Vorerst keine Unterbringung von Flüchtlingen in Hilgenbaumhalle

Raketenstation Opherdicke (Foto: Archiv) Henryk Brock
Die Rake­ten­sta­tion in Opher­dicke bleibt eine kurz­fri­stige Option zur Unter­brin­gung von Flücht­linmgen: Sani­tär­raum in der Raka­ten­sta­tion. (Foto: Archiv)

Die Hil­gen­baum­halle bleibt zunächst für den Schul- und Ver­eins­sport erhalten. Das teilte Bür­ger­mei­ster Ulrike Drossel heute mit. Nachdem es zu Wochen­be­ginn noch so aus­ge­sehen hatte, als ob die Gemeinde Holzwickede die größte Sport­halle der Gemeinde mit wei­teren Flücht­lingen belegen müsste, konnte dieses Sze­nario jetzt abge­wendet werden.

Vor allem aus zwei Gründen, wie Bür­ger­mei­sterin Drossel erklärt: „Die Firma Mon­tan­hy­draulik hat sich bei mir gemeldet und kurz­fri­stig die Teil­nut­zung einer noch in Betrieb befind­li­chen Lager­halle ange­boten.“ Darauf wurde am Frei­tag­morgen die Halle an der Wil­helm­straße besich­tigt. „Die Räume des Büro- und Sozi­al­traktes dort sind noch in dieser Woche beziehbar“, so Ulrike Drossel.“

Montanhydraulik und Bezirksregierung verschaffen Luft

Das in der Halle befind­liche Lager wird kurz­fri­stig von Mon­tan­hy­draulik umge­räumt, so dass eine etwa 1.000 m2 ­­beheiz­bare Halle für Flücht­linge zur Ver­fü­gung steht, die nach Vor­bild der Rausinger Halle mit Trenn­wänden ein­ge­richtet wird. Sani­tär­con­tainer und Duschen, die von der Gemeinde bereits vor­sorg­lich bestellt wurden, sollen in etwa zwei Wochen gelie­fert werden.

Außerdem hatte die Gemeinde Holzwickede im Wege eines Amts­hil­fe­er­su­chens die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg gebeten, von der Zuwei­sung wei­terer Flücht­linge nach Holzwickede vor­über­ge­hend abzu­se­hend. Der Grund: Mit inzwi­schen ins­ge­samt 245 Flücht­lingen seien alle Auf­nah­me­ka­pa­zi­täten in Holzwickede restlos erschöpft.

Unter­ge­bracht sind diese Men­schen in gemein­de­ei­genen Woh­nungen, zwei Flücht­lings­heimen in der Mas­sener Str. 69 und 71, in den Flücht­lings­häu­sern Bahn­hofstr. 23 und 25 (ehem. Sozi­al­kauf­haus), im katho­li­schen Gemein­de­haus, dem Sport­ler­heim in Holzwickede-Opher­dicke sowie in Woh­nungen des freien Woh­nungs­marktes. Zudem, wurde die Rausinger Halle mit 80 Flücht­lingen belegt.

Auf­grund des Amts­hil­fe­er­su­chens, so Holzwickedes Bür­ger­mei­sterin, habe die Bezirks­re­gie­rung jetzt einen Auf­schub neuer Zuwei­sungen bis zum 4. Dezember gewährt. Bis zum 4. Dezember soll nun die Lager­halle an der Wil­helm­straße umge­baut und mit ein­fa­chen Mit­teln von Eta­gen­betten und Spinden aus­ge­stattet werden.

Raketenstation Opherdicke bleibt nächste Option

Raketenstation Opherdicke (Foto: Archiv) Henryk Brock
Selbst Eta­gen­betten sind in der Rake­ten­sta­tion noch vor­handen. Foto: Archiv). Ins­ge­samt etwa 120 Per­sonen könnten nhier unter­ge­bracht werden. (Foto: Archiv)

Beide Maß­nahmen, die Bereit­stel­lung der Halle durch Mon­tan­hy­draulik und der Auf­schub durch die Bezirks­re­gie­rung ver­schaffen der Gemeinde Holzwickede etwas Luft bei der Unter­brin­gung von Flücht­lingen. Eine end­gül­tige Lösung ist das jedoch nicht. Denn nach dem 4. Dezember werden erneut Flücht­linge zuge­wiesen werden – in wel­cher Zahl weiß heute noch nie­mand.

Eine wei­tere Option zur Unter­brin­gung bleibt des­halb die ehe­ma­lige Rake­ten­sta­tion in Hengsen-Opher­dicke. Hier laufen die Unter­su­chungen durch die Gemeinde zur Anbin­dung von Strom, Hei­zung, Wasser und Abwasser par­allel weiter. Nach der Geneh­mi­gung der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­gaben (BIMA) werden vor­aus­sicht­lich drei bis vier Wochen für Rei­ni­gung und Ein­rich­tung mit Stock­betten benö­tigt. Anschlie­ßend könnten dann etwa.120 Flücht­linge in der Rake­ten­sta­tion unter­ge­bracht werden.

Schließ­lich hat die Gemeinde auch noch Schnell­bau­con­tainer in Holz­stän­der­weise in der Pla­nung. Die Bestel­lung dieser Wohn­con­tainer könnte nach Frei­gabe und Klä­rung der haus­halts­tech­ni­schen und bau­tech­ni­schen Abwick­lung erfolgen. „Der zeit­liche Ablauf ist dafür ist aber zum jet­zigen Zeit­punkt nicht end­gültig defi­nierbar“, meint Ulrike Drossel.

Flüchtlinge


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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