Das Familienbüro des Kreises ist im ehemaligen HSC-Point (Foto) an der Hauptstraße untergebracht. Dort wird es in der zweiten Hälfte des nächsten Monats eröffnet und wichtige Anlaufstelle für junge Familien sein. (Foto: privat)

Wichtige Anlaufstelle für junge Eltern: Familienbüro eröffnet in zweiter März-Hälfte

Das Familienbüro des Kreises ist im ehemaligen HSC-Point (Foto) an der Hauptstraße untergebracht. Dort wird es in der zweiten Hälfte des nächsten Monats eröffnet und wichtige Anlaufstelle für junge Familien sein.  (Foto: privat)
Das Fami­li­en­büro des Kreises ist im ehe­ma­ligen HSC-Point (Foto) an der Haupt­straße unter­ge­bracht. Dort wird es in der zweiten Hälfte des näch­sten Monats eröffnet und wich­tige Anlauf­stelle für junge Fami­lien sein. (Foto: privat)

Das Fami­li­en­büro in Holzwickede wird in der zweiten März-Hälfte eröffnet. Das teilte die Lei­terin des Fach­be­reichs Familie und Jugend des Kreises Unna, Katja Schuon, am Mon­tag­abend im Aus­schuss für Jugend, Familie, Senioren und Gleich­stel­lung der Gemeinde Holzwickede mit.

Hin­ter­grund: Das Fami­li­en­büro des Kreises gibt es bereits seit 2008 – aller­dings teilten sich Holzwickede, Frön­den­berg und Bönen die eine Stelle. Mit dem Aus­scheiden der lang­jäh­rigen Mit­ar­bei­terin änderte der Kreis das Kon­zept, stellte zusätz­liche Mittel bereit und die Kom­munen erhielten jeweils ein eigenes Fami­li­en­büro.

In der Aus­schuss­sit­zung gestern Abend stellte sich auch Katja Kort­mann vor, die das in der ehe­ma­ligen HSC-Geschäfts­stelle an der Haupt­straße unter­ge­brachte Fami­li­en­büro künftig besetzt und bereits seit Sep­tember täg­lich in der Emscher­ge­meinde unter­wegs ist, um junge Fami­lien zu besu­chen. Katja Kort­mann nimmt zu allen Fami­lien mit Neu­ge­bo­renen in Holzwickede Kon­takt auf und besucht diese nach Absprache auch zu Hause.

Hausbesuche nach Absprache

Das Fami­li­en­büro Teil der Prä­ven­ti­ons­kette des Jugend­amtes, erläu­tert Katja Kort­mann. „Wenn ich zu einer Familie komme, sage ich aber immer: Ich komme in Frieden und um ihr Baby zu begrüßen“. Denn Kon­trolle stehe nicht im Vor­der­grund ihrer Arbeit, viel­mehr die Infor­ma­tion und Bera­tung über Hilfs- und andere Ange­bote des Fach­be­reichs für Familie und Jugend. „Sehr viele junge Mütter sitzen zu Hause und wissen nicht, welche Ange­bote und Mög­lich­keiten es für ihre beson­dere Situa­tion gibt.“

Vier Auf­gaben hat das Fami­li­en­büro, wie Katja Kort­mann im Aus­schuss erläu­terte:

  1. Fami­lien mit Neu­ge­bo­renen anschreiben und besu­chen. Seit Sep­tember vorigen Jahres hat sie „etwas über 50 Fami­lien“ besucht. Die Fami­lien werden von ihr vorher ange­schrieben und ein Termin aus­ge­macht. „Wer nicht möchte, dass ich komme, hat dadurch aber auch keine Nach­teile“, betont sie. „Absagen sind voll­kommen in Ord­nung.“ Erfah­rungs­gemäß kommt es aber bei acht von zehn ange­schrie­benen Fami­lien zu einem per­sön­li­chen Besuch.
  2. Die Mit­ar­bei­terin des Fami­li­en­büros prüft und meldet aber auch, ob das Baby der Familie zur Früh­un­ter­su­chung kommt. „Die Früh­un­ter­su­chung ist keine Pflicht, wird aber emp­fohlen.“ Die Eltern werden von Katja Kort­mann an den Termin erin­nert. Die gute Nach­richt: „Von über 60 Mel­dungen haben die mei­sten Mütter den Termin zur Früh­un­ter­su­chung wahr­ge­nommen.“
  3. Ich habe eine Lot­sen­funk­tion und infor­miere über die Ange­bote des Jugend­amtes. Ich habe fest­ge­stellt, dass sehr viele Mütter diese Ange­bote gar nicht kennen und dankbar sind, wenn sie davon erfahren.“ 
  4. Eine wei­tere wich­tige Auf­gabe ist das Netz­werken. Hier sucht Katja Kort­mann den Kon­takt zu Insti­tu­tionen, Ent­schei­dungs­trä­gern, der Politik und Ver­wal­tung. Sie kün­digt aber auch an, noch eine offene Sprech­stunde und einen regel­mä­ßigen offenen Treff in ihrem Büro an der Haupt­straße ein­richten zu wollen. „Die Mütter oder Eltern sollen dort ein­fach vor­bei­schauen und können auch mit­ein­ander in Kon­takt kommen.“

Zur Person: Katja Kort­mann wohnt in Bönen, ist 41 Jahre alt, ver­hei­ratet und hat zwei Söhne. Bevor sie die Auf­gabe im Fami­li­en­büro über­nahm, war sie sechs­ein­halb Jahre bei ASD im Bereich Kin­der­schutz tätig.

AfJFSG, Jugendamt


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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