zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes erarbeiten: In diesem Bereich soll der Durchstich aus Richtung Stehfenstraße zu einer neuen P+R-Anlage im südlichen Bereich des Bahnhofes erfolgen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Verwaltung lässt ganz neue Planung zum Bahnhofsumfeld mit Durchstich erarbeiten

Die Verwaltung lässt ein Konzept zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes erarbeiten: In diesem Bereich soll der Durchstich aus Richtung Stehfenstraße zu einer neuen P+R-Anlage im südlichen Bereich des Bahnhofes erfolgen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Verwaltung lässt ein Konzept zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes erarbeiten: In diesem Bereich soll der Durchstich aus Richtung Stehfenstraße zu einer neuen P+R-Anlage im südlichen Bereich des Bahnhofes erfolgen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Ein neuer P+R-Parkplatz und der Durchstich vom Bahnhof zur Stehfenstraße ist ein alter Traum der Holzwickeder Lokalpolitik, der vor ein paar Jahren immerhin schon einmal so konkret war, dass es eine förderfähige Planung gab. Als die Gemeinde dann in die finanzielle Schieflage geriet und die Haushaltssicherung rutschte, verschwand diese Planung wieder in der Schublade. Aber nur vorübergehend, wie die damalige Gemeindespitze um den ehemalige Bürgermeister Jenz Rother betonte. Jetzt ist das Thema wieder „heiß“ und die aktuelle Verwaltungsspitze arbeitet an ganz neuen Planung zur Realisierung des alten Traums.

Gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Bahn, dem Nahverkehrsverband Westfalen Lippe, dem Flughafen Dortmund trafen die Holzwickeder Verwaltungsspitzen Ende April zu einer zweiten Planungswerkstatt, um ein Konzept zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes zu erstellen. Wobei die Gemeinde die eigentliche Planung aus der Hand gegeben hat: Moderiert und fachlich begleitet wird der Planungsprozess vom renommierten Büro Reicher Haase Assoziierte, Büro Dortmund.

Auch Flughafenbetreiber mit am Tisch

Möglich wurde die Beteiligung, weil der Zweckverband Nahverkehr einen Zuschuss von 50.000 Euro für die Überplanung des Bahnhofsumfeldes überwiesen hat.  „Wir wollen mehr als nur ein paar mehr Parkplätze für Autos und Fahrräder. Der Bahnhof ist der letzte vor dem Flughafen Dortmund und hat eine wichtige Bedeutung im regionalen Nahverkehr“, begründet der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Bernd Kasischke, warum die Flughafenbetreiber und die übrigen Beteiligten in den Planungsprozess einbezogen worden sind.

Der Bahnhof sollte auch von der nördlichen Seite aus erreichbar sein.“

Bernd Kasischke, 1. Beigeordneter der Gemeinde

„In der Planung hat der Durchstich zur Stehfenstraße zentrale Bedeutung“, betont Kasischke. „Er ist auch für die Gemeinde Holzwickede sehr wichtig.“ Neben dem Durchstich, den P+R-Stellplätzen für Pkw und Fahrräder ist dem Beigeordneten eine Sache besonders wichtig: „Der Bahnhof sollte auch von der nördlichen Seite aus erreichbar sein.“ Darin seien sich aber auch alle Teilnehmer einig, dass die Verbindung der nördlichen und südlichen Gleisanlagen durch einen Durchstich von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des Bahnhofs sein wird.  

Angeblich, weiß Holzwickedes Beigeordneter, soll der frühere Fachbereichsleiter Jens-Uwe Schmiedgen sogar fertige Planungen dazu irgendwo in einer Schublade liegen haben. Doch selbst wenn die gefunden würden – für die neuen Überlegungen spielen sie keine Rolle mehr.

„Wir schauen jetzt aus heutiger Sicht ganz neu auf das Thema“, meint Bernd Kasischke. Das sei notwendig, weil der Flugverkehr zugenommen habe,  es inzwischen einen Shuttlebus-Verkehr in den Eco Port gebe, die Ostumgehung vor der Realisierung stehe und sich natürlich auch die demografischen Eckdaten insgesamt verändert haben. „Es geht auch darum, wohin sich der ganze Bahnhof entwickeln soll und wo die künftigen Verkehre rein- und rausführen sollen“, erläutert Bernd Kasischke.  Das Dortmunder Planungsbüro hat die Federführung bei der Konzeptentwicklung.

Ergebnis soll im September vorliegen


Die Vertreter der Deutschen Bahn, des Nahverkehrsverbandes Westfalen Lippe, des Flughafens Dortmund und der Gemeinde bei ihrem Treffen Ende April mit den Planern vom Büro Reicher Haase. (Foto: Gemeinde Holzwickede)

Klar ist bislang: Nachdem die Bahn signalisiert hat, die Gleise 208 und 209 im nördlichen Bereich des Bahnhofs aufgeben zu wollen, sollen dort P+R-Parkplätze entstehen.  Viel Konkreteres gebe es noch gar nicht zur Planung zu sagen, meint Bernd Kasischke. Bei der Auftaktveranstaltung hatten sich alle Beteiligten zusammengesetzt und zunächst ihre Vorstellungen dargelegt und eine Bestandsaufnahme vorgenommen. Danach haben sich die Mitarbeiter des Planungsbüros zurückgezogen, um auf dieser Basis bei dem Treffen Ende April mögliche Entwicklungsvarianten mit verschiedenen Schwerpunkten in den Themenfeldern Architektur und städtebauliche Einbindung, Mobilität, Orientierung und Aufenthaltsqualität zu präsentieren.

Die Zwischenergebnisse sollen nun zusammengefasst und vom Büro fachlich bewertet werden. Voraussichtlich im September werden die Planungen dann weitestgehend abgeschlossen sein.  „Was am Ende dabei herauskommt, stellen wir dann der Politik zur Diskussion und Entscheidung vor“, meint Kasischke. Das könnten eine Planung oder möglicherweise auch alternative Konzepte sein.

Auf jeden Fall sind die Holzwickeder Veraltungsspitzen „sehr froh“, kompetente Planungsprofis an ihrer Seite bei diesem Thema zu haben: „Es ist unglaublich, an was bei einem solchen Konzept alles gedacht werden muss. Aber wir haben mit den Profis wirklich eine sehr gute Zusammenarbeit“, lobt Kasischke.


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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