Als Zeichen der Anteilnahme am Leiden der Ukrainer wurden Kerzen entzündet und zum aufgestellten leidenskreis gestellt. (Foto: privat)

Zentrales Friedensgebet der Kirchengemeinden: „Such‘ Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34)

Als Zeichen der Anteilnahme am Leiden der Ukrainer wurden Kerzen entzündet und zum aufgestellten leidenskreis gestellt. (Foto: privat)
Als Zeichen der Anteilnahme am Leiden der Ukrainer wurden Kerzen entzündet und zum aufgestellten leidenskreis gestellt. (Foto: privat)

Ca. 300 Menschen folgten am Sonntagnachmittag (27.2.) dem Aufruf der katholischen, evangelischen. und freikirchlichen Kirchengemeinden und versammelten sich zum Friedensgebete auf dem Marktplatz.  Ältere Menschen, die noch selbst Krieg erlebt haben, aber auch ganz junge Menschen füllten den Platz. Sie alle brachten ihre Betroffenheit, Ratlosigkeit, Ohnmacht, aber auch Wut über den brutalen, nicht zu rechtfertigenden russischen Überfall auf die Ukraine durch ihr Kommen zum Ausdruck.

„Da tut es gut beieinander zu stehen, still zu werden, miteinander zu singen und wer es kann und möchte auch mit zu beten“, so hieß es in den Begrüßungsworten von Roswitha Göbel-Wiemers. Pastorin Anja Josefowitz lud mit einfühlsamen Sätzen ein, als Zeichen der Anteilnahme an dem Leiden der Ukrainer, Kerzen anzuzünden und zum aufgestellten Leidenskreuz zu stellen. Ein eindrückliches Zeichen der Anteilnahme am Leid der vom Krieg heimgesuchten ukrainischen Bevölkerung entstand.

Betroffene sprachen zentrales Gebet

Großes Interesse: Etwa 300 Menschen trafen sich am Sonntag zum ökumenischen Friedensgebet auf dem Marktplatz. (Foto: privat)
Großes Interesse: Etwa 300 Menschen trafen sich am Sonntag zum ökumenischen Friedensgebet auf dem Marktplatz. (Foto: privat)

Mit sehr persönlich Worten brachte Pastorin Claudia Brühl-Vonhoff die Sorgen und Ängste zum Ausdruck, die Menschen quälen, die ihre Angehörigen jetzt in der Ukraine wissen. Homam Jaaouk und Daria Okrent sprachen das zentrale Gebet. Sie brachten ihre ganz eigene Betroffenheit mit. Homam Jaalouk hat die Bombenabwürfe und die Kriegszerstörung in Aleppo hautnah erlebt. Sein Elternhaus liegt in Trümmern und die Familie ist über viele Länder als Flüchtlinge verstreut. Daria kommt aus Polen. Das Kriegstrauma des deutschen Überfalls auf Polen ist für die Menschen in Polen jetzt wieder angstbesetzt in Erinnerung.

Pastor Bernhard Middelanis erinnerte an die gemeinsamen Friedens- und Solidaritätsaufrufe der Kirchen in Deutschland. Mit einem Liedvortrag von Kim Friehs endete das Friedensgebet. Noch lange standen kleine Gruppen zusammen, um ihre Fragen, Hoffnungen und Sorgen miteinander auszutauschen.

Mitwirkende des Friedensgebetes waren: Pastorin Claudia Brühl-Vonhoff, Pastorin Anja Josefowitz, Pastor Bernhard Middelanis, Wolfgang Wirth, Roswitha Göbel-Wiemers, Daria Okrent, Homam Jaalouk sowie an der Gitarre Kim Friehs)

Friedensgebet

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