Unterstützung bei der Rattenbekämpfung in der Gemeinde notwendig

Die Gemeindeverwaltung gibt Tipps zur Rattenbekämpfung: Die Wanderratte (Bild) schätzt vor allem Speisereste. (Foto: Wolfgang Vogt - Pixabay)
Die Gemeindeverwaltung gibt Tipps zur Rattenbekämpfung: Die Wanderratte (Bild) schätzt vor allem Speisereste.  (Foto: Wolfgang Vogt - Pixabay)
Die Gemeindeverwaltung gibt Tipps zur Rattenbekämpfung: Die Wanderratte (Bild) schätzt vor allem Speisereste. (Foto: Wolfgang Vogt – Pixabay)

In jüngster Zeit wurde ein vermehrtes Rattenvorkommen in der Gemeindemitte durch die Holzwickeder Bürger gemeldet. Die Gemeindeverwaltung hat sich der Rattenplage angenommen und unterschiedliche Maßnahmen eingeleitet: Die vorhandenen Ratterköderstationen (z.B. im Emscherpark und am P+R-Parkplatz/ Bahnhof) sind nun voll belegt und die vertragliche Vereinbarung mit einem professionellen Schädlingsbekämpfer wurde erneuert. Darüber hinaus sind Rattenköder im gemeindlichen Kanalnetz ausgelegt worden.

Die Beschwerden sind nunmehr zurückgegangen, teilt die Gemeindeverwaltung mit, was auf eine erfolgreiche Bekämpfung der Nager schließen lässt. Ratten sind intelligente und anpassungsfähige Nager, die sich meist in der Nähe von Gewässern mit großem pflanzlichem Nahrungsangebot aufhalten. Auch die Abwassersysteme in den Städten sowie ähnliche Orte die nur wenig von Menschen frequentiert werden gehören zum bevorzugten Lebensraum. Von den ca. 65 Arten der Gattung Ratte ist allerdings nur die so genannte Wanderratte, die sich in den letzten Jahrhunderten ausgebreitet hat, problematisch.

Beschwerden sind zurückgegangen

Die kleinere und schmächtigere Hausratte mit einer wesentlich dunkleren Fellfärbung steht dagegen auf der roten Liste und zählt zu den bedrohten Tierarten. Ratten sind hauptsächlich in den Abend- und Morgenstunden aktive Tiere. Aufgrund des reichlichen Nahrungsangebotes durch den sorglosen Umgang mit Müll oder das Füttern der Enten haben die Ratten vielerorts die Scheu vor den Menschen verloren und sind zunehmend tagsüber zu sehen. Mitverantwortlich für das vermehrte Vorkommen der Nager sind demnach auch die Menschen.

Neben erheblichen Schäden durch Nage- und Wühltätigkeiten gibt die gesundheitliche Beeinträchtigung (durch Rattenkot und -urin werden Krankheiten auf Menschen und Haustiere übertragen) Anlass zur Bekämpfung der ungeliebten Nager. Oberstes Gebot der Rattenbekämpfung sollte daher sein, das vorhandene Nahrungsangebot so gering wie möglich zu halten.

Vorbeugende Maßnahmen

Zur Unterstützung der Rattenbekämpfung möchte die Gemeindeverwaltung daher alle Holzwickeder sensibilisieren und auf nachstehende vorbeugende Maßnahmen hinweisen:

  • Abfällen, insbesondere Essensreste, sollten ordnungsgemäß entsorgt werden.
  • Speisereste sollten keinesfalls über die Toilette und somit über die Kanalisation entsorgt werden.
  • Das Füttern der Enten im Emscherpark schadet nicht nur dem Gewässer und den Wasservögeln, sondern zieht ebenso Ratten an.
  • Sämtliche Nahrungsmittelreste (z.B. angebissene Speisen, Futtermittel für Haustiere oder wilde Vögel) ziehen Ratten an und sollten daher nicht offen auf dem Grundstück liegen gelassen werden.
  • Die Lagerung von Sperrmüll oder Abfällen für längere Zeit ist unbedingt zu vermeiden, da hierdurch Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten für Ratten geschaffen werden.
  • Abfallbehälter und Müllsäcke verschlossen halten und erst am Tag der Abfuhr bereit stellen, da sonst Ratten eindringen.
  • Gebäudeschäden (Türspalten, Ritzen) und defekte Hausanschlüsse reparieren sowie unvergitterte Kellerfenster verschließen, um das Eindringen der Ratte in das Gebäude zu vermeiden.

Rattenbekämpfung


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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