Vortrag im Seniorentreff: „Gesundheitliche Krisen vorbeugen – was ist zu tun?“

Dipl.-Sozialpädagogin Iris Lehmann (Wohneratung) Ökumenischen Zentrale

Dipl.-Sozialpädagogin Iris Leh­mann, (Pfle­ge- und Wohn­be­ra­tung der Öku­me­ni­schen Zen­tra­le) refe­riert dar­über, wie man gesund­li­chen Kri­sen vor­beu­gen kann, im Senio­ren­treff. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Die Öku­me­ni­schen­Zen­tra­le lädt zu einem Vor­trag „Gesund­heit­li­chen Kri­sen vor­beu­gen – was ist zu tun?“ am Mitt­woch (18. April), 14.30 Uhr, in der Begeg­nungs­stät­te Senio­ren­treff, Ber­li­ner Allee 16a, ein.

Maria K. hat vor­ge­sorgt: Schon lan­ge bevor sie pfle­ge­be­dürf­tig wur­de, hat sie sich Gedan­ken dar­über gemacht, wer ihre Rech­te ver­tre­ten soll, wenn sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sein soll­te. Schon vor Jah­ren haben die Ehe­leu­te K. sich gegen­sei­tig eine Vor­sor­ge­voll­macht aus­ge­stellt, da ihnen bekannt war, dass sie nur mit einer schrift­li­chen Voll­macht im Bedarfs­fall Ent­schei­dun­gen für ihren Ehe­part­ner tref­fen und sei­ne Inter­es­sen ver­tre­ten kön­nen.

Vorsorgevollmacht

Für den Fall dass der Ehe­part­ner die­se Auf­ga­be nicht wahr­neh­men kann, haben sie ihre Nich­te als Stell­ver­tre­te­rin ein­ge­setzt. Dar­über hin­aus haben sie in der Voll­macht schon damals fest­ge­legt, dass sie solan­ge wie mög­lich in ihrem Haus woh­nen blei­ben wol­len, dass ihre Erspar­nis­se für ihre best­mög­li­che Pfle­ge ver­wen­det wer­den sol­len und dass sie nicht wol­len, dass ihr Leben bei einem schwe­ren gesund­heit­li­chen Lei­den durch die Inten­siv­me­di­zin künst­lich ver­län­gert wird. Auch über die Ange­bo­te und Dien­ste vor Ort hat sie sich früh­zei­tig infor­miert und durch klei­ne Anpas­sungs­maß­nah­men ihre Woh­nung an ihre ver­än­der­ten Bedürf­nis­se ange­passt. Heu­te ist Maria K. froh dar­über. Trotz ihrer Pfle­ge­be­dürf­tig­keit lebt sie nach wie vor weit­ge­hend selbst­stän­dig in ihren eige­nen vier Wän­den und wird vom Pfle­ge­dienst ihrer Wahl betreut.

Wer kümmert sich im Pflegefall?

Ihre gleich­alt­ri­ge Nach­ba­rin Kla­ra B. hat­te nicht vor­ge­sorgt, so kam es, dass sie nach einem schwe­ren Unfall in einem weit ent­fern­ten Pfle­ge­heim unter­ge­bracht wur­de, da sie nicht mehr in der Lage war, ihre Wün­sche für den Pfle­ge­fall zu äußern…

Immer mehr Men­schen befin­den sich in einer ähn­li­chen Situa­ti­on. Vie­le haben kei­ne Ange­hö­ri­gen in ihrer unmit­tel­ba­ren Nach­bar­schaft. Sie fra­gen sich, wer sich um ihre Belan­ge küm­mern wird, wenn sie spä­ter ein­mal ihre Inter­es­sen auf­grund von Krank­heit oder Behin­de­rung nicht mehr selbst ver­tre­ten kön­nen. Das ist eine Situa­ti­on unter vie­len, in denen die Alten- und Wohn­be­ra­tung der Öku­me­ni­schen Zen­tra­le ange­spro­chen wer­den kann, um gemein­sam nach Lösungs­mög­lich­kei­ten zu suchen und bei der Umset­zung mit Rat und Tat zur Sei­te zu ste­hen.

Erste Orientierung

Eine erste Ori­en­tie­rung dar­über, was wich­tig ist, bie­tet die Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung „Gesund­heit­li­chen Kri­sen vor­beu­gen – was ist zu tun?“ an.  Iris Leh­mann von der Pfle­ge- und Wohn­be­ra­tung im Kreis Unna greift dabei als Refe­ren­tin fol­gen­de Fra­gen auf: Wel­che Art der Vor­sor­ge ist für wel­che indi­vi­du­el­le Situa­ti­on geeig­net?, Wodurch unter­schei­den sich Vor­sor­ge­voll­mach­ten und Betreu­ungs­ver­fü­gun­gen?, Was ist eine recht­li­che Betreu­ung?, Wie kann ich mög­lichst lan­ge in mei­ner eige­nen Woh­nung blei­ben?, Wel­che Lei­stun­gen bie­tet die Pfle­ge­ver­si­che­rung? und vie­les mehr.

Die Ver­an­stal­tung ist kosten­los, es wird jedoch um tele­fo­ni­sche Anmel­dung unter Tel. 02304 93 93 90 gebe­ten. Dar­über hin­aus besteht bei Bedarf jeder­zeit die Mög­lich­keit indi­vi­du­el­le Bera­tungs­ge­sprä­che zu ver­ein­ba­ren.

  • Ter­min: Mitt­woch (18. April), 14.30 Uhr, Senio­ren­treff, Ber­li­ner Allee 16a
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