Gerd Kolbe (l.) bei einer Veranstaltung der Stadt Dortmund und der Auslandsgesellschaft vor einer Replik des jüdischen Dortmunder Künstlers, Benno Elkan. (Foto: privat)

Vorträge, Lesungen, Vereinshymne, Podcast und Sportforum:Kulturbotschafter Gerd Kolbe aus Holzwickede im Dauereinsatz

Gerd Kolbe (l.) bei einer Veranstaltung der Stadt Dortmund und der Auslandsgesellschaft vor einer Replik des jüdischen Dortmunder Künstlers, Benno Elkan. (Foto: privat)
Gerd Kolbe (l.) bei einer Veranstaltung der Stadt Dortmund und der Auslandsgesellschaft vor einer Replik des jüdischen Dortmunder Künstlers, Benno Elkan. (Foto: privat)

Er ist ein umtriebiger Tausendsassa, der in seiner eigentlich „ruhigen Rentnerzeit“ gerade noch mal so richtig aufdreht. Ob hinter oder vor den Kulissen: Aktuell sieht man den Holzwickeder, Träger der Ehrennadel der Stadt Dortmund, auf allen Kanälen.

Gerd Kolbe, Jahrgang 1945, war insgesamt 47 Jahre bei der Stadt Dortmund beschäftigt und dort Leiter der städtischen Pressestelle und Stadt-Sprecher der Stadt Dortmund. Von 1976 bis 1981 war er nebenamtlich Pressesprecher des BVB. Über viele Jahr baute Kolbe privat ein umfangreiches BVB-Archiv auf – das heute zu großen Teilen im Museum des BVB zu sehen ist. Er ist Mitglied des Aufsichtsrats des Holzwickeder SC und in dieser Position ein wichtiger Berater in Fragen rund um das geplante Sportforum in Holzwickede. In diesen Tagen und Wochen gibt es gleich eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Kanälen, auf denen Kolbes Tätigkeiten auf sportlichem, kulturellem sowie geschichtshistorische Gebiet deutlich werden.

Vortrag in Jüdischer Kultusgemeinde Dortmund

1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland werden in diesem Jahr gefeiert. Der Holzwickeder und BVB-Historiker Gerd Kolbe macht in einem Vortrag deutlich, wie jüdische Bürger die Kultur und das Leben in der Stadt mitgeprägt haben. Dazu gehört auch der Fußball. Er referiert am Sonntag, 21. November, um 16 Uhr in der Jüdischen Kultusgemeinde an der Dortmunder Prinz-Friedrich-Karl-Straße unter dem Titel „Aus Liebe zum Fußball“. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stehen drei jüdische Persönlichkeiten stehen, deren Biografien sowohl mit dem Thema „Fußball“ als auch mit Dortmund verknüpft sind: Benno Elkan, Julius Hirsch und Wolfgang Polak.

Benno Elkan, Jahrgang 1877, geboren in der Brückstraße in einem ehemaligen Gebäude, wo heute das Konzerthaus steht, prägte den Dortmunder und auch Münchener Fußball auf besondere Art und Weise. Mit einigen Gleichgesinnten gründete er 1895 den Dortmunder FC 95, der später im TSC Eintracht Dortmund aufging, der damit Dortmunds ältester Fußballclub ist. Zudem ist er Gründungsmitglied des FC Bayern München.

Julius Hirsch, nach dem der DFB einen gleichnamigen Preis für Personen und Organisationen benannt hat, die in besonderer Weise ihre gesellschaftliche Position nutzen, um sich für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit einzusetzen, war der zweite jüdische Nationalspieler des Deutschen Fußball-Bundes. Sein tragischer Berührungspunkt zu Dortmund besteht darin, dass er 1943 von Karlsruhe über Stuttgart und Dortmund nach Auschwitz deportiert und dort von den Nazis ermordet wurde.
Wolfgang Polak, der langjährige Geschäftsführer und Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund, gehörte zu dem fünfköpfigen BVB-Vorstand, der 1974 den sportlich und finanziell extrem gefährdeten Verein vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit bewahrte und den Club 1976 wieder in 1. Bundesliga führte.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter events@jkgd.de.

Song-Texter der neuen HSC-Vereinshymne

Viele Fans erinnern sich noch an die alte Vereins-Hymne der Spielvereinigung Holzwickede. Die wurde damals von HSV-Spielern, Mitgliedern und Freunden des Vereins gemeinsam mit dem bekannten Songwriter Matthias „Katsche“ Kartner aufgenommen. Der Holzwickeder SC als Nachfolger des HSV arbeitet derzeit intensiv an einer neuen Hymne. Hier am PC: Gerd Kolbe. Er verfasst die neue Vereins-Hymne, die dann vertont und schlussendlich aufgenommen wird. Eine Rohfassung des Textes liegt bereits vor – den endgültigen Text müssen die HSC-Gremien noch abschließend absegnen.

Lesung beim Adventsfenster des HSC am 23. Dezember

Wer Gerd Kolbe in Holzwickede live erleben will, der kann das beim HSC-Adventsfenster am Donnerstag, 23. Dezember, ab 18 Uhr erleben. Seit vielen Jahren trägt er an diesem Termin im Ballhaus im Montanhydraulik-Stadion eine neue, selbst verfasste Weihnachtsgeschichte vor. Die dreht sich immer um den Fußball – zumeist mit einem historischen Bezug. Unterstützt wird er in diesem Jahr durch Doris Volke, die ebenfalls mit einer kleinen Lesung zu einem schönen Abend beitragen wird.

Podcast des BVB zum Bau des Westfalenstadions vor 50 Jahren

2021 jährt sich der Baubeginn des Dortmunder Westfalenstadions zum 50. Mal. In einem Podcast des BVB erinnert Gerd Kolbe an die Planungs- und Bauphase und lässt viele heitere, aber auch nachdenklich stimmende Anekdoten aus diesen Jahren einfließen. Zu hören ist der Podcast (Folge 82) hier:
Baubeginn des Westfalenstadions – Gerd Kolbe im Podcast | bvb.de

Gerd Kolbe

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