Wasserpreis sinkt und Grundgebühr steigt: Viele Haushalte zahlen mehr

Viele Holzwickeder Haus­halte werden sich im kom­menden Jahr auf einen höheren Was­ser­preis ein­stellen müssen. (Foto: _piu700_pixelio.de)

Nach vier Jahren wird sich im näch­sten Jahr erst­mals wieder der Was­ser­preis in Holzwickede ändern. Die Was­ser­ver­brauchs­ge­bühr wird im neuen Jahr von 1,62 Euro/​m3 auf 1,55 Euro/​m3 gesenkt und die Grund­ge­bühren erhöht. Das emp­fahl der Betriebs­aus­schuss in seiner Sit­zung in dieser Woche ein­stimmig.

In der Kon­se­quenz wird sich der Was­ser­preis für einige Haus­halte in Holzwickede um bis zu 30 Euro im Jahr ver­rin­gern, für viele andere dagegen um bis zu 50 Euro im Jahr erhöhen.

Hin­ter­grund ist eine Ver­än­de­rung der Gebüh­ren­struktur: Wie berichtet ist die Gewich­tung der varia­blen und fixen Kosten, aus dem der Was­ser­preis zusam­men­ge­setzt ist, ver­än­dert worden, um dem seit Jahren sin­kenden Was­ser­ver­brauch und der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung besser begegnen zu können. Der Holzwickeder Was­ser­preis musste des­halb grund­preis­la­stiger werden. Denn wäh­rend die fixen Kosten (Per­sonal, Technik usw.) seit Jahren steigen, sinkt gleich­zeitig der Was­ser­ver­brauch bei sin­kender Bevöl­ke­rungs­zahl.

Mit der Sen­kung der Was­ser­ver­brauchs­ge­bühr auf 1,55 Euro/​m3 ab Januar emp­fahl der Aus­schuss gleich­zeitig fol­gende höhere Grund­ge­bühren:

Qn 2,5 (3−5 m3) 204,00 Euro
Qn 6 (7−10 m3) 306,00 Euro
Qn 10 (20 m3) 408,00 Euro
Qn 16 (50 mm) 810,00 Euro
Qn 40 (80 mm) 1.620,00 Euro
Qn 60 (100 mm) 2.430,00 Euro
Qn 150 (150 mm) 4.860,00 Euro

End­gültig beschlossen werden sollen die neuen Was­ser­ge­bühren in der Rats­sit­zung am kom­menden Don­nerstag.

215.500 Euro Zuschuss für Eigenbetrieb nötig

Eben­falls vom im Betriebs­aus­schuss ein­stimmig ange­nommen wurde der Wirt­schafts­plan der gemein­dei­genen Was­ser­ver­sor­gung für 2017.

In der Pla­nung stehen Ein­nahmen in Höhe von 2.693.400 Euro Aus­gaben von 2.908.900 Euro gegen­über. Das rech­ne­ri­sche Defizit von 215.500 Euro muss die Gemeinde nun dem Eigen­be­trieb aus­glei­chen.

Für sich allein betrachtet hat die Was­ser­ver­sor­gung bei Kosten/​Aufwendungen von 1.873.000 Euro einen Gewinn von 383.600 Euro erzielt. Die Bäder Gemeinde haben dagegen bei Kosten/​Aufwendungen in Höhe von 1.035.900 Euro einen Ver­lust von -599.100 Euro erwirt­schaftet. Aus der Ver­rech­nung des Gewinns der Was­ser­ver­sor­gung mit dem Ver­lust der Bäder­be­triebe ergibt sich für die Gemeinde ein Steu­er­vor­teil.

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