Bürgermeisterin Ulrike Drossel und der Councillor Graham Winter zeigen die unterschriebene Urkunde, mit der Holzwickede und Weymouth heute ihre Freundschaft erneuert haben. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Update der Freundschaft: Holzwickede und Weymouth erneuern ihre Partnerschaft

Bürgermeisterin Ulrike Drossel und der Councillor Graham Winter zeigen die unterschriebene Urkunde, mit der Holzwickede und Weymouth heute ihre Freundschaft erneuert haben. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Bürgermeisterin Ulrike Drossel und der Councillor Graham Winter zeigen die unterschriebene Urkunde, mit der Holzwickede und Weymouth heute ihre Freundschaft erneuert haben. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Holzwickede und die englische Partnerstadt Weymouth haben heute (13. September) ihrer 34 Jahre währenden Partnerschaft ein Update verpasst und einen neuen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Holzwickedes Bürgermeisterin Ulrike Drossel und ihr englisches Pendant, Councillor Graham Winter, unterzeichneten die Urkunde im Forum des Schulzentrums in Beisein der Vertreter der Twinnming-Society und des Deutsch-Britischen Clubs sowie weiterer Gäste aus Weymouth.

Bürgermeisterin Ulrike Drossel wies in ihrer Rede auf die vielen politischen Veränderungen hin, die es seit ihrem Besuch anlässlich des 30. Geburtstages der Partnerschaft mit Weymouth and Portland im Jahr 2016 gegeben hat. „Wir Holzwickeder bedauern sehr, dass sich Portland aus der Partnerschaft mit uns und Louviers herauszieht“, sagt Ulrike Drossel. „Aber wir werden in nächster Zeit noch einmal das Gespräch mit Portland suchen  und hoffen, dass wir dort Gehör finden.“  Es sei „schwer und sehr schade“ nach über 30 Jahren die Trennung der Partnerschaft zu akzeptieren.

Wir Holzwickeder bedauern sehr, dass sich Portland aus der Partnerschaft mit uns und Louviers herauszieht“

Ulrike Drossel

Holzwickedes Bürgermeisterin sprach aber auch „den ungewissen Ausgang des Brexits“ an. „Wir in Holzwickede sind überzeugte Europäer“, betonte Ulrike Drossel, die mit Sorge erwartet, was die Zukunft bringt. „Umso größer ist unsere Freude, dass sie heute hier sind“, wandte sie sich an die englische Delegation. In die Bemühungen und Vorbereitungen zur Erneuerung der Freundschaft mit Weymouth hat sich der Deutsch-Britischer Club und seine Vorsitzende, Ilona Lienkamp, intensiv eingebracht, dafür dankte die Bürgermeisterin der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins. Mit dem Besuch der Twinning Society aus Weymouth werde auch das Vereinsleben der beiden Partnerschaftsvereine aufrechterhalten, betonte Ulrike Drossel.

Die Städtepartnerschaft zwischen Holzwickede und Weymouth werde aber „außerhalb von Jubiläen gelebt“, wie der Besuch des 1. Beigeordneten, Bernd Kasischke, im April des Jahres in Weymouth und nun der Besuch des Councillors von Weymouth und der Twinning Society belegen. „Für dieses große Engagement danke ich Ihnen allen“, schloss die Bürgermeisterin.

Graham Winter, der Bürgermeister des neu gebildeten Rates in Weymouth, verlor in seiner Rede kein Wort über den Brexit. Stattdessen wies er darauf hin, dass die heute unterzeichnete neue Charta „eine produktive starke Freundschaft zwischen unseren Städten bedeute“. Der neue Vertrag biete auch „auch die Möglichkeit, starke Beziehungen mit dem neuen Stadtrat mit mehr Austausch in den kommenden Jahren aufzubauen“, so Graham Winter.

Freundschaftsabend mit Gastfamilien und Kulturreise

Zum Abschluss trägt sich Graham Winter noch in das Goldene Buch der Gemeinde ein. Dahinter, v.l.: Fred Fleck, der Vorsitzende der Twinning Society, Holzwikckedes Beigeiordneter Bernd Kasischke und Illona Lienkmap, die Vorsitzende des Deutsch-Britischen Clubs und Bürgermeisterin Ulrike Drossel.   (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Zum Abschluss trägt sich Graham Winter noch in das Goldene Buch der Gemeinde ein. Dahinter, v.l.: Fred Fleck, der Vorsitzende der Twinning Society, Holzwikckedes Beigeordneter Bernd Kasischke und Ilona Lienkamp, die Vorsitzende des Deutsch-Britischen Clubs und Bürgermeisterin Ulrike Drossel. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Ilona Lienkamp, die Vorsitzende des Deutsch-Britischen Clubs wies auf die völkerverbindende Bedeutung von Partnerschaftsvereinen hin. Dies sei gerade in Zeiten von Nationalismus und Populismus wichtiger denn je, doch leider werden sie zum „Auslaufmodell“, bedauerte Lienkamp. Auch der Deutsch-Britische Club und die Twinning Society sei da keine Ausnahme. „Auch bei uns sind es die Best Agers, die das Rad am Laufen halten“, so Lienkamp weiter.  

Auch bei uns sind es die Best Agers, die das Rad am Laufen halten“,

Ilona Lienkamp

„Unser Land ist immer noch sehr unsicher, wegen des Ausgangs des Brexits“, erklärte Fred Fleck, der Vorsitzende der Twinning Society und er versicherte den Holzwickedern: „Was immer der Ausgang auch bringen mag, wir in unserem Verein und unserer Stadt möchten fortfahren, die Freundschaft mit Holzwickede zu erhalten und auszubauen.“  Es seien viele Freundschaften in der zurückliegenden 34 Jahren zwischen beiden Städten entstanden. Fleck zeigte sich zuversichtlich, dass noch viele weitere folgen werden in Zukunft.

Als Vorsitzender der kulturellen Vereine in Holzwickede drückte Peter Wehlack die Freude über die Erneuerung der deutsch-englischen Partnerschaft aus. Wehlack erinnerte an die Anfänge der Partnerschaft, die er selbst als Jugendlicher auf einer Reise nach Weymouth hautnah erleben konnte und an die Internationalen Jugendcamps, zu denen mehr als 13 Jahre lang jeweils 90 junge Menschen aus den drei Partnerstädte Weymouth and Portland, Louviers und Holzwickede zusammenkamen. „Für mich und meine Familie ist Weymouth auch ein Stück Heimat geworden und wir freuen uns schon auf die Sprachreise Mitte Oktober“, so Peter Wehlack.    

Die Delegation aus Weymouth, der auch einige Besucher aus Portland angehören, ist in Gastfamilien in Holzwickede untergebracht, mit denen man heute zunächst einen gemeinsamen Freundschaftsabend verbringen wird. In den nächsten beiden Tagen werden die Gäste aus England eine kleine Kulturreise durch Ostwestfalen unternehmen, bevor es am Sonntag wieder auf die Insel zurück geht.

Deutsch-Britischer Club, Partnerschaftsvertrag


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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