Unfallflucht: Nachbar informiert Geschädigte über Facebook

In einem wei­teren Fall von Unfall­flucht stand heute ein 35-jäh­riger Holzwickeder vor dem Amts­ge­richt in Unna. Er soll am 6. Mai 2014 mit­tags auf der Bahn­hof­straße in Holzwickede beim Ein­parken einen Pkw BMW beschä­digt haben und danach ein­fach weg­ge­fahren sein, ohne sich um den Schaden in Höhe von 1.075,22 Euro zu küm­mern.

Alte oder neue Schäden – das soll ein Gutachter klären

Vor Gericht räumte der Holzwickeder gestern ein, dass er sehr wohl bemerkt habe, dass er den par­kenden BMW leicht berührt habe. Er sei auch aus­ge­stiegen. Jedoch habe er kei­nerlei Beschä­di­gung fest­stellen können, ledig­lich ältere Schäden. Auch an seinem eigenen Fahr­zeug habe er keine neuen Beschä­di­gungen ent­decken können. Sollte es an dem BMW neue Schäden geben, dann seien die „ganz bestimmt nicht von mir“ und sicher „auch nicht kom­pa­tibel“ mit seinem Fahr­zeug, so der Ange­klagte.

Die Geschä­digte, eine 33-jäh­rige Bank­kauf­frau, hatte den Unfall gar nicht per­sön­lich bemerkt. Viel­mehr war ein Nachbar Zeuge des Unfalls geworden und hatte sie über Face­book infor­miert. Nach Angaben dieses Nach­barn sei der Ange­klagte sogar zweimal gegen den BMW gefahren. Die dabei mut­maß­lich ent­stan­denen Schäden an Kenn­zei­chen und Stoß­stange sind noch nicht repa­riert worden. Des­halb soll nun ein Gut­achter klären, ob die Schäden am BMW der Geschä­digten zum Fahr­zeug des Ange­klagten passen. Bis das Ergebnis vor­liegt ist die Ver­hand­lung ver­tagt.

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