgegen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Von links: Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel und der 1. Bei­ge­ord­ne­te Bernd Kasisch­ke neh­men die 895 Unter­schrif­ten von Bian­ca Rie­del, Eli­sa­beth Wil­lecke und Jen­ni­fer Horst ent­ge­gen. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

895 Unter­schrif­ten für die Ein­rich­tung einer umzäun­ten Frei­lauf­flä­che für Hun­de über­reich­ten die Antrag­stel­ler Bian­ca Rie­del, Jen­ni­fer Horst und Eli­sa­beth Wil­lecke heu­te an Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel und den 1. Bei­ge­ord­ne­ten, Bernd Kasisch­ke im Rat­haus. Gleich­zei­tig über­rasch­ten die Antrag­stel­le­rin­nen mit einer Rei­he kon­struk­ti­ver Vor­schlä­ge. 

Eigent­lich wären es sogar knapp 1000 Unter­zeich­ner, doch eini­ge hät­ten ver­säumt, ihr Geburts­da­tum anzu­ge­ben oder wohn­ten nicht in der Emscher­ge­mein­de, erklär­te Bian­ca Rie­del. „Die­se Unter­schrif­ten sind lei­der ungül­tig gewe­sen. Trotz­dem ist die Akti­on ein Super­erfolg, wenn man bedenkt, dass es 1350 ange­mel­de­te Hun­de in Holzwicke­de gibt.“

Es gehe auch kei­nes­wegs um eine „Kack­wie­se“, wie Kri­ti­ker den Hun­de­hal­tern vor­ge­hal­ten haben, betont Bian­ca Rie­del. Die Antrag­stel­le­rin­nen wün­schen sich viel­mehr eine umzäun­te Flä­che, auf der Hun­de frei lau­fen und auch ler­nen kön­nen, sich unan­ge­leint zu beneh­men. „Natür­lich wür­de eine sol­che Flä­che auch von den Hun­de­hal­tern gepflegt wer­den müssen„sagt Bian­ca Rie­del. „Am besten wäre auch kei­ne Wie­se, son­dern eine Sand­flä­che. Die ist leich­ter zu rei­ni­gen vom Hun­de­kot. Das müss­te nicht mal sau­be­rer Sand sein, son­dern könn­te auch gebrauch­ter von einem Spiel­platz sein“, so Bian­ca Rie­del wei­ter. „Das Wich­tig­ste aber wäre eine siche­re Umzäu­nung.“

Antragstellerinnen wünschen sich alten Joboxerplatz

Nach­dem die Antrag­stel­le­rin­nen vor ihrer Unter­schrif­ten­ak­ti­on mit­ge­teilt beka­men, dass es angeb­lich kei­ne Frei­flä­chen für ihrer Zwecke gebe, über­rasch­ten sie heu­te bei Über­gab mit einem kon­kre­ten Vor­schlag: „Wir wüss­ten eini­ge Flä­chen, doch die sind alle nicht umzäunt“, so Bian­ca Rie­del. „Aus unse­rer Sicht wür­de sich am besten der alte Jobo­xer­platz in Opher­dicke anbie­ten. Er ist bereits umzäunt, was Kosten spart und wird nicht mehr benö­tigt.“ Außer­dem sei er ver­kehrs­gün­stig erreich­bar und bie­te auch Park­plät­ze.

Eigent­lich sei der Platz sogar etwas zu groß als rei­ne Hun­de­wie­se. Doch auch da haben die Antrag­stel­le­rin­nen einen kon­struk­ti­ven Vor­schlag: Der Platz könn­te auf­ge­teilt wer­den. „Wir haben einen Hun­de­trai­ner, der eine Hälf­te pach­ten wür­de unter der Vor­aus­set­zung, dass die ande­re als Frei­lauf­flä­che die­nen kann“, so Bian­ca Rie­del wei­ter. „Ein Hun­de­trai­ner als Nach­bar wäre natür­lich ide­al und die Gemein­de bekä­me sogar noch ein paar Ein­nah­men.“

Hundetrainer will Teilfläche pachten

Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel atte­stier­te den Antrag­stel­le­rin­nen „rich­tig flei­ßig gewe­sen“ zu sein und ver­sprach: „Wir müs­sen die Unter­schrif­ten trotz­dem noch ein­mal über­prü­fen. Dan erstel­len wir eine Vor­la­ge mit einer Beschluss­emp­feh­lung und brin­gen den Antrag dann in die Poli­tik ein.“ Zunächst wer­de der Antrag im Haupt- und Finanz­aus­schuss bera­ten und dann auch im Rat – vor­aus­sicht­lich in der letz­ten Sit­zung des Jah­res im Dezem­ber.

Unab­hän­gig wie die Prü­fung der Unter­schrif­ten aus­geht, ver­sprach auch der Bei­ge­ord­ne­te, wer­de das Anlie­gen auf jeden Fall der Poli­tik vor­ge­bracht.

Wenn ein Trä­ger­ver­ein hilf­reich wäre, krie­gen wir das sicher auch hin.“

Bian­ca Rie­del, Antrag­stel­le­rin

Aller­dings gebe es auch Argu­men­te, die gegen eine sol­che Frei­lauf­flä­che sprä­chen, dämpf­te Bernd Kasisch­ke die Hoff­nung der Antrag­stel­le­rin­nen: „Wir kom­men zum Bei­spiel als Kom­mu­ne nicht aus der Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht her­aus und müss­ten des­halb den Platz auch kon­trol­lie­ren. Ihr Wunsch, alles selbst zu über­neh­men, ist sehr respek­ta­bel“, so der Bei­ge­ord­ne­te wei­ter, „aber Kosten wer­den der Gemein­de ganz sicher auch ent­ste­hen. Des­halb wer­den wir Ihr Anlie­gen jetzt in Ruhe prü­fen und dann sehen, ob wir es unter­stüt­zen kön­nen. Erst danach wür­den wir dann nach einer Flä­che suchen.“

Um das Pro­blem der Ver­kehrs­si­che­rung zu lösen, boten die Antrag­stel­le­rin­nen den bei­den Ver­wal­tungs­spit­zen an, einen Trä­ger­ver­ein für die Frei­lauf­flä­che zu grün­den, der als Ver­ant­wort­li­cher im juri­sti­schen Sinn fun­gie­ren könn­te, „Wenn ein Trä­ger­ver­ein hilf­reich wäre,  krie­gen wir das sicher auch hin“, zeig­te sich Bian­ca Rie­del opti­mi­stisch.

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Dipl.-Journalist

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